Was macht eigentlich
…… diese Pop-Sängerin aus den 80ern?
„Change“, „All Around the World“ oder „The Real Thing“ waren damals, in den späten 80ern und Anfang der 90er, wirklich prima Popsongs, die durchaus auch heute noch gut und gern anzuhören sind. Natürlich haben Sie längst erkannt, von wem die Rede ist: Lisa Stansfield. Man kann sie sicher nicht als Three-Hit-Wonder oder ähnliches bezeichnen (zumal sie auch noch ein paar andere Hits als die oben erwähnten hatte), aber seit ich kürzlich „The Moment“, ihre neueste CD, angehört habe, bin ich versucht, sie Three-Year-Wonder zu nennen. Was ja aber immerhin auch schon etwas ist.
Meine Empfehlung: Wenn Sie eine gute Erinnerung an Lisa Stansfield behalten wollen, verzichten Sie einfach auf „The Moment“. Dort finden Sie nämlich neben ein paar an die Wischiwaschi-Resultate irgendwelcher Casting-Shows erinnernde Schmusesongs nur Hauruck-Pop der simpelsten Sorte, produziert von einem Trevor Horn, der auch schon mal deutlich bessere Zeiten bzw. Ohren hatte. Die Mütze gibt es lediglich aus nostalgischen Gründen: 
…… die hübsche Diplomatentochter?
Kennen Sie noch „Smooth Operator“ und „Your Love Is King“? Natürlich – das war doch diese hübsche Diplomatentochter namens Sade, die damals sogar lila Latzhosenträgerinnen sich auf einmal zu sanftem Barjazzpop wiegen ließ. (Bei Gelegenheit erzähle ich vielleicht mal die Geschichte, wie ich meinen Kumpel Utz vor der größten Dummheit seines noch jungen Lebens bewahrte – sie handelt u. a. von Alkohol und einer Latzhosenträgerin reinsten Wassers. Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, wie der Bruder meiner damaligen Freundin (Muttersprache englisch) regelmäßig an die Decke ging, weil ich Sade konsequent – und in voller Absicht, ihn zu ärgern – nicht „Schadee“ aussprach, sondern „Säid“.)
Hat Säid (Hi, Edward ;-) nach ihrem zeitlosen Meilenstein-Album „Diamond Life“, das immerhin schon 1984 erschien, eigentlich noch etwas gemacht? Ja, zwei Jahre später wurde „Promise“ veröffentlicht, von dem man allerdings nur noch die ausgekoppelten Singles „Is It A Crime“ und „The Sweetest Taboo“ kennt.
1988 kam dann „Stronger Than Pride“ (das Titelstück war auch der größte Erfolg dieses Albums) und 1992 „Love Deluxe“ (mit „No Ordinary Love“), daneben gab es einige Best Of-Compilations und unzählige Remastered-Neuveröffentlichungen.
2000, acht Jahre später, erschien „Lovers Rock“, Sades bislang letztes Album (sieht man mal vom 2002er Live-Album „Lovers Live“, das keine neuen Stücke enthält, ab). Allerdings kommt sie – obwohl sie immerhin einen Grammy erhält – auch damit nicht annähernd an ihren Erfolg von 1984 heran.
Da die offizielle Website seit einigen Jahren nicht mehr gepflegt wird, und von den 14 dort angegebenen Fansites auch nur noch zwei online sind, steht zu erwarten, dass sich Sade noch viel Zeit lässt, bevor man wieder etwas von ihr hört. Nimmt man die Zeitabstände zwischen den letzten drei Alben (zwei, vier und acht Jahre) als Berechnungsgrundlage, erscheint ihr neues Album möglicherweise sogar erst 2016.
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immerhin hat sade ein paar alben rausgebracht. aber was macht gregg alexander von den new radicals? schreibt und veröffentlicht eines der besten alben überhaupt – und löst nach den ersten 2 singles die band auf. ächz… :(
Man kann auf den 8. Februar gespannt sein, da soll ihr neues Album erscheinen.
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