Private Messen in Berlin GmbH: Immer mehr Geprellte
Als ich in meinem ersten Eintrag über die „Private Messen in Berlin GmbH“ (PriMe) beschrieb, wie sich diese Firma trotz eines Gerichtsurteils bis heute um die Zahlung meines Honorar gedrückt hat, wusste ich von zwei weiteren Dienstleistern, die ihr Geld von der PriMe entweder gar nicht oder nur zu einem ganz geringen Teil erhalten haben.
Mittlerweile haben sich auf diesen Eintrag (und auf die Fortsetzung) hin zwei weitere Leidensgenossen bei mir gemeldet: Victor Dewsbery, der in den Kommentaren seine Erfahrungen mit der PriMe schildert und Oliver Stark, der in einer E-Mail schreibt, dass ihm mein Eintrag wie ein Déjà Vu vorgekommen sei, er habe genau das selbe erlebt.
Damit wären wir nun also schon zu fünft.
Offensichtlich ist es bei dieser Firma übliche Methode, für jede ihrer vier Messen im Jahr einen neuen Designer zu beauftragen, und ihn anschließend entweder gar nicht zu bezahlen – wie es z.B. bei mir der Fall ist – oder ihn mit lächerlich kleinen Summen im Bereich von 20% der eigentlichen Rechnungssumme abzuspeisen.
Bei meinem letzten Telefongespräch mit PriMe am 14.06.2002 sagte mir Herr Münter, dass ich mich auf den Kopf stellen könne, ich bekäme mein Honorar nicht – wörtlich sagte er: „Gehen Sie doch vors Gericht, wenn Sie sich das leisten können.“
Nun, ich war zwar schon vor Gericht und habe auch gewonnen, allerdings stehen noch zwei weitere Rechnungen aus. Vielleicht gibt es dann ja gleich eine größere Verhandlung – mit fünf Geschädigten…
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Kommentare:
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Die von mir beauftragte inkasso-firma ist jetzt, nach dem ergebnisslosen Mahnbescheid und dem Vollstreckungsbescheid, beim Erlass des Halfbefehls gegen Münter und Co. Na mal sehen was da passiert … bin gespannt ;-)
Bei mir haben sie ja kurz vor einer bevorstehenden Pfändung ihrer Messe-Eintrittsgelder und kurz vor dem Haftbefehl dann doch gezahlt, wie auch nicht anders zu erwarten war. Sie ziehen es halt nur so extrem in die Länge (ein Drahtseilakt: irgendwann übertreiben sie es wahrscheinlich auch mal und fliegen runter), weil sie hoffen, dass man entnervt aufgibt.
Das sollte man aber keinesfalls tun. Ich wünsche jedenfalls viel Glück und würde mich über eine Erfolgsmeldung freuen…
Es gibt einen interessanten Artikel im „Berliner Bergsteiger“, Ausgabe Jan./Feb. 2004. Bei Bedarf kann ich diesen zur Verfügung stellen.
Hallo, willkommen in Club, mir fehlen noch 7.500 Euro, habe 2 x die Polnische Weihnachtsmesse (2002 + 2003), Ostsee- (2003 + 2004) und Ski & Schnee Messe (2003) gemacht, Flyer, Plakate, Einladungen u.s.w., als ich nach dem Geld fragte hat sich die Firma nicht mehr gemeldet. Es gibts noch eine Firma im unserem Club eine Druckerei in Polen, denen sind die 45.000 Euro schuldig.
Die Firma heisst jetzt Prime-Messe Marketing GmbH und der Geschäftsführer ist Herr Wolfgang Mleczkowski, sehr bekannter FDP Politiker in Berlin-Spandau ???
Übrigens die Idee von dir finde ich Prima.
Was machen wir ???
Grüsse
Ela
Das ist ja alles sehr interessant. Ich habe für PriMe letztes Jahr die Plakate für die Polnische Weihnachtsmesse drucken lassen und seitdem permanent nur Ausreden per Mail bekommen. Gerade als ich mich zum Mahnbescheid durchgerungen hatte, kam ein Brief von deren Anwalt, der die Firma entschulden wollte. In dem Schreiben wird den Gläubigern sofort 20% der Schuldsumme angeboten – sofern sich alle Gläubiger dazu bereit erklären würden. Üblicher Weise liegt solchem Schreiben eine Gläubigerliste bei und die Summen, die nicht bezahlt wurden. Das war hier nicht der Fall. Auf meinen Anruf beim Anwalt hin hieß es, dass es wohl nicht zu einer Einigung mit den Gläubigern kommen würde. Aber man würde mir die Liste noch zusenden, was bis heute nicht geschehen ist. Es geht bei mir um rund 1.300 Euro, davon sind 1.200 Euro die reinen Druckkosten, die ich an meine Druckerei bezahlt habe, aber von PriMe nie bekommen habe.
Nach meiner Information müsste die PriMe GmbH nun seit 15. Mai insolvent sein. Weiß jemand ob das so gekommen ist und ob ich trotzdem einen Chance habe an mein Geld zu kommen?
Für einen kurze Info wäre ich sehr dankbar. Meinens Wissens ist das vorsätzlicher Betrug und wenn Herr Mleckowski ein FDP-Politiker in Spandau ist, dann sollte man erst recht etwas gegen den ******kerl unternehmen.
