Flash-Cookies ablehnen
Safari fehlt bis heute eine Cookie-Verwaltung. Weil mir Session-Cookies in den allermeisten Fällen völlig genügen, ist meine Cookie-Datei deshalb seit ein paar Jahren schreibgeschützt.
Immerhin lassen sich HTTP-Cookies auch mit Safari anschauen und gegebenenfalls löschen. Was aber ist mit den LSO (Local Shared Objects), besser bekannt als Flash-Cookies? Schauen Sie, wenn Sie Mac OS X benutzen, doch mal spaßeshalber in den Ordner ~/Library/Preferences/Macromedia/Flash Player/#SharedObjects, dort gegebenenfalls in den/die Unterordner. Das, was Sie da sehen, sind alles Dateien, die da ohne zu fragen und ohne Verfallsdatum von irgendwelchen Websites mit Flash-Content, die Sie irgendwann mal besucht haben, abgelegt wurden. Und die browserunabhängig wieder ausgelesen werden können.
Was steht denn drin?
Zumeist werden in diese Cookies nur relative harmlose Informationen wie Lautstärkeeinstellung, Punktestand o. ä. eingetragen, ähnlich wie bei Browser-Cookies. Da das aber erstens so überaus intransparent geschieht und zweitens Datenschutzverletzungen Tür und Tor geöffnet werden, weil man darin eben nicht nur Lautstärkeeinstellungen speichern kann, verweigere ich seit einiger Zeit die Cookieannahme auf meinen Rechnern. Das kann man übrigens – ein weiterer Grund, warum mir das ganze ausgesprochen suspekt ist – ausschließlich über ein Web-Interface bei Adobe machen:

Dass das unter Umständen aber überhaupt nichts nützt, habe ich heute erfahren, als ich feststellen musste, dass trotz dieser Einstellungen doch schon wieder Flash-Cookies auf meinem Rechner gespeichert wurden:

Keine Ahnung, ob das an zwischenzeitlichen Flash-Player-Updates lag oder woran auch immer – für mich ist eine solche Vorgehensweise absolut inakzeptabel. Deshalb ist ab heute der #SharedObjects-Ordner ebenfalls schreibgeschützt. Sicher ist sicher.
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Kommentare:
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Danke für den Beitrag. Die Flash-Cookies sind weiterhin kaum bekannt. Ein LSO kann übrigens auch den Auftrag haben, ein gewöhnliches Cookie immer wieder zu erstellen (gewissermaßen unsterbliche Cookies). Unter den Verwendern von LSO sind jetzt schon viele bekannte Namen, etwa yahoo.com, youtube.com, amazon.com, flickr.com, twitter.com und googlesyndication.com. Lustig ist auch, dass Flash-Cookies browserübergreifend funktionieren.
Herzlichen Dank für den Tipp!
Vielen Dank für den Hinweis! Da denkt man doch glatt, man habe schon so einiges gesehen und schützt sich vor den Datenkraken einigermaßen und dann kommen solche Dinge hoch. TrackMeNot (nur für FF), Proxies, TOR, Adblock, Flashblock und NoScript-Erweiterungen wird jetzt wohl auch ein SSH-getunnelter Proxy im Ausland folgen. Sollen die Datensammler doch sehen, wo sie bleiben. ;-)
Echt ein toller Beitrag, gerade im Zusammenhang mit OTR die ja angeblich auch Flash-Cookies zum ausspionieren nutzen.
btw: mein Ordner is jetzt auch schreibgeschützt!
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