Heute gibt’s Pizza
Falls man in diesem Zusammenhang überhaupt von Geschmack reden kann: Tiefkühlpizzas schmecken mir nicht. Bringdienstpizzas auch nicht. Ich bereite eine Pizza lieber selbst zu. Wer das noch nie gemacht hat, traut sich meist nur nicht an den Hefeteig, habe ich festgestellt – dabei ist das wirklich einfach. Der Nachteil: Hinterher mögen selbst hartgesottene Tiefkühl-Afficionados keine Fertigpizza mehr.
Zutaten für 2 Personen
1/2 Würfel frische Hefe
(oder 1/2 TL Trockenhefe)
1 knapper TL Salz
50 ml Wasser
2 EL Olivenöl
2 Mozzarelle
Tomaten
4 Scheiben Parmaschinken
Einige Basilikumblätter
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zubereitung
Mehl, Hefe und Salz in einer Schüssel vermischen. Wasser und Olivenöl dazugeben und mit Knethaken oder Händen einige Minuten kneten. Ist der Teig zu trocken, geben sie noch ein wenig Wasser hinzu, klebt er zu stark, ein wenig Mehl. Eine Kugel formen und eine gute Stunde zugedeckt aufgehen lassen.
Danach den Teig in zwei Hälften teilen, nochmals kurz durchkneten und eine weitere Viertelstunde zugedeckt ruhen lassen.
Beide Teigkugeln rund ausrollen (gegebenfalls mit Mehl bestäuben, falls der Teig kleben sollte) und – das ist der entscheidende Trick – den Pizzateig in einer mittelheißen Pfanne in Olivenöl auf einer Seite ca. 3-4 Minuten sachte anbraten.
Anschließend mit der ungebratenen Seite auf ein leicht gemehltes Ofenblech legen, erst mit der in Scheiben geschnittenen (oder per Hand zerrupften) Mozzarella belegen, nach Gusto mit (möglichst frischem) Oregano und/oder Rosmarin bestreuen. Darauf kommen erst die geschnittenen Tomaten und zum Schluss der Parmaschinken. Leicht salzen und pfeffern und Im Ofen in knapp 15 Minuten im auf 200 °C vorgeheizten Ofen fertig backen. Die Basilikumblätter auf den Pizzen verteilen, einen kleinen Schuss gutes Olivenöl darüber geben und servieren.
Tipps
Im Gegensatz zu den Rezepten, die man so kennt, verzichte ich auf die Tomatensauce, die auf den Teig gestrichen wird, außerdem lege ich nicht die Tomaten zuunterst, sondern die Mozzarelle. Dadurch bleibt der Teig nämlich trocken und wird im Ofen viel knuspriger.
Geübten Pizzabestellern muss ich sicher nichts erzählen – auf eine Pizza kann man fast alles legen, was die Küche hergibt: Spinat, Rucola, Zucchini, Fenchel, Paprika, Tintenfisch, Muscheln, Thunfisch, Sardellen, Kapern, Knoblauch …
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Kommentare:
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also die „ofenfrische“ von dr. oetker glaube ich, ist wirklich nicht zu verachten. da kommt so mancher italiener nicht ran.
aber deine pizza auch wirklich gut aus.
Wenn man keine Tomatensauce mag, kann man auch sehr gut Ajvar (Paprikamus) nehmen. Darauf frische Paprika in Streifen, einen kräftigen rohen Schinken und einen kräftigen Ziegen- oder Schafkäse. Fertig!
Ahhhh!
Danke!
Super!
Ich bin schon seit langer Zeit auf der Suche nach einem Rezept für guten Pizzateig. Das Rezept wird diese Woche gleich ausprobiert, Bild kommt später!
Bestes,
Stefan
ich empfehle den Teig noch mit 2 TL Honig zu versüßen. Der Honig wird vor dem Wasser zum Mehl und zur Hefe gegeben. Außerdem gebe ich noch 1 EL Oregano direkt in den Teig (auch vor dem Wasser).
Seit ich dieses Rezept kenne, gibt es bei uns auch nur noch selbstgemachte Pizza :)
danke! auch für den unglaublich-genialen oktopodi!! lange nicht so sehr gestaunt UND gleichzeitig von den charakteren gerührt gewesen..
falls du evtl. mal lust auf liebevoll zubereitete pasta..?
bon appétit. nee: buon appetito. obwohl: western..?
