Netzwerk-Tipp: DNS-Server ermitteln und eintragen
Normalerweise werden DNS-Server Adressen vom Provider automatisch vergeben. So wird sichergestellt, dass auch bei Ausfällen einzelner Server eine Auflösung stattfinden kann. Es gibt – wie zur Zeit mal wieder viele T-Online User bemerken – allerdings immer wieder mal Schwierigkeiten bei der Auflösung von Adressen, was sich unter anderem dadurch bemerkbar macht, dass manche Websites erst beim zweiten oder dritten Aufruf „gefunden“ werden.
Als Zwischenlösung kann man die Adressen einiger Name-Server seines Providers in die Systemeinstellung Netzwerk eintragen, hier am Beispiel von T-Online dargestellt.
Alle folgenden Beispiele beziehen sich auf T-Online, können aber mit entsprechenden Anpassungen auch bei anderen Providern angewendet werden.
Die Name-Server von T-Online ermittelt man, indem man in einem Terminalfenster folgende Zeile eingibt und anschließend Return drückt:
dig ns t-online.de
Unter ANSWER SECTION erhält man einige Name-Server, in diesem Fall die Haupt-Name-Server von T-Online, von denen man die IP-Adresse wieder mit einer dig-Abfrage im Terminal ermittelt, Beispiel:
dig dns00.btx.dtag.de
Die IP-Adresse aus der ANSWER SECTION kann man nun in das Feld DNS-Server eintragen:

T-Online betreibt aber auch mehrere lokale DNS-Server – der für Sie gültige wird bei den obigen dig-Abfragen jeweils in der drittletzten Zeile angezeigt. In meinem Fall steht dort: ;; SERVER: 217.237.151.33#53(217.237.151.33). Diesen lokalen Server sollten Sie auf alle Fälle noch vor dem allgemeinen DNS-Server eintragen.
In welcher Stadt dieser Name-Server steht, ermittelt man übrigens wiederum mit dig:
dig -x 217.237.151.33
In der ANSWER SECTION wird der Server www-proxy.B2.srv.t-online.de aufgeführt, wobei hier das B2 entscheidend ist: B steht für (das Autokennzeichen von) Berlin und die 2 zeigt an, dass es sich um den zweiten Berliner DNS-Server handelt. Sollten Sie in Hamburg wohnen, heißt Ihr Server mit hoher Wahrscheinlichkeit www-proxy.HH1.srv.t-online.de.
Meine Tests in den letzten Tagen haben ergeben, dass der lokale DNS-Server von T-Online sporadisch immer mal wieder für ein paar Sekunden ausfällt und dann der eingetragene Haupt-Name-Server einspringt. Diese manuellen DNS-Einträge sollten allerdings wirklich nur eine Zwischenlösung sein, denn wenn beim Provider alles richtig läuft, ist die automatische Zuweisung immer noch am zuverlässigsten.
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Kommentare:
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; DiG 9.2.2 ns t-online.de
;; global options: printcmd
;; Got answer:
;; ->>HEADER
Sorry, irgendwas stimmt nicht hier.
Das kommt, weil ich rigoros alle Tags aus dem Kommentartext lösche. Dazu zählt alles, was sich zwischen spitzen Klammern befindet, und deswegen wird nach ;;>>HEADER alles abgeschnitten. Ich habe das jetzt mal so geändert, dass spitze Klammern in < bzw. > geändert werden. Dann sieht das Ergebnis aus dem Terminal so aus:
; <<>> DiG 9.2.2 <<>> ns t-online.de
;; global options: printcmd
;; ->>HEADER<<- opcode: QUERY, status: NOERROR, id: 44591
;; flags: qr aa rd ra; QUERY: 1, ANSWER: 4, AUTHORITY: 0, ADDITIONAL: 0
;; QUESTION SECTION:
;t-online.de. IN NS
;; ANSWER SECTION:
t-online.de. 86400 IN NS dns00.btx.dtag.de.
t-online.de. 86400 IN NS dns02.btx.dtag.de.
t-online.de. 86400 IN NS dns50.t-ipnet.de.
t-online.de. 86400 IN NS pns.dtag.de.
;; Query time: 60 msec
;; SERVER: 217.237.151.33#53(217.237.151.33)
;; WHEN: Thu Nov 11 08:05:01 2004
;; MSG SIZE rcvd: 124
; <<>> DiG 9.2.2 <<>> -x 194.25.2.129
;; global options: printcmd
;; Got answer:
;; >>HEADER<< opcode: QUERY, status: NOERROR, id: 54403
;; flags: qr aa rd ra; QUERY: 1, ANSWER: 1, AUTHORITY: 0, ADDITIONAL: 0
;; QUESTION SECTION:
;129.2.25.194.in-addr.arpa. IN PTR
;; ANSWER SECTION:
129.2.25.194.in-addr.arpa. 86400 IN PTR dns03.btx.dtag.de.
;; Query time: 67 msec
;; SERVER: 194.25.2.129#53(194.25.2.129)
;; WHEN: Thu Nov 11 11:18:02 2004
;; MSG SIZE rcvd: 74
Hmm, addr.arpa klingt aber sehr nach US-Militär? :)
Den www-proxy finde ich immer noch nicht.
Das ist in dem Fall dns03.btx.dtag.de, da scheint es also keinen lokalen DNS Server zu geben.
.arpa war die allererste Toplevel-Domain und wird im Zusammenhang mit der Subdomain in-addr heute noch zu Reverse-Lookups genutzt, mehr dazu im tecChannel.
Danke!
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