Ich hatte ihm in einer letzten Mail gedroht, dass ich am nächsten Tag mit Verstäkung bei ihm auf der Matte stehen würde und dass er mein Geld bereit halten soll. Am nächsten Tag rief mich die Polizei auf dem Handy an: Herr M. hatte Anzeige gegen mich gestellt, weil er um Leib und Leben fürchten würde. Und die Poizei wollte nun wissen ob ich noch kommen würde. Das ist ein Ding oder?
Mir ist das in 15 Jahren zum ersten Mal passiert, dass ich absichtlich abgezockt wurde. Aber ich möchte das nicht einfach dabei belassen. Wenn mir also jemand helfen kann und mir sagt, was ich jetzt noch tun kann, wäre ich sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen an alle Geschädigten
Jürgen Unruh
Ich würde mal einen Anwalt befragen, ob es sich bei dieser Geschichte nicht um Insolvenzverschleppung handelt. Dann haftet der Geschäftsführer nämlich persönlich – und mit seinem Privatvermögen!
Zitat von wohnseiten.de:
Sehr häufig handelt es sich bei den insolventen Unternehmen um Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), deren Gläubiger in den meisten Fällen keine oder lediglich äußerst geringe Quoten zu erwarten haben, so dass es immer häufiger zu vollständigen oder zumindest überwiegenden Forderungsausfällen bei den Gläubigern kommt.
Unter bestimmten Voraussetzungen, die nachfolgend erörtert werden, besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, den Geschäftsführer der insolventen GmbH aus dem Gesichtspunkt der Insolvenzverschleppung auf Zahlung von Schadensersatz in Anspruch zu nehmen.
Gemäß § 64 I GmbHG haben die Geschäftsführer einer GmbH im Falle der Zahlungsunfähigkeit ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber 3 Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu beantragen. Dies gilt gemäß § 64 I Satz 2 sinngemäß, wenn sich eine Überschuldung der Gesellschaft ergibt.
Bei der vorstehenden Vorschrift des GmbHG handelt es sich um ein Schutzgesetz zu Gunsten der Gläubiger, so dass bei einem Verstoß gegen dieses Schutzgesetz eine Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers gemäß 823 II BGB eintritt.
PS. Ein Wort im Kommentar von Jürgen Unruh musste ich leider zensieren – ich bitte um Verständnis.
Nachdem Ela Kwasniewski mir mitteilte, dass der Geschäftsführer, Herr Mleczkowski, FDP-Politiker in Spandau ist (er vertritt den Bezirk sogar im Abgeordnetenhaus von Berlin), schrieb ich ihm eine E-Mail (mit CC an die Bundes-, Landes- und Bezirks-FDP), da ich selbst in Spandau wohne.
Er schrieb auch zurück: einerseits habe er schon lange nichts mit dem Unternehmen zu tun, andererseits könne er sich an meine Arbeit (vom Juni 2003) erinnern, die sei so grottenschlecht gewesen (wörtlich: mehr ein Kinderreim als ein Marketingtext), und ich solle mich gefälligst mit ihm, einem Marketingspezialisten und einem vereidigten Dolmetscher zusammensetzen, mit denen PriMe schon jahrelang zusammenarbeitet. (Wohlgemerkt: vereidigter Dolmetscher bin ich selber, aber im vorliegenden Fall ging’s nicht um Dolmetschen, sondern um Übersetzen).
Wobei mir auffällt: für jemanden, der angeblich nichts mit der Firma zu tun hat, ist er erstaunlich gut über Interna informiert und rührend bemüht, einen Dienstleister zum Honorarverzichtsbedrängungstribunal zu beordern (dabei geht es nur um ca. 200 EUR). (Ob er wirklich über meine Mitarbeit informiert ist oder nur einen Pauschalvorwurf aus der Klamottenkiste zauberte, lasse ich mal dahingestellt).
Die gänzlich fehlende Kenntnis eines FDP-Parlamentsabgeordneten über das Recht der Mängelrüge (Zeitbeschränkung, Nachbesserungsrecht usw.) wollen wir lieber mit dem Mantel des Schweigens umhüllen.
Unter http://www.mleczkowski.fdp-spandau.de/fraktion.htm brüstet er sich noch heute mit seiner Rolle als Geschäftsführer der Prime GmbH und mit der Tatsache, dass er Unternehmer ist (wobei nur ein Unternehmen im Text vorkommt—dreimal dürft ihr raten).
Ladet die Seite fleißig ‘runter und dokumentiert damit, dass er diese Eigenwerbung noch im Juni 2004 betreibt (je mehr Zeugen, desto überzeugender können eure Anwälte vor Gericht auftreten).
Bei meiner Forderung von 200 EUR werde ich selbst kein Gericht bemühen (der Weg zu Spandauer Wahlkampfveranstaltungen ist für mich bedeutend kürzer als der Rechtsweg). Aber ich wünsche euch anderen viel Erfolg—und vielleicht können eure Anwälte meine Erfahrungen mit in die Kanone stopfen.
Ich habe mir nun auch mal seine nette FDP-Seite angesehen und habe nicht schlecht gestaunt, als ich gelesen haben wo der Herr M. geboren ist.
In Königs Wusterhausen – also in meiner alten Heimat – welch schande!
Ach ja, natürlich hat die PriMe noch bei mir noch 900 Euro offen.
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