NKL-Wolf Staatliche Lotterieeinnahme wirbt mit E-Mail Spam
Heute kam neben dem üblichen englischsprachigen Spam auch mal wieder deutscher. Ein gewisser Heinrich Hesse (heinrich.hesse@kimble-corporation.com) schickte mir unter dem Thema „Eine Kurzgeschichte – Ein Essay“ eine nicht ganz rechtschreibfehlerfreie HTML-Mail, nach Spammerkriterien recht professionell gemacht, mit personalisierter Bild-URL (zum Verifizieren, ob der Empfänger die E-Mail geöffnet hat) und personalisiertem Link auf eine Seite der Kimble Corporation (hier die entpersonalisierte URL: http://nkl.kimble-corporation.com/nklmailer/intro), von der man direkt auf die Website der Wolf KG, Staatliche Lotterie-Einnahme der Nordwestdeutschen Klassenlotterie Saarbrücken gelangt.
Sehr geehrte Staatliche Lotterie-Einnahme Wolf: Auch wenn man sich einer Fantasiefirma bedient, die zwar ihre Whois-Einträge fälscht, die sich aber trotz der englisch aussehenden Eintragungen recht offensichtlich in Deutschland befindet (kimble-corporation.com ist über Schlund & Partner registriert, die IP-Nummer von nkl.kimble-corporation.com führt zur Hetzner Online AG in Nürnberg, die Ip-Nummer von kimble-corporation.com zur Mbase AG in Weinheim, die – falsche – Kontakt-Telefonnummer im Whois Eintrag beginnt mit +49), ist und bleibt es verboten, unaufgefordert Werbung per E-Mail zu verschicken. Sie haben deshalb auch eine E-Mail an NKLWolf@aol.com mit einem T5F erhalten, den zu beantworten Sie sich sicher die Zeit nehmen werden.
Zu Ihrer Information: Natürlich ist auch eine Beschwerde an die Abuse-Abteilungen der Hetzner Online AG und der Mbase AG rausgegangen.
Ähnliche Beiträge:
Meckern zu Ostern Gitarrenschrammelnde Landfrauen
Kommentare:
Bei den Kommentaren handelt es sich um fremde Inhalte, die sich „esse est percipi“ nicht zueigen macht. Verantwortlich für den Inhalt eines Kommentars ist der jeweilige Verfasser.
Kimble Corp. – wahrscheinlich ununterbrochen auf der Flucht…
hatte nicht kim schmitz mal solche firmennamen registrieren lassen? diese zum beispiel: http://www.kimble.org/
Danke für den Bericht und den Tipp! Da „Herr Hesse“ mir ebenfalls geschrieben hat, konnte ich das sofort nutzen :-)
Kimble now! Flieh, Kimble! :)
Eben rief mich eine Freundin völlig aufgelöst an, weil sie genau diese Spam-Mail bekommen hat. Sie dachte, dass was anderes dahintersteckt, weil sie im Moment schlimmen Liebeskummer hat. Ich habe die kimble corporation auf Verdacht als Suchbegriff ins Internet geschickt und bin auf Ihrer Seite gelandet. Ich werde mich Ihrer Beschwerde anschließen und danke für Ihre Recherche. Von alleine wäre ich nicht dahinter gekommen, da ich eher Laie bin.
Habe die kimble corporation auf Verdacht als Suchbegriff ins Internet geschickt und bin auf Ihrer Seite gelandet. Danke für Ihre Recherche.
Habe die kimble corporation auf Verdacht als Suchbegriff ins Internet geschickt und bin auf Ihrer Seite gelandet. Danke für Ihre Recherche.
Hallo,
Google sei danke, bin ich auch erst hier gelandet. Mir kam die Internetadresse sehr merkwürdig vor.
Was sagt eigentlich die NKL dazu?
Man muss der Mail lassen, dass sie ziemlich gut gemacht war. Und interessanterweise war auch dass Datum so verändert, dass die Mail weit hinten im Posteingang auftauchen musste
Dankeschön.
Auch mich hat der Herr Hesse heute erreicht. Danke für die Aufklärung hier, da auch ich zunächst mit der „kimble“ nichts anfangen konnte!
vielen lieben dank, dass sie so toll recherchiert haben. ich habe herrn hesse leider meine definition von glück geschickt, ich habe keine ahnung ob das öffnen dieser email ein fehler war. ich habe keinen link zu besagter homepage gefunden, auch die eingabe von www.kimble-corporation.com hat zu nichts geführt. ich hoffe, unser computer stürzt nicht zusamen, oder muss ich davon ausgehen??
lg j.
