RSS est percipi?
Ich lese selten RSS-Feeds. NetNewsWire oder NewsFire sind Programme, die ich kaum benutze. Podcast Clients brauche ich schon gar nicht. Und warum? Für mich gehört einfach ein wenig mehr zum Lesen einer Website als eine auf die pure Information reduzierte Feedseite. Bestimmte Weblogs – ich bin ein Augenmensch – besuche ich sogar weniger wegen des Inhalts als vielmehr wegen der gelungenen Gestaltung. Warum geben sich denn die meisten Blogger so viel Mühe mit ihrem Site-Design? Damit man das ganze in CSS-losem Einheitsdesign in einem RSS Reader liest? Möchte ich etwa die Form oder die Page im Tageszeitungs-Design lesen? Ganz sicher nicht.
Aber Feeds lesen scheint beliebt zu sein – je mehr, desto besser –, und wenn ich manche Leute Screenshots der ungelesenen Artikel in ihrem RSS-Reader veröffentlichen sehe, erinnert mich das doch sehr an die Anfangszeiten der Mailinglists: „Ich habe 36 Listen abonniert, ich bekomme 750 Mails pro Tag!“, „Haha, ich kriege mindestens 1000!“, „Das ist doch gar nichts, bei mir sind es 1500!“. Schön, aber wer soll das alles lesen?
Dazu kommt, dass ich es etwas übertrieben finde, drei verschiedene Programme (Browser, RSS-Reader, Podcast Client) benutzen zu sollen, um auf dem laufenden zu bleiben. Mir reicht ein Browser in den meisten Fällen völlig aus. Podcasts starte ich im Browser, und wenn ich ein oder zwei Mal in der Woche NetNewsWire öffne, reicht mir bei meinen abonnierten Feeds der Anfang eines Artikels oder eine Zusammenfassung allemal. Anders gesagt: Mir geht es bei Feeds lediglich darum, ein Update einer wenig frequentierten Website signalisiert zu bekommen.
Gut, so sehe ich das. Viele sehen das völlig anders. Deshalb habe ich meinen RSS-Feed überarbeitet. Bis heute wurden die Artikel für den Feed auf 300 Zeichen (immerhin habe ich nicht mitten in einem Wort abgeschnitten, sondern immer danach) gekürzt, was aber u. a. das Problem mit sich brachte, dass HTML-Tags häufig nur unvollständig in den Feed gelangten. Ab heute gibt es nun den kompletten ersten Absatz jedes Artikel. Besteht der erste Absatz aus weniger als 200 Zeichen, wird der zweite Absatz auch mitgeliefert. Und wer will, kann ab sofort einzelne Kategorien abonnieren. Hier die Links zu den jeweiligen RSS-Feeds:
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Besserwisserei |
Bücher |
Digitale Welt |
Filme |
Fotografie |
Gestaltung |
Küche |
Leben |
Musik |
Webdesign |
Vollfeeds werde ich hier allerdings in absehbarer Zeit nicht anbieten. Dazu gibt es zu viele Websites, die – ohne mich jemals gefragt zu haben – meinen Feed in einem kommerziellen Umfeld veröffentlichen. Da mir andererseits das Argument, RSS-Feeds bequem und vor allen Dingen offline in der U-Bahn lesen zu können, durchaus einleuchtet, überlege ich, einen passwortgeschützten Vollfeed über Feedburner anzubieten – bei genügend Interesse. Und nur für vertrauenswürdige Leser ;-)
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Kommentare:
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Ich melde mich hiermit schon einmal für diesen passwortgeschützten Feed an ;-) Wie schon des öfteren kommentierenderweise gesagt, mag ich das Konsumieren von reiner Information. Und ich schätze es besonders, offline die kompletten Feeds lesen zu können (Vor allem, wenn ich in der Bahn sitze und wegen fehlender Steckdose nichts anderes am Kraftbuch machen mag als pures Lesen von vorher aktualisierten Feeds und eMails, um meinen Akku zu schonen.)
schönes ding, was’n service. meinereine liest ja immer in der firefoxsidebar zuerst mal, wer sich zu was ausgelassen hat und schau mir das dann in der originalumgebung an, wenn es mich interessiert.
Interessante Aspekte. Ich benutze RSS-Programme auch nur um auf dem Laufenden zu bleiben – wo sich was ändert. Die Beiträge lese ich dann ausschließlich im Browser (was aber ggf. auch an dem Mangel eines mobilen Endgeräts bei mir liegt :-)
Für mich dienen die Feeds nur als Hinweis, dass auf entsprechenden Blogs was neuens steht. Gelesen wird dann auch online, schon um auch gleich kommentieren zu können, bzw. die Kommentare zu lesen.
Kleinere Einträge lese ich meist im RSS-Reader (Sage), sobalds länger wird surfe ich die entsprechende Seite an und lese dort weiter. Deinen RSS-Feed habe ich garnicht abbonniert. Liegt daran, dass ich es geniese direkt bei dir vorbeizuschauen :)
Podcasting brauche ich nicht. Und einen separaten Feedreader auch nicht, da gibt es genug andere Möglichkeiten. Mein Browser versteht RSS, mein Mailprogramm ebenfalls und mein Instant-Messenger könnte es auch (gibt entsprechende Plugins ebenso wie Dienste, die einem das als normale Nachricht schicken).
Wenn der Artikel länger ist und lesenswert erscheint, oder ich an eventuell vorhandenen Kommentaren interessiert bin, öffne ich das dann im Browser :) Praktisch finde ich es dennoch, über neue Einträge schnell informiert zu werden.
Okay, da geht es wohl den allermeisten so wie mir: Ein RSS Feed ist dazu da, Neuigkeiten angezeigt zu bekommen. Die Neuigkeiten selbst schaut man sich dann aber im Browser an.
Tut mir leid, Gerrit ;-)
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