Filme | Mittwoch, 5. Oktober 2005
Aus gegebenem Anlass darf ich noch einmal auf die wunderbare Dokumentation Berlin Ecke Volksbühne von Grimme-Preisträgerin Britta Wauer hinweisen – sie hat jetzt TV-Premiere am 12. Oktober 2005 um 20.45 Uhr auf ARTE.
Ich kenne den Film, weil ich – wie erwähnt – „Hausfrauentester“ beim Schnitt, der übrigens in kongenialer Weise von Berthold Baule erledigt wurde, war, und ich darüber hinaus – danke, Britta! – eine DVD zugeschickt bekommen habe.
Die Frankfurter Rundschau schreibt:
Es ist eine große Idee, diesem Platz einen Dokumentarfilm zu widmen, dessen Biografie auch die Biografie dieses Landes ist. Zumal einen Dokumentarfilm, der es versteht, die Aufnahmen und die Zeitzeugeninterviews so zusammen zu stellen, dass man vom Fluss der Ereignisse mitgerissen wird – ganz so, wie es den Menschen hier immer schon erging.
Hätte man solche Filme damals in der Schule gezeigt, hätte ich das Fach Geschichte ganz sicher nicht abgewählt.
Filme | Dienstag, 2. August 2005
Da ich beim Schnitt ab und zu mal „Hausfrauentester“ war, kann ich Freunden gepflegter Unterhaltung den Dokumentarfilm Berlin Ecke Volksbühne , der morgen in Erstausstrahlung auf Arte läuft, nur dringend ans Herz legen! Ein wunderbarer Film von Grimme-Preisträgerin Britta Wauer.
BERLIN ECKE VOLKSBÜHNE
am Mittwoch, 3. August, 20.50 Uhr auf ARTE
D 2005 | 52 Minuten
Kamera: Kaspar Köpke
Schnitt: Berthold Baule
Herstellungsleitung: Karsten Aurich
Regie + Produktion: Britta Wauer
„Im Film erinnern sich nicht nur ehemalige und heutige Anwohner, sondern es gibt auch jede Menge Archivmaterial unter anderem von Straßenschlachten aus den Zwanziger und Dreißiger Jahren, als hier die Zentrale der Kommunistischen Partei war. Außerdem gibt es Comics von Heinrich Zille, Jason Lutes und Oliver Grajewski, die alle ihre Motive rund um den Platz gefunden haben. Es gibt bewegende Erinnerungen und auch einige komische Momente.“
Update 3.8.
Arte hat sich gestern abend kurzfristig entschlossen, heute stattdessen einen älteren Film über das Königshaus der Saud zu zeigen; wahrscheinlich – Arte hält es offenbar nicht für nötig, Zuschauer oder Filmemacherin zu informieren – wegen des Todes von König Fahd. Ein neuer Sendetermin steht noch nicht fest.
Da der obige Link jetzt kommentarlos auf den Austausch-Film zeigt, hier ein anderer Link zum Originalfilm: Berlin Ecke Volksbühne
Update 4.8.
Britta Wauer hat mir gerade den neuen Sendetermin gemailt: 12. Oktober 2005. Ich werde hier zu gegebener Zeit noch mal darauf hinweisen.
Filme | Freitag, 8. Juli 2005
Ich habe Weblogs und News bis gestern sozusagen summend und mit zugehaltenen Ohren gelesen, da ich „Krieg der Welten“ möglichst unvoreingenommen sehen wollte. Visuell ist der Film wirklich hervorragend. Die Special Effects sind so real, dass man sie nicht mehr als solche wahrnimmt, wodurch die Bedrohung ziemlich greifbar wird.
Achtung, Spoiler:
Ärgerlich sind aber drei Dinge: Erstens, dass der Film schon ab 12 Jahren freigegeben ist, zweitens die Figur des Jungen (mal im Ernst: welcher 14jährige schließt sich freiwillig der Armee an, anstatt mit Vater und Schwester abzuhauen?) und drittens der uninspirierte Schluss. Waren das nun Bakterien oder Viren? Und wie genau konnten die die Riesenmaschinen killen? Welche Funktion hatten diese komischen blutroten Gewächse? Und warum wurden sie auf einmal weiß? Hat das Budget nicht mehr gereicht? War die Zeit zu knapp? Konnte Spielberg Tom Hanks Cruise nicht mehr ertragen? Der Fragen sind kein Ende …
Hier noch ein etwas merkwürdiges Zitat, dass so auch nur aus einem amerikanischen Drehbuch stammen kann: „Dad, sind das Terroristen? Aus Europa?“

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Filme | Mittwoch, 26. Januar 2005
Unentwegt Geräusche verursachende, rülpsende, schmatzende, schlürfende, gähnende, schnaufende, ächzende, tütenraschelnde, pausenlos an den falschen Stellen und über ihre eigenen Witze lachende, einen in den Nacken hustende, Gerüche absondernde, nach synthetischen Chipsgewürzen stinkende, alkoholfahnentragende, emotionsamputierte Menschen mit einer Aufmerksamkeitsspanne von Vierjährigen, die einen Disney-Film gucken.
Mit anderen Worten: Wenn Sie „House of Flying Daggers“ genießen wollen, gehen Sie besser nicht am verbilligten Kino-Dienstag ins UCI Zoo-Palast.
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Filme | Mittwoch, 1. Dezember 2004
Eine größere und ärgerlichere Ansammlung von stereotypen Charakteren mit flachschippigen Dialogen, faden Klischees, gähnenden Langweiligkeiten, dämlichen Zitat-Zitaten und trivialsten Allgemeinplätzen habe ich noch nie gesehen.
Ärgert man sich anfangs noch über die Drehbuch-Frechheit, in einer Kinoszene im Hintergrund ausgerechnet den zauberhaften „The Wizard of Oz“ laufen zu lassen, will man kurze Zeit später nur noch, dass es schnell vorbei ist. Davon, dass Angelina Jolie potthässliche Bananenlippen hat und dass Laurence Olivier wahrscheinlich im Grabe rotiert, will ich gar nicht erst anfangen – dieser Film erhält einen Ehrenplatz in meiner persönlichen Liste der zehn schlechtesten Filme aller Zeiten.
Wertung: Nullkommanull Kochmützen 
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Filme | Montag, 25. Oktober 2004
