„Eine sehr, sehr zusammengefasste Geschichte der Bossa Nova“
Ein 20-minütiger Flash-Vortrag mit vielen Musikbeispielen vom in Wien lebenden Musiker Paulo Bitencourt.
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SWR2 »Dschungel«
Girls und Boys from Ipanema
Sendung am Donnerstag, 16.08.2007, 22.05 bis 23.00 Uhr, auch per Webradio
Bossa Nova – Musik der aufbegehrenden Jugend in Brasilien
Von Christiane Gerischer
Sie wollten unkonventionell sein und machten den Song „Desafinado“ – auf Deutsch „Verstimmt“ – zu ihrer Hymne. Sie rebellierten gegen ihre Eltern und den traditionellen Samba, sie wollten so cool sein wie ihre Idole in den USA, und fast alle liebten sie ein „Girl from Ipanema“. Diese junge brasilianische Musikergeneration entwickelte in Jamsessions ihre neue Musik, genannt „Bossa Nova“ – Neues Ding. Ende der 50er Jahre befand sich Brasilien im demokratischen und wirtschaftlichen Aufbruch. Optimismus und Weltoffenheit prägten die jugendliche Boheme in Rio de Janeiro. Musiker und swingbegeisterte Jugendliche suchten nach modernen Ausdrucksformen und fanden sie in den neuartigen Melodien und Harmonien von Antonio Carlos „Tom“ Jobim und im neuen Bossa-Rhythmus von Joao Gilberto.
SWR 2
Ludwig, vielen Dank für den Tipp, werde ich mir auf jeden Fall anhören.
Ich hoffe allerdings, dass der Hörbeitrag dann ein wenig gründlicher recherchiert ist als der Programmhinweistext: Bossa Nova heißt z. B. nicht „Neues Ding“ sondern „Neue Welle“, und die Musik hat sich mitnichten in irgendwelchen Jamsessions entwickelt, sondern war von Anfang an immer durchkomponiert. Bei der Komplexität der Musik ginge das auch gar nicht anders.
Außerdem rebellierte niemand gegen seine Eltern, ganz im Gegenteil: Die Bossa Nova entstand in den ausgesprochen gutsituierten und wohlhabenden Kreisen Rio de Janeiros, manche sagen dazu: Bohème, und die Texte handelten ausschließlich vom Strand, schönen Mädchen und Liebe.
Erst Mitte der 60er haben Künstler wie z.B. Gilberto Gil oder Gal Costa die Bossa Nova auch politisch genutzt.
Tja, bleibt die Hoffnung, dass in 55 Sendeminuten ohne Werbeeinblendungen ein bisschen was Erhellendes präsentiert werden wird ;-)
Schon bekannt?
Bossa Nova FM
Dummerweise habe ich die ersten 20 Minuten verpasst, aber hier mein Eindruck vom Rest der (durchaus unterhaltsamen) Sendung:
Ich war 1958 nicht dabei (leider) und kann auch kaum Brasilianisch, deshalb erübrigen sich Auseinandersetzungen über angebliche Bossa Nova Jam Sessions oder darüber, ob Bossa nun „Ding“ oder „Welle“ heißt. Tatsache ist aber, dass es einige eklatante Fehler in dem Beitrag gab – hier nur ein Beispiel:
Noch im gleichen Jahr nahmen sie (João und Astrud Gilberto) das „Girl From Ipanema“ auf, veröffentlicht wurde der Song jedoch erst zwei Jahre später, und kam 1964 ohne João Gilbertos portugiesischen Text in die US-amerikanischen Charts.
Mann, Mann, Mann: Die Musik ist von Jobim und der portugiesische Text ist vom Poeta, von VinÃcius de Moraes – das weiß eigentlich jeder, der sich mehr als 5 Minuten mit Bossa Nova auseinandergesetzt hat. Auch der englische Text ist übrigens nicht von Gilberto.
Dafür kam im Hörbeitrag dann anschließend ein Stück, Bim Bom, interpretiert von Sergio Mendes, dessen Musik und Text dann tatsächlich von João Gilberto war.
Alles irgendwie sehr durcheinander, schlampig recherchiert und uninformiert. Hätten sie mich mal um Rat gefragt … ;)
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