Dreist geklaut (Update 2)
Einer der meist gelesenen Artikel auf esse est percipi ist „Grundausstattung freie Mac-Software“ aus dem Jahr 2006 (bisher 60.121 Aufrufe), was wohl nicht zuletzt auch dem Umstand zu verdanken ist, dass der Artikel bei Suchmaschinen ganz vorne landet, wenn man nach „freie Mac-Software“ sucht.
So hat ihn möglicherweise auch Peter Eichler entdeckt, der offensichtlich so begeistert davon war, dass er ihn vorgestern gleich für sein eigenes Weblog geklaut hat (danke für den Hinweis, Michel). Zitat: „… habe ich mal eine kleine Liste zusammengestellt und hoffe das diese über die Zeit mit eurer nützlich erweitert werden kann.“ Soso. Er hat also eine kleine Liste zusammengestellt. Mit Bildern, die ganz zufällig exakt die gleichen Dateinamen haben wie meine. Und Beschreibungen, die zum größten Teil wortwörtlich von meinen abgeschrieben sind:
Mit Quicksilver kann man den gesamten Mac über die Tastatur steuern. Das erste und wichtigste Programm, das bei mir auf neue Macs kommt.
Hiermit bekommt man den gesamten Mac über die Tastatur steuern. Das erste und wichtigste Programm, das bei mir auf neue Macs kommt.
Haben Sie Platzprobleme auf Ihrer Festplatte, können Sie mit Monolingual nicht benötigte Sprachpakete und/oder Systemarchitekturen aus Programmen entfernen.
Haben Sie Platzprobleme auf Ihrer Festplatte, können Sie mit Monolingual nicht benötigte Sprachpakete und/oder Systemarchitekturen aus Programmen entfernen.
Smultron ist ein Texteditor. Er beherrscht Syntax-Colouring für diverse Sprachen, zeigt eine HTML Vorschau, hat eine automatische Funktionsliste, kann über mehrere Dokumente suchen und ersetzen und vieles mehr. Sicherlich der beste freie Editor.
Smultron ist ein Texteditor. Er beherrscht Syntax-Colouring für diverse Sprachen, zeigt eine HTML Vorschau, hat eine automatische Funktionsliste, kann über mehrere Dokumente suchen und ersetzen und vieles mehr. Mit Abstand der beste freie Editor.
Und so weiter. Es ist immer wieder faszinierend zu beobachten, mit welcher Dreistigkeit manche Leute fremde Inhalte klauen und als eigene ausgeben, offensichtlich im festen Glauben daran, das bliebe unbemerkt.
Update 13:30 Uhr
Peter Eichler versucht, das ganze ein bisschen zu vertuschen: Der Quicksilver-Text wurde um den zweiten Satz gekürzt (ich persönlich verstehe ihn aber immer noch nicht), die bei mir geklauten Bilder wurden umbenannt, ein paar Programme, die nicht auf meiner Liste stehen, wurden hinzugefügt, und es gibt jetzt einen Link zu meinem Original-Artikel. Heute morgen sah die Seite noch so aus: Screenshot
Update 31.08.09
Unfassbar. Dafür, dass einem was geklaut wird und man darüber einen Blogeintrag schreibt, muss man sich von einzelnen Herren auch noch anpöbeln lassen. Nun gut, ich habe eine Kommentare geschlossen-Funktion eingebaut (hätte nicht gedacht, dass ich die mal brauchen würde) und für diesen Artikel aktiviert, bevor ich mir hier noch mal anhöre, das ich u. a. vollkommen verblödet sei.
Dieses völlige Unverständnis vor allem auch desjenigen, der meinen Artikel geklaut hat („Ich verstehe die ganze Aufregung nicht“) und diese, mit Verlaub, sackdämlichen Einlassungen, ich solle doch froh sein, wenn jemand meinen Artikel klaut, das sei ja schließlich so etwas wie ein Kompliment, haben mich zu folgendem Entschluss gebracht:
Beim nächsten Artikelklau, der auffliegt, werde ich mir gut überlegen, ob ich die Angelegenheit nicht von vornherein einem Anwalt übergebe – mit Vernunft ist einigen ja leider ganz offensichtlich nicht beizukommen. Und ein weiteres Mal werde ich mir hier von einigen den Spieß sicher nicht so umdrehen lassen, dass am Ende ich das Arschloch bin. Weil man mir was geklaut hat, wohlgemerkt.
Ich gebe der Gemeinschaft gern, siehe PixIcons, logFiler, Michmich, Designers Toolbox, meine Tutorials und Tipps usw. Und wenn man mich fragt, gebe ich in den allermeisten Fällen auch die Erlaubnis, einen meiner Artikel woanders zu verwenden.
Aber wenn das ungefragt geschieht, ohne Quellenangabe und ohne jegliches Schuldbewusstsein, und ich mir hinterher neben ebenso hanebüchenen wie hilflosen Ausflüchten sogar noch Vorhaltungen anhören muss, hört der Spaß auf.
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Kommentare:
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