Drei Wünsche für Leopard
Trotz der seit kurzem schon wieder allenthalben gesichteten Lebkuchen ist Weihnachten ja noch ein bisschen hin. Leopard erscheint hoffentlich deutlich vor Weihnachten – hier mein Wunschzettel für den neuen Leopard-Finder:
1. Command-Y
In den alten Mac OS- Versionen (heutzutage gern auch Classic genannt) gab es den Finder-Befehl „Zurücklegen“ (siehe auch: Ich will „Zurücklegen“ wieder haben), mit dem man auf dem Desktop abgelegte oder versehentlich in den Papierkorb geworfene Objekte ruckzuck alle auf einmal automatisch in ihre Ursprungsordner zurückbefördern konnte. Das ist so dermaßen praktisch, dass ich bis heute nicht verstehe, warum man dieses Feature nicht in Mac OS X übernommen hat.
I Heart Blumenkohl-Y, demnächst auch als T-Shirt
2. Command-P
Ich hatte früher einen Linotype-Belichter, einen langsamen Linotype-Belichter. Wenn die 128 Seiten des allmonatlichen Stadtmagazins fertig layoutet waren, was für gewöhnlich auf den letzten Drücker passierte, mussten die diversen XPress-Dateien der verschiedenen Layouter so schnell wie möglich belichtet werden. Man konnte natürlich die halbe Nacht dabeisitzen und immer wieder dann einen neuen Druckjob aus XPress abschicken, wenn der letzte belichtet war.
Mit dem alten Mac OS konnte man aber auch alle XPress-Dokumente im Finder markieren, ⌘P drücken und im sich anschließend öffnenden XPress-Druckdialog die gewünschten Parameter einstellen, die für sämtliche Dokumente in der Schlange galten, und die dann fein säuberlich nacheinander abgearbeitet wurden. (Dumm war nur, wenn man am nächsten Morgen feststellte, dass nicht mehr genügend Film in der Kassette war.)
Warum der Mac OS X-Finder diese einfache Spool-Funktionalität nicht mehr enthält, ist mir ein Rätsel.
3. Command-.
So schön Spotlight ist, so dringend muss man es auch abbrechen können dürfen. Oder besser gesagt: Einfrieren. Eine Liste mit gefundenen Dokumenten, die ein bestimmtes Wort enthalten, ist so gut wie nutzlos, wenn sich diese Liste nach jedem Öffnen eines dieser Dokumente ständig wieder so aktualisiert, dass der Scrollbalken zurück nach ganz oben springt. Und man jedes Mal wieder raten muss, welches Dokument aus der Liste man wohl als letztes geöffnet hatte.
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Kommentare:
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zu Punkt 1: geht das nicht mit +z?
Nur sehr eingeschränkt. Man darf nämlich zwischendurch nichts anderes im Finder gemacht haben, da man immer nur den letzten Schritt rückgängig machen kann. Bei „Zurücklegen“ hingegen wurde der ursprüngliche Verzeichnispfad in der unsichtbaren DesktopDB gespeichert.
Ich habe früher z.B. gerne alle benötigten Dateien für einen zu bearbeitenden Auftrag auf den Schreibtisch gezogen, damit ich schneller herankam. War der Auftrag abgeschlossen, wurden sie mit „Zurücklegen“ in die ursprünglichen Ordner zurückbefördert. Das geht heute leider nicht mehr.
Für das Command-P-Problem gibt es eine (wenn auch nicht 100-prozentige) Lösung: Den Desktop-Printer. Man kann man unter OS X mit Hilfe des Printer Setup Utility einen Schreibtisch-Drucker anlegen. Einfach den gewünschten Drucker in der Liste auswählen, Shift-Command-D und den Drucker dort Speichern, wo man möchte. Danach kann man beliebig viele Dokumente auf den Drucker ziehen, die dann in die Warteschlange gehängt werden.
Einziger Nachteil: Der Drucker-Dialog wird nicht aufgerufen, sodass man keine Einstellungen machen kann. Das wäre durchaus noch wünschenswert.
Grüße Markus
klingt alles sehr vernueftig. mein neues MBP steht unterm schreibtisch und wartet auf den leo….
klisch: Warum denn darunter und nicht darauf? ;-)—-
Punkt 1) war mir bisher nicht bekannt. Ich kenne OS 9 zwar noch, aber bin mit 10.2 erst richtig eingestiegen. – Einen praktischen Nutzen hatte das sicher, aber es war wohl zu 100% propritär und damit auch fehleranfällig. Dass man bei einem BSD-Unterbau nicht auf derartige Features zählen kann, ist klar. Mit den Spotlight-Kommentaren oder anderen Meta-Daten des Finders könnte man das aber wieder reaktivieren. Das Problem könnte wohl eher in der Denkweise der Benutzer und der Vorgehensweise von Apple liegen. Womöglich gäbe es auch wiederum technische Probleme, wenn man 100.000 verschiedene Dateien aus 60.000 Verzeichnissen im Papierkorb liegen hat. Da kann schnell etwas durcheinander kommen und dann ist Ärger wortwörtlich vorprogrammiert. ;-)
Punkt 2) ist mir als Nicht-Printprofi auch noch nicht aufgefallen. Vielleicht gibt es da Lösungen von Drittanbietern?
Nr. 3) ist in der Tat nervig und ich frage mich, warum das nicht schon längst behoben wurde. Wahrscheinlich weil derart tiefgreifende (oh-wie-niedlich) Veränderungen™ nur mit dem neuen Systembuild kommen können. :-o
Musste gerade beim Durchblättern der 300+ New Features von Leopard an deinen Beitrag hier denken.
Apfel+Y kommt tatsächlich zurück, jedoch nicht in Form von „Zurücklegen“, sondern als Tastenkombination für Quick Look.
@ Philipp: Nette Seite – ich habe schon ein paar Kleinigkeiten gefunden, die mich glücklich machen ;-) z. B.:
Spotlight Application Launching
Launch applications quicker. The Spotlight default item is now the Top Hit, so if you search for an application, all you have to do is press Return to launch it.
Reopen Windows
Go back to a set of windows you were viewing after closing them or even after quitting Safari.
Mal sehen, vielleicht kann ich dann zukünftig auf Quicksilver und Saft verzichten …
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