Liebes Tagebuch (205) – Dokumentationsimpuls
Das Phänomen ist generationen- und genreübergreifend: Selbst in der Oper wird zum Handy gegriffen. Ja, auch von mir … ;)
Siehe auch: Gestern Abend am Reichstag
Das Phänomen ist generationen- und genreübergreifend: Selbst in der Oper wird zum Handy gegriffen. Ja, auch von mir … ;)
Siehe auch: Gestern Abend am Reichstag
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Das japanische philosophische Konzept Ichi-go ichi-e (wörtlich „einmalige Zeit, einmalige Begegnung“) betont die Idee, dass jede Begegnung einzigartig ist und sich nie exakt wiederholen lässt. Es verweist darauf, dass kein Moment im Leben identisch zurückkehrt und daher jede Erfahrung besondere Wertschätzung verdient. Selbst wenn dieselbe Gruppe von Menschen erneut am selben Ort zusammenkommt, bleibt die jeweilige Zusammenkunft unwiederholbar – jeder Augenblick ist ein einmaliges Erlebnis.
Wir waren dieses Jahr im Sputnik-Kino in einer OmU-Silvester-Preview von „No Other Choice“ (deutscher Trailer). Angesichts eines 2-Meter-20-Mannes, der sich unter den auf Einlass wartenden Zuschauern befand, tuschelten wir uns noch augenzwinkernd zu, dass der doch wohl hoffentlich nicht genau vor uns Platz nehmen wird… Die Hoffnung hat sich indes nur so halb erfüllt: Zwar hat er mehrere Reihen vor uns gesessen, ragte aber dennoch ein wenig ins Bild, so dass wir die Untertitel manchmal nicht komplett lesen konnten. Hat uns aber nicht weiter gestört, so blieben wir in Bewegung, zumindest mit den Köpfen. Der Film ist übrigens sehr zu empfehlen, mit „Der phönizische Meisterstreich“ eines der Highlights 2025.
Der Heimweg mit dem Auto war eine Erfahrung für sich. Alle zehn Meter knallte, brannte und zischte es links und rechts, dass es nur so eine Art hatte. Stellenweise war der Rauch so dicht, dass ich nur Schritttempo fahren konnte. Und stellenweise war die Raketendichte so hoch, dass ich Gas geben musste. An einer Kreuzung zog ich es sogar vor, die rote Ampel zu ignorieren und zügig das Weite zu suchen, weil ein paar lustige Menschen anfingen, dicke Böller unter unser Auto zu werfen. Zuhause aßen wir noch Pfannkuchen, schönes Neues Jahr!
Es gibt wohl kaum ein zweites Produkt, dem es durchweg so sehr an auch nur minimaler gestalterischer Ästhetik mangelt wie der gemeinen Handzahnbürste. Und dazu diese Namen! Geht wirklich jemand in die Drogerie und verlangt nach einer „Dr. Best Vibration Multi Expert“? Oder fragt, in welchem Regal die „Colgate 360° White Expert“ zu finden ist? Oder die „V-Trim Präzision“?
Nun tun diese Zahnbürsten nicht nur dem Auge weh, sondern sind auch noch schlecht für die Umwelt. Sie sind nämlich so gut wie nicht recycelbar. Schätzungsweise landen jährlich 29,4 Milliarden Plastikzahnbürsten im Müll (Quelle: World Academy of Sciences Journal) – das entspricht ca. 600.000 Tonnen Plastikabfall pro Jahr allein durch Zahnbürsten.
Es gab eine Zeit lang – der Hersteller ist mir entfallen – einen Plastikgriff, auf den man Bürstenköpfe aufstecken konnte. Sie waren auch nicht besonders hübsch, vermieden aber immerhin einiges an Müll. Als ich letztens wieder Köpfe nachkaufen wollte, hieß es: Führen wir nicht mehr, war den Leuten zu umständlich.
Nach einer kurzen, nicht sehr erquicklichen Bambusphase benutzen wir nun The Humble Brush: der Griff hergestellt aus pflanzenbasiertem Material, biologisch abbaubar – und wohltuend schlicht gestaltet.
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FAQ (Häufig gestellte Fragen)