Kill Pasteboard XT
Es ist bestimmt 10 Jahre her, dass ich das letzte Mal ein QuarkXPress Dokument bekommen habe, das sich wegen fehlender Pasteboard XT nicht öffnen ließ – ich dachte, das benutzt längst keiner mehr. David Blatner nannte diese XTension, die ursprünglich mal Freeware war, „the worst disaster in desktop publishing history“.
Heute war es mal wieder so weit: „Dieses Dokument kann nicht geöffnet werden, da das XTensions Modul „Pasteboard XT“ nicht vorhanden ist.“
Glücklicherweise gibt es seit kurzem die Kill PB XTension auch für QuarkXPress 6. Damit lassen sich jetzt auch mit der aktuellen XPress Version Dokumente öffnen, die nach der Pasteboard XT verlangen.
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Kommentare:
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mann, das waren noch zeiten… mittlerweile zu indesign gewechselt – und es nicht bereut. die pasteboard xt war nur ein grund! :)
Dem kann ich mich nur anschließen: Es ist schon erstaunlich, wie Quark seine Vormachtstellung innerhalb kurzer Zeit verloren hat. Natürlich haben wir alle InDesign 1.0 belächelt, aber inzwischen haben die Adobe-Leute den Quark-Killer im Portfolio…
Die beste Quark-Version war m. E. v3.3.2; danach ist die Geschichte nur immer schlechter geworden.
Abgesehen davon, dass ich QuarkXPress heute wieder mal verflucht und in die Ecke gefeuert habe, weil es mir nicht gelingen wollte, ein einfaches CMYK TIFF von 220 MB in einen Bildrahmen zu importieren (unbekannter Fehler – ich mache es jetzt in InDesign) – das folgende habe ich im Oktober 2002 in einer Mailingliste geschrieben, aktuell wie eh und je:
[...]
Und hier noch drei Gründe, warum Quark Inc. von mir aus mit ihrer X-Version den Bach runtergehen kann, und zwar mit Anlauf, Blaulicht und waagerechtem Brotbeutel:
1. Das Dateiformat:
QuarkXPress ist meines Wissens das einzige Softwareprodukt weltweit, dass seine eigenen Dateien regelmäßig dermaßen beschädigt, dass zusätzlich eine Third Party Software gekauft werden muss, um die Dateien ansatzweise reparieren zu können. Ich habe die MarkzTools in 14 Jahren XPress Nutzung häufig einsetzen müssen, und mehr als einmal konnten sie die Dateien dann doch nicht mehr retten. (An dieser Stelle mal eine Info für die Leute, die InDesign nicht kennen: Stürzt InDesign ab und die letzte Sicherung liegt dummerweise bereits drei Stunden zurück – macht nichts! Beim nächsten Öffnen recovert InDesign das verlorengeglaubte Dokument, genau so, wie es vor dem Absturz aussah, aus einer Temp-Datei [die es bei XPress übrigens auch gibt, dort aber nutzlos ist].)
2. Der Support:
Rinnng…
Q Ja, hier Quark Deutschland.
M Guten Tag, das reformierte deutsche Wörterbuch von XPress 4 bringt völlig falsche Ergebnisse hervor.
Q Wissen wir.
M Aha. Und?
Q Es gibt doch wohl genügend Wörterbücher auf dem Markt, warum tun Sie uns und sich nicht einen Gefallen und kaufen sich einfach eins?!
M Wird Quark das nachbessern?
Q Nein, in absehbarer Zeit nicht. Frühestens mit v5, aber dafür kann ich meine Hand nicht ins Feuer legen.
3. Die Preispolitik:
Den Diskettensatz mit einer einfachen Neukompilierung des Quellcodes von der 68k auf die PPC Version hat sich Quark mit 800,- DM pro Lizenz bezahlen lassen. Die 3er Vollversion hat noch 2400,- DM gekostet, die 4er bereits 3600,- DM (Dongles müssen verdammt teuer sein…). Und bei Einführung von XPress 4.0 war die Windows Version 1200,- DM billiger als die Mac Version – ein ziemlicher Schlag ins Gesicht der Leute, die Quark erst zu dem gemacht hatten, was sie zu dem Zeitpunkt (noch) waren.
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