Software-Patente in der Realität
Die Ein-Mann-Firma Eolas hat Microsoft wegen Patentverletzungen, die Plug-in Technologie des Internet Explorers betreffend, verklagt und 521 Millionen USD Schadensersatz zugesprochen bekommen. (Die Geschichte entbehrt übrigens nicht einer gewissen Ironie, denn Microsoft, selbst Inhaber eines veritablen Patentpakets, ist vehemente Befürworterin von Software-Patenten.) Daraufhin gab Microsoft bekannt, den Internet Explorer spätestens Anfang 2004 verändert auszuliefern – ab dann muss sich der User vor Aufruf eines Plug-ins wie z.B. QuickTime, PDF, Mediaplayer etc. durch eine Serie von Dialogboxen klicken.
Apple stellt für Web-Entwickler ein FAQ Dokument und eine Anleitung, wie man dann Websites mithilfe von Javascript Internet Explorer kompatibel macht, zur Verfügung.
Aber wer, außer natürlich Mike Doyle, der Inhaber und einzige Angestellte von Eolas, der plötzlich Multimillionär geworden ist, hat da nun eigentlich etwas von? Niemand. Software- und Logik-Patente waren, sind und bleiben Schwachsinn und behindern jeglichen Fortschritt. Janet Daly vom W3C:
We have experience and proof that the specter of a fee stops standards development cold. It doesn’t even have to be a firm guarantee. All you need is a little bit of fear, uncertainty and doubt that a developer is going to be slapped with a licensing fee, and the developer will leave that technology alone.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
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