In der Tat ist für viele, auch für mich, der Teig immer ’ne seltsame Hürde. Belegen ist ja kein Thema, da kann man sich nach Herzenslust austoben. Gibt ja auch fertige Teige, oder Mischungen … naja, oder doch mal wieder selber machen … ;)
Und Schinken auf einer Pizza, wie kann man nur … Bei Pizza bevorzuge ich die vegetarischen Variationen, Broccolli, Spinat oder bunt gemischt. Und Käse, viel guter Käse!
@ Sahanya: Ich mag Tomatensauce – ich lasse sie nur deshalb weg, weil man in einem normalen Backofen eine Pizza sonst nicht richtig knusprig bekommt. Es fehlen einfach die Steine, die ihre Hitze direkt an die Pizza abgeben können. Ich bin übrigens am überlegen, den Ofen mit Backsteinen auszulegen, das wäre auch fürs Brot backen eine gute Maßnahme …
@ Martin: Ich gebe manchmal zwar selbst einen TL Zucker zum Teig (dann geht die Hefe besser), aber das mit dem Honig klingt interessant – kann ich mir gut mit einem Thymian- oder einem herben Waldhonig vorstellen.
@ Anne: Großartiger Film!
@ Datenkind: Einfach mal ausprobieren. Macht wirklich nur unwesentlich mehr Arbeit als eine Fertigmischung und schmeckt 1000 Mal besser.
Falls Du das Bild irgendwo gefunden haben solltest, und nicht selbst aufgenommen, vergewissere Dich, daß Du auch die Rechte daran hast, sonst hast Du bald Post von einem Anwalt im Briefkasten …
Also ich kann durchaus Pizza selber machen (so wie hier http://nerd-am-herd.de/r/pizzamitgemuese.html zum Beispiel), deswegen esse ich aber trotzdem auch TK- und sogar Bringdienstpizza. Schließt sich für mich alles nicht aus.
@ buntklicker/Nerd am Herd: Nett, dass du dir Sorgen machst (du bist offensichtlich neu hier), aber Urheber- und Nutzungsrechte sind mir durchaus geläufige Begriffe – vom Verkauf letzterer lebe ich nämlich.
Das Foto ist übrigens von Kochbuchfotos.de, von mir gegründet u. a. – Zufälle gibt’s! – genau wegen der vielen Abmahnungen in den vergangenen Jahren.
Den Trick mit dem Anbraten kannte ich noch nicht – danke, das muss ich bei Gelegenheit ausprobieren. Man kann den Pizzateig auch portionieren und einfrieren; das nimmt natürlich vom Geschmack einiges weg, ist aber vielleicht für vielbeschäftigte Kochmuffel eine Option: Einmal Teig machen, viermal genießen :-).
In Italien habe ich letzte Woche ein Pizza genossen, wo nur der Teig und die Tomatensoße darauf im Ofen gebacken wurde. Nach dem Backen wurden dann aufgeschnittene Cocktailtomaten, Büffelmozarella und Basilikumblätter einfach draufgelegt. Das war allein von den Farben her schon ein Erlebnis, und hat superfrisch geschmeckt.
Wir verwenden schon seit sehr langer Zeit einen Stein im Ofen, die Ergebnisse sind um ein vielfaches besser.
Bei Pizza kann erhält man einen Boden der dünn und herrlich knusprig ist und das ganze Backen dauert nur wenige Minuten.
Beim Brotbacken kann man durch den Stein auch bedenkenlos den Herd öffnen ohne hinterher ein Brot mit Schliff zu erhalten. Die Backtemperatur bleibt durch diesen Wärmespeicher nahezu konstant.
Wenn es allerdings nur um den Wärmespeicher geht, kann man sicher auch beim Ofensetzer ein paar für sehr wenig Geld kaufen.
Ich bin auch ein großer Freund der italienischen Küche. Leider greife ich und meine Partnerin auch immer wieder zu Dr. Oetker.
Das Rezept macht mir aber Mut es doch mal selber zu probieren. Werden wir kommendes Wochenende mal testen und berichten.
Vielen Dank! :-)
Hallo Carlo, konnte dich Michaels Rezept überzeugen die Finger von Dr. Oetker zu lassen? :)
… zum Thema „knuspriger Boden“: ich habe in der Garage eine alte Marmorplatte von ca. 2 cm Stärke (wahrscheinlich ein Rest von einer Fensterbank) gefunden, die gerade so auf meinen Gitterrost im Backofen passt. Während ich den Hefeteig ansetzte, heize ich die Platte im Backofen bei höchster Temperatur auf. DAS gibt vielleicht einen Boden!
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