Seit wann stürzt ein Computer zusammen? *grins*
Jana: Da brauchen Sie keine Angst zu haben, ein Virus ist nicht mit im Spiel. Das Öffnen der Mail war möglicherweise nur insoweit ein Fehler, als das es (falls Bilder in Ihrem Mail-Programm automatisch angezeigt werden) dem Absender zeigt, dass Ihre Mail-Adresse gültig ist, da die Grafiken nachgeladen werden, und jeder Empfänger dieses Spams eine eigene personalisierte URL zum Nachladen dieses Bildes erhält. Folge: die Adresse ist beim Weiterverkaufen an andere Spammer mehr wert, da sie verifiziert ist, dadurch erhält man immer mehr Spam …
Faszinierend nicht wahr? Anscheinend hat sich da ein Scherzbold den Witz mit dutzenden von Emailadressen erlaubt! Und wieso verschicken die dann nicht eindeutige emails mit Werbung und so ein Heinrich Hesse Mist.
mfg
Christoph
Sehr geehrter Herr Franke,
Mit Bedauern entnehmen wir Ihrem Schreiben, dass unser Hinweis auf die ausführlichen Informationen zur Nordwestdeutschen Klassenlotterie auf unserer Homepage von Ihnen nicht erwünscht war. Wir mussten jedoch das Gegenteil annehmen, da Ihre E-Mail Adresse mit der Bitte um Information bei uns hinterlassen wurde.
Im Folge zu unserer schnellen, kundenfreundlichen Reaktion über das Internet wäre Ihnen, wenn Sie Ihre postalische Adresse mit angegeben hätten oder wenn diese leicht zu ermitteln gewesen wäre, dieser Tage auch noch ein Anschreiben mit Informationen zur NKL zugesandt worden. Dies haben wir jedoch gestoppt, da wir annehmen, Ihnen auch damit keine Freude zu bereiten.
Zur Speicherung von Daten in unserem Haus:
Außer der uns wohl nicht von Ihnen, sondern von einem Scherzbold, zugesandten E-Mail Adresse hatten wir natürlich bis zu Ihrer Reaktion keinerlei anderen Daten über Sie gespeichert.
Generell speichern wir nur die Daten unserer Kunden. Das heißt, von Personen, die ein Los zur Teilnahme an der Lotterie bei uns bestellen.
Daten unserer Kunden geben wir generell nicht weiter. Daten aus „Bestellungsmissbrauch“ werden von uns nur in derjenigen Lotterie gespeichert, in der die falsche Bestellung einging, um einen Nachweis gegenüber der Revision der NKL zu haben, warum über Lose verfügt wurde. Eine Weiterverwendung dieser Adressen verbietet sich schon wegen vorher erwiesenem Misserfolg.
Die Adressen von Personen, die Infomaterial über die NKL anfordern, werden von uns gespeichert, um auch zukünftig über wesentliche Änderungen des Spielplanes der NKL informieren zu können.
Aus unserer Info-Mail-Liste wurde Ihre E-Mail Adresse entfernt und unserer Liste „Mail unerwünscht“ hinzugefügt.
Derartige Adressen jetzt aber speichern zu müssen, um sie in irgendeiner Zukunft, in der vielleicht ein weiteres Mal jemand diese in unsere Infoliste einträgt, mit der Infoliste abzugleichen, läuft u.E. nun dem Gedanken des Datenschutzes ziemlich zuwider. Das bedeutet doch eigentlich, Daten zu sammeln, um die Menschen, die eigentlich etwas dagegen haben, dass ihre Daten gesammelt werden, davor zu bewahren, dass sie Kenntnis davon bekommen könnten, dass irgendjemand ihre Daten sammelt.
Mit freundlichen Grüßen
vom NKL-Wolf Team
Hm hab vergessen was zu fragen! Wie reagier ich jetzt glaub denen nämlich kein Wort! Nur wie beweisen?
grüße Christoph
Diesen Text haben wohl alle bekommen, die sich beschwert haben. Offensichtlich lag er von Anfang an in der Schublade. Aber immerhin gibt NKL-Wolf damit unumwunden zu, dass dieser Spam der Kimble-Corporation direkt von NKL-Wolf selbst veranlasst wurde.
Die Tatsache allerdings, dass NKL-Wolf nicht einfach die Daten löscht, sondern die E-Mail-Adresse zusätzlich einer internen „Mail-unerwünscht-Liste“ zufügen muss, ist ein mehr als deutliches Geständnis, dass E-Mail-Adressen eingekauft werden. NKL-Wolf muss nämlich beim nächsten Schwung eingekaufter Adressen diese mit der „Mail-unerwünscht-Liste“ abgleichen, um nicht doch wieder Spam an Leute zu verschicken, die sich bereits beschwert haben.
Dieses ganze Gerede von „irgendjemand“ oder gar einem „Scherzbold“, der die E-Mail-Adresse „mit der Bitte um Information“ hinterlassen habe, ist derart abwegig und dabei so unverhohlen gelogen, dass einem schwindelig wird.
Wenn NKL-Wolf nichts zu verbergen hat und tatsächlich das Lamm ist, als das es sich selbst hinstellt, warum dann diese Heimlichtuerei mit der Kimble Corporation, falschen Whois-Einträgen, diversen Servern bei diversen Anbietern, erfundenen Mail-Absendern etc. etc.?
Und wo genau ist eigentlich die Information, die ich angeblich angefordert haben soll, in der E-Mail zu finden? Dort sehe ich nämlich keinerlei Hinweise auf NKL-Wolf, sondern nur einen etwas dümmlichen Text, der wohl neugierig machen soll und der einen über eine Seite einer dubiosen Kimble Corporation auf die Website von NKL-Wolf lockt, ohne dass das in irgendeiner Form vorher angekündigt wurde.
Abgesehen davon, dass es völlig unnötig und zudem abwegig ist, widerspricht das Speichern von E-Mail-Adressen auch in einer „Mail-unerwünscht“ Liste ebenfalls dem Datenschutzgesetz. NKL-Wolf soll einfach meine Daten löschen und fertig. Ein entsprechendes Schreiben an NKL-Wolf mit dem Hinweis darauf, dass ich den Landesdatenschutzbeauftragten jetzt auf jeden Fall informieren werde, geht heute raus.
Vera*schen kann ich mich alleine.
Kann mir mal einer Erklären was diese Email bedeutet????? Und was die Kimble-Corporation ist???
Glauben ans Glück?? ist das Alles???
Ich habe diese Spammail auch bekommen, auch den Standardtet als Antwort.
Beschwerde an NKL ist raus und intern an die Rechtsabteilung weitergeleitet worden.
Wettbewerbszentrale ist sicherlich auch interessiert :-)
Ja ich hab heute noch ne email bekommen, weil ich dem herren nochmal geschrieben hab eben mit dem Vermerk das die jemand anders verarschen können! Wohlgemerkt die ganze Sache ist innerhalb der Frist eingetroffen und diesmal von einem gewissen herrn J. Schindler
Anbei einige Auszüge
„in den technischen Details bin ich nicht bewandert. Für die Abwicklung aller das Internet betreffenden Angelegenheiten haben wir als Dienstleister die Kimble Corp. Von dieser erhielt ich als Antwort, die Umleitung über einen anderen Server wäre nötig für den Nachweis, dass ein Kunde auch sein Los – Zertifikat erhalten hat, wenn wir diese an spielende Kunden aussenden. Und für die wenigen Infoanfragen hätte ich kein eigenes Programm gewollt, da wir diese auch mit dem vorhandenen abwickeln können. Das ist wohl wahr.“
soviel zum thema kimple! Was das ist frag ich mich allerdings immernoch.
„Normalerweise bekommen wir wenig Anfragen nach Infos – zumeist nur wenn eine andere Werbeaktion, wie ein Inserat, Brief- oder Verteilwerbung, vorausgegangen war. Im vorliegenden Falle hatten wir zwar auch einige Mailings versandt, die Menge der Infoanfragen hat uns jedoch überrascht. Nachdem wir aber bei 173 versandten Infobriefen mit 133 Beschwerden bedacht wurden, wundere ich mich weniger. Insofern haben Sie recht, wenn Sie an einen teilweise standardisierten Brief dachten.“
hab ich doch gesagt *g*
„Vor einiger Zeit bin ich gegen mehrere Kollegen vorgegangen, die im Rahmen von Telefonmarketing ihre Callcenter insofern nicht im Griff hatten, als dass sie direkte Abwerbung meiner Kunden betrieben haben, mit Bemerkungen wie: „Bei uns werden Ihnen die Lose computergeneriert mit höherer Trefferchance zugeteilt.“ oder ähnlichem Unfug. Da könnte durchaus einer auf die Idee gekommen sein, mich mit E-Mail – Adressen zu beglücken, die auch bei ihm schon zu Beschwerdeeingängen geführt hatten. 77 % Beschwerden meiner Ansicht nach 76 % zuviel.“
Wers glaubt! Frag mich was die für Kollegen haben und wie die Kollegen zu den Adressen gekommen sind.
Das war mal ein Auszug nett oder? Glauben tue ich denen das trotzdem nicht und deshalb geht auch am Montag gleich ne Beschwerde an meinen Landesdatenschutzbeauftragten raus.
Hab übrigens vor kurzem per Post Werbung von der Post bekommen! wollten mir Briefmarken verkaufen wie die auf die Idee gekommen sind mir sowas zu schicken dabei ich mich eher für Sportwagen interessiere ist mir immernoch schleierhaft.
grüße Christoph
Mittlerweile habe ich die Antwort der NKL, eigentlich eine Frechheit. NKL Wolf könnte die Herkunft der Email-Adressen nachweisen (mir gegenüber konnte NKL Wolf dies bisher nicht wirklich – außer der Geschichte mit dem Scherzbold). Weiter schreibt die NKL:
„Über den Inhalt sowie über die Angabe „Heinrich Hesse [heinrich.hesse@kimble-corporation.com]“ in der Absenderzeile dieser Werbe-E-Mail lässt sich – wie bei anderen Werbeaussagen auch – je nach Geschmack und persönlicher Einstellung sicherlich sehr unterschiedlich urteilen.“
Pff? Die scheinen solche Werbung noch zu unterstützen. Unfassbar!
Ich hatte die NKL auch direkt angeschrieben, mich über die unverlangte Werbe-E-Mail beschwert und um eine Stellungnahme gebeten.
Die Antwort, die ich am 12. Mai von der NKL erhielt:
Guten Tag, Herr Preidel,
nochmals vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Lose der NKL werden ausschließlich über staatlich zugelassene Lotterie-Einnahmen vertrieben. Unsere Lotterie-Einnehmer sind selbstständige Handelsvertreter, die ihren Geschäftsauftrag – dazu gehören auch die Werbemaßnahmen – eigenverantwortlich ausüben. Hierbei sind sie natürlich auch an die gesetzlichen Vorschriften und auch an die Vorgaben des Veranstalters gebunden.
Ihre Reklamation hatten wir daher unverzüglich an die Lotterie-Einnahme Wolf KG, St. Johanner Straße 41 – 43, 66111 Saarbrücken, E-Mail: nklwolf@aol.com zur Abgabe einer Stellungnahme weitergegeben.
Die Lotterie-Einnahme Wolf hat uns mitgeteilt, dass die beanstandete E-Mail ausschließlich an ehemalige Spielteilnehmer bzw. Internetnutzer, die um Informationen von der Lotterie-Einnahme Wolf gebeten hatten, versandt worden ist. Der Nachweis für eingegangene Informationsanfragen ist dem Dienstleister der Lotterie-Einnahme Wolf angabegemäß möglich.
Wir hoffen, Ihre Anfrage damit beantworten zu können. Gern stehen wir für weitere Auskünfte zur Verfügung.
Das, was Lotterie-Einnahme Wolf da behauptet, ist nicht nur eine Frechheit, sondern dummdreist gelogen. Die Dreistigkeit lässt sich u. a. auch daran erkennen, dass Wolf jemand anders, der sich über diesen Spam beschwert hat, folgendes geantwortet hat:
Wir erhielten bei 173 versandten Infobriefen 133 Beschwerden = 77 %. Das lässt vermuten, dass irgendjemand entweder uns oder die Adressinhaber ärgern wollte. Bei der Kollektion dürfte es sich um eine Zielgruppe von „Vielbeschwerern“ handeln, deren Vorgehen wahrscheinlich jemanden dazu angeregt hat, sie in Gang zu setzen.
Also was denn nun? Kann Wolf „eingegangene Informationsanfragen“ jetzt nachweisen oder hat man dem armen Opfer Wolf die Mail-Adressen untergejubelt? Wolf kann sich da offensichtlich nicht so ganz entscheiden.
Ich lasse da jedenfalls nicht locker und bleibe bei der NKL und beim Landesdatenschutzbeauftragten weiter am Ball.
Ach, das ist ja interessant – die gleiche Antwort der NKL habe ich auch bekommen. Ich ja schön zu sehen, wie intensiv die sich um Spam in „Ihrem Haus“ kümmern.
Ich habe die Wettbewerbszentrale und den Datenschutzbeauftragten eingeschaltet. Weitere Mittel behalte ich mir vor. NKL Wolf hat mir nach dem ersten Standardschreiben nicht mehr geantwortet …
Kommentar schreiben:
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Kommentare:
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Henning zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Mesrop zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Michael Preidel zu Hopper 1.0b7 (Update: 1.0b9)
Schlagwörter

