Liebes Tagebuch (100)
Ich habe in den letzten Tagen gerade im Zusammenhang mit der SPD so oft wieder etwas von Rückradlosigkeit gelesen, dass ich etwas verzweifelt bin. Nicht wegen der zukünftigen 10-plus-x%-Partei SPD, sondern wegen der fortschreitenden Rechtschreibschwäche unserer Bevölkerung. Ich kann ja noch verstehen, dass jemand z.B. „aus dem Stehgreif“ schreibt (richtig ist: aus dem Stegreif) – aber was für eine Vorstellung von der Sache mag wohl jemand haben, der von rückradlos bzw. Rückradlosigkeit spricht? Dass man nach hinten umfällt, weil einem dort ein Rad abhanden gekommen ist? Und gibt es eigentlich auch vorderradlose Menschen?
Ich klinge ungern undankbar, aber glaubt irgendjemand ernsthaft, ich würde anonym zugeschicktes Müsli in einer Verpackung ohne jegliche Aufschrift wirklich essen? Und anschließend auch noch hocherfreut darüber bloggen?
Mitte der 90er zwei Pfeffermühlen von Tupperware gekauft und regelmäßig benutzt. Vor kurzem ging eine kaputt. Mich vage an eine ziemlich lange Garantiezeit erinnert. Bei Tupper angerufen: „Kein Problem, wir schicken eine Mitarbeiterin vorbei, Sie bekommen natürlich eine neue.“ Kurze Zeit später bekam ich eine funkelnagelneue Pfeffermühle. Ein verbessertes Modell. Frei Haus. Phänomenal. Und Grund genug, hocherfreut darüber zu bloggen.
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Erst einmal Glückwunsch zum 100. Tagebuch-Eintrag! Dann die Geschichte in Sachen Müsli: Ich bekomme sowas ja nie. Hätte es aber auch nicht gegessen. Von Unbekannt? Neeee. Zu dubios…
Dass Tupperware so cool ist: cool. :-)
Danke!
Ja, ich fand das auch ziemlich cool, eine knapp 15 Jahre alte kaputte Pfeffermühle, für die ich nebenbei bemerkt gar keine Quittung mehr hatte, problemlos durch ein nagelneues Modell ersetzt zu bekommen. Man hätte ja durchaus auch einfach das abgebrochene Plastikteil an der alten Mühle ersetzen können, da hätte ich auch nicht gemeckert.
Im übrigen kann ich diese Mühle absolut empfehlen – erstens weil sich das Mahlwerk oben befindet (war auch bei der alten schon so, siehe Foto: links das neue Modell, rechts das alte) und man sie zur Benutzung umdreht (deshalb gibt es keine Mahlreste auf dem Tisch / im Regal / wo auch immer), und zweitens, weil das Mahlwerk nicht nur sehr leistungsstark, sondern auch aus Keramik ist; man kann also problemlos auch z. B. Salz damit mahlen, ohne dass da was rostet.

Eigentlich ist das Rückgrat ja ein aus der Mode gekommener Begriff; wobei, als meine Oma sich damals über ihre schmerzende Wirbelsäule beklagte, ich zuerst auch nicht wusste, welches Rad sie meinte und es in Beziehung zu „Ich fühle mich wie gerädert“ gesetzt habe.
Ich fühlte mich aber doch besser, wenn man der Rückgrat sagte, denn ich bezöge es dann vielmehr auf den Grat (des Berges, der Sägekante, usw.)
Oder kommt es von Gräte? Die Rückgrat ist aber akustisch ungeniesbar!
„Oder kommt es von Gräte? Die Rückgrat ist aber akustisch ungeniesbar!“
es heißt auch DAS Rückgrat :)
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