Interessantes Zeitdokument: Bereits zur Photoshop-Veröffentlichung 1990 gab es die – später ja noch intensivere – Kritik an der Manipulation von Bilddokumenten, „frightening possibility“, aber auch große Begeisterung: „It used to cost a million dollars two years ago but now with Photoshop and a Mac anyone can now do this at home for $800.“ Nun, soweit ich mich erinnere, haben meine zwei Disketten mit Photoshop 1.0.7 seinerzeit 1600,- DM gekostet – den Währungsunterschied gab es damals also auch schon ;)

In der guten alten Zeit, als Flickr und Instagram noch im großen Teich schwammen und man von so etwas wie Digitalfotografie noch nicht mal zu träumen wagte, wurde die Empfindlichkeit von Filmemulsionen in Din und ASA angegeben. Was heute ISO 50 ist, war früher 50 ASA bzw. 18 Din. Bei 400 ASA / 27 Din war Schluss, empfindlichere Emulsionen gab es nicht. Wollte man dennoch mehr, konnte man einen 400 ASA-Film auf 800 ASA belichten (auch „pushen“ genannt), was bei der Entwicklung berücksichtigt werden musste und ziemlich grobes Filmkorn verursachte.
Die ästhetischen Reize der Analogfotografie – Filmkorn, verblasste bzw. verfälschte Farben, gepushte Entwicklung etc. – sind mit den Digitalkameras für immer dahin. Aber wie ich bereits an anderer Stelle schrieb, sehnt sich der Mensch in diesen digitalen Zeiten nach ein bisschen analoger Wärme.
Mit 18Din, einer Photoshop CC-Palette, kann man sich die alten Zeiten von Farbnegativ- und Diafilmen ein bisschen zurückholen. Neben 20 Farb- und Schwarzweiß-Presets gibt es diverse Tools wie Vignetten, Filmkorn und Light Leaks. Unten sehen Sie die Palette und ein paar Beispiele.
18Din wird demnächst für 24,99 Euro erhältlich sein. Da ich die Palette selbst aber nur unter Photoshop CC2014 für Mac testen kann, suche ich noch zwei, drei Betatester, die 18Din auch unter Windows und Photoshop CC ausprobieren und mir Feedback geben wollen.

Die Photoshop-Palette mit Presets und Tools
Beispiele
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Es entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik, dass Adobe, die Firma, die noch vor nicht allzu langer Zeit von Apple vehement die iOS-Unterstützung der Flash-Technologie gefordert hat, jetzt bei Programm-Erweiterungen (beginnend mit Photoshop CC 2014) selbst jegliche Flash-Unterstützung einstellt und auf HTML5 setzt.
Was zweifellos ein vernünftiger Schritt ist, andererseits aber natürlich auch bedeutet, dass unter anderem sämtliche Photoshop-Erweiterungen, die mit Adobe Configurator 4 entwickelt wurden, von heute auf morgen nicht mehr funktionieren und neu geschrieben werden müssen.
Nachdem ich alle notwendigen (über gefühlt 297 Websites verteilten) Entwickler-Infos zusammengesucht habe, gibt es die Erweiterung Das gute Bild, 37 Photoshop-Aktionen für den professionellen Fotografie-Workflow jetzt auch für das kürzlich erschienene Photoshop CC 2014.
Mangels einer Windows-Version von Photoshop suche ich für die Photoshop CS6-Aktionen „Das gute Bild“ noch zwei Betatester, die die Aktionen unter Windows testen.
„Das gute Bild“: 36 Photoshop CS6-Aktionen für den professionellen Fotografie-Workflow inklusive eigener Photoshop-Palette.
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Das nenne ich ein echtes Photoshop-Desaster …
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Meine erste Photoshop-Version hieß 1.0.6 und kam 1991 auf zwei 3 ½ Zoll-Disketten. Seither hat sich viel getan.
Allerdings gibt es gerade bei der Bearbeitung digitaler Fotos immer noch nicht für alles einen Filter oder eine Korrektur auf Knopfdruck. Für ein perfektes Ergebnis muss man nach wie vor vieles mit der Hand erledigen: Schatten aufhellen, Spitzlichter abmildern, Sättigung und Dynamik anpassen, lokale Kontraste einstellen, Gradationskurven ändern, selektiv Scharfzeichnen usw.
Im Laufe der Jahre sind eine Reihe von Photoshop-Aktionen entstanden, die mich dabei unterstützen. Die wichtigsten sind sicher die zur Erstellung von Masken, mit denen ausgewählte Bereiche in einem Bild bearbeitet und/oder geschützt werden können. Mithilfe dieser Masken (und Kombinationen davon) kann man z. B. nur die Schatten eines Bildes entrauschen, oder nur die Mitteltöne scharfzeichnen, oder die Dynamik nur der schwächer gesättigten Vierteltöne anheben, oder die Gradation der Dreivierteltöne anpassen, oder nur die Flächen der stark gesättigten Dreivierteltöne weichzeichnen etc. pp.
Dazu kommen Standardaufgaben wie das Erstellen von Gradationskurven-Einstellungsebenen, Luminanz- und Dodge&Burn-Ebene, das Ändern von (lokalen) Kontrasten, das finale Schärfen für verschiedene Ausgabemedien und das Entfernen von Lichtsäumen. Für letzteres habe ich eine Aktion entwickelt, die nach dem Auswählen der Halos mit einem weichen Lasso den Rest automatisch erledigt – hier ein 100%-Crop, links vorher, rechts nachher:

Für die kreative Bildbearbeitung gibt es verschiedene Cross-Process-Aktionen, einige Schwarz-
Weiß-Konvertierungen, Split- und HDR-Tonings, natürlich Vignetten und eine automatische Dodge&Burn-Aktion. Alles passiert selbstverständlich auf neuen Ebenen, ohne dass das Ursprungsbild verändert wird.
Die „Das gute Bild“-Aktionen inklusive Tutorials und eigener Photoshop-Palette, mit der man die wichtigsten Aktionen immer parat hat (siehe Abb. oben) erscheinen demnächst.