Favnetz.de spamt (Update)
Ich hatte in meiner Naivität ja tatsächlich geglaubt, dass man ab dem 1. März keine deutschen Spam-Mails mehr erhalten würde. Gut, J. L. M., der Betreiber von favnetz.de, sitzt in Uruguay, den juckt das deutsche Telemediengesetz nicht – aber in so einem Fall kann man möglicherweise auch den Admin-C als Mitstörer zur Verantwortung ziehen.
Spam E-Mail von admin@favnetz.de
Warum spamt Favnetz.de?
Herr M., der Betreiber von favnetz.de, ist auch Erfinder und Vertreiber des „Internet Profit-Baukastens“, zu finden auf http://profit-module.de/acp/go.pl?l=index.shtml, wo er sich übrigens L. J. M. nennt. Kurz gesagt verkauft er dort einen Zugang zu von ihm gesammelten Presseveröffentlichungen (die im Internet in der Regel frei zugänglich sind) für 150 Euro pro Monat an Menschen, die dann mit diesem Content über auf eigenen Websites geschaltete Adsense-Anzeigen die 150 Euro quasi wieder reinholen sollen. Und mehr. Natürlich.
Glaubt man den Aussagen auf der Website, waren die 500 Vorzugspreis-Pakete innerhalb von 10 Tagen verkauft – das allein würde Herrn M. also monatlich 75.000 Euro in die Taschen spülen. Warum der Admin seiner Website favnetz.de (also wahrscheinlich er selbst) dann noch spammen muss, ist mir allerdings nicht ganz klar – ich persönlich würde mit so einem monatlichen Salär ganz gut auskommen.
„Das Zauberwort heißt multiplizieren“
Interessantes kann man im Blog von D C Wartenberger – von Freunden auch „Dougi“ genannt – nachlesen (http://www.ipb-tipps.blogspot.com). Ein Zitat:
Es sollte also in unserem Interesse sein, die Seite, sobald sie fertig ins Deutsche übertrgen ist, auch bekannt zu machen. Um so mehr Zugriffe täglich kommen, um so wertvoller wird unser Produkt. Die chinesische Bookmark Seite, von der das Script stammt, wurde nach nur 6 Monaten für 1 Mio. Dollar verkauft!
Ein weiteres Zitat aus Frau Wartenbergers Blog:
Das FavNetz ist wirklich eine super Möglichkeit für Webmaster im Stil der aktuellen Zeit über WEB 2.0 Traffic und Einkommen zu erzeugen. [...]
Also Leute, gebt Gas und ihr könnt noch dieses Jahr das nette Extraeinkommen von EUR 10.000,0 und mehr generieren. Vergesst aber darüber eure Portale nicht, erst wenn alle 30 eingerichtet sind, seid ihr im Plan und werdet auch sehen, dass das dann in eurem AdSense Account dementsprechend zu Buche schlägt. Ich kann bereits jetzt von den eingerichteten Portalen regelmäßige Einnahmen verbuchen. Das Zauberwort heißt multiplizieren.
Ich enthalte mich bewusst eines Kommentars zu den 30 Portalen und dem „Zauberwort multiplizieren“ – dazu kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.
Siehe auch Spammt Favnetz? bei Abakus. Dort diskutiert übrigens auch „Dougi“ mit und schreibt u. a. allen Ernstes: „Für ein besseres Ranking könnt ihr doch die Emails in Kauf nehmen, oder?“.
Update 16:50 Uhr
Interessanterweise ist der komplette „Spammt Favnetz?“-Thread bei Abakus, der mittlerweile auf über vier Seiten angewachsen war und in dem sich viele User über den Favnetz-Spam aufgeregt haben, gelöscht worden – auch im Mitgliederberreich ist er nicht mehr zu finden. Eine Forumssuche nach „favnetz“ ergab 0 Treffer. Was soll uns das sagen?
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Kommentare:
Bei den Kommentaren handelt es sich um fremde Inhalte, die sich „esse est percipi“ nicht zueigen macht. Verantwortlich für den Inhalt eines Kommentars ist der jeweilige Verfasser.
Wenn man jetzt geschwind im zweiten Zitat aus Frau Wartenbergers Blog die Worte:
„Webmaster“ durch „Jedermann“
„Web2.0“ durch „MLM“
„Traffic“ durch „Bekanntheit“
„Portale“ durch „Subliner“
ersetzt, woher weht dann der Wind?
Gruß,
Mirko
Was ein Witz…
Eine Video-Antwort auf die SPAM-Beschwerden von diesem Herrn… 99% Werbung für sein tolles Favoritennetz und diesen anderen Dienst.
> Was soll uns das sagen?
Das heißt, dass der Thread gemäß den Forenrichtlinien [1] gelöscht wurde um rechtliche Probleme zu vermeiden.
Der Forenbetreiber wurde schon diverse Male wegen solchen Sachen abgemahnt. Deshalb werden solche Diskussionen direkt nach Kenntnisnahme durch einen Administrator oder Moderator gelöscht bzw. in den internen Bereich verschoben.
Bei der momentanen Rechtslage bleibt einem da leider nichts anderes übrig, da man sonst als Moderator oder Administrator dafür haften kann und dementsprechend für die Abmahnungen blechen darf.
Ja, man könnte das vor Gericht abhandeln und vermutlich gewinnen – es wird ja nichts unwahres behauptet – das schützt einen aber nicht vor dem Stress den eine solche Abmahnung erstmal produziert. Und um diesen Stress durchzustehen fehlt einfach die Motivation und Zeit.
[1] u.a. http://www.abakus-internet-marketing.de/foren/viewtopic/t-4258.html
Wenn du aber Fragen zum Inhalt des Threads haben solltest, ich kann dir per Mail gerne Beiträge daraus zuschicken.
Ach ganz vergessen: Ich bin Moderator dort. Habe mit dem Verschieben des Threads aber nix zu tun, das war ne Kollegin.
Okay, das ist bedauerlich, in Zeiten des allgemeinen Abmahnwahns aber irgendwie auch verständlich. Ich habe in dem Thread bei euch zwar nichts gelesen, was nicht stimmte, aber wenn ihr zu Spam-Themen grundsätzlich keine Beiträge in eurem Forum dulden wollt, muss man das akzeptieren.
Der Beitrag wurde geloescht, aber im Google Cache findet man meistens noch Infos.
favnetz kotzt mich echt an. Bisher wusste ich nicht, dass die W***** in america del sur sitzen. Dann muss man sich eigentlich auch nicht um Abmahnungen kuemmern oder?
Hallo – lese das gerade.
Wir hatten ein Thema mit Spam von Mitgliedern die eine Sache etwas stark ausgenutzt haben.
Ich gehe mal davon aus das das Thema erledigt ist, wir werden da einiges nachbessern. Es war wie eine „refer a friend“ Sache gemeint.
OK ich will sicher keine Paragraphen reiten, doch ich werde meinen Deutschen Anwalt am Dienstag anweisen ein Eilverfahren gegen Dich zu beantragen etc etc …. 3/4/2007 – Lass also den persönlichkeitsverletzenden Teil aus Deinem Blog und ich werde sehen dass diese UCE Mail Sachen unterbleiben.
OK alles lieb gemeint – das wir nachbessern mußten bei der Security haben wir schon bemerkt. So bessere Du Dein Blog mal nach und dann sind wir Zen.
Um es mit Ihren Worten auszudrücken: Sie haben ein Thema mit Spam, der mit Ihren Mitgliedern rein gar nichts zu tun hat (diese unverlangten E-Mails stehen noch auf einem ganz anderen Blatt), sondern der vom Admin Ihrer Website höchstpersönlich verschickt wurde.
Ich habe mich bei Ihnen nicht angemeldet. Ich habe von Ihrer Website noch nicht mal was gehört. Und trotzdem bekomme ich Werbe-E-Mails von Ihnen, die ich nicht haben will. So etwas nennt man Spam. Und das ist – nicht nur – in Deutschland aus gutem Grund verboten.
Aber wenn Ihr deutscher Anwalt das „Eilverfahren“ wegen „Persönlichkeitsverletzungen“ gegen mich beantragt, wird er ganz sicher eine befriedigende Erklärung für diesen Spam haben …
Das braucht er nicht. Das eine berechtigt Sie nicht zum anderen.
Grundsätzlich ist meine Einstellung jedoch dass es uns beide nicht weiterbringt und wir anderes zu tun haben. Wir können uns ja gegeseitig bestreiten und sehen wer am Endeffekt auf höheren Kosten sitzen bleibt.
Bringt es nicht + oder? Die Entscheidung liegt aber bei Ihnen.
Es ist traurig zu sehen, was Herr Julius Moltgen hier veranstaltet. Ganz abgesehen von den ominösen User-Mails, die auch ich unaufgefordert zugesendet bekam (und auf die ich hier NICHT eingehe), deckte mich der Herr nun auch unter Verwendung des Absenders admin@favnetz.de mit Werbung für seine Präsenzen zu.
Favnetz, meint Herr Moltgen, sei vor allem auch für Webmaster attraktiv – bisher ist diese Seite allerdings für mich als Webmaster nur als ärgerlicher und nervtötender Spamversender in Erscheinung getreten. Wenn Herr Moltgen eine unaufgefordert und massenhaft versendete Email mit identischem Wortlaut und immer gleicher Absenderadresse nicht als Spam bezeichnen will, dann bin ich auf eine Erklärung gespannt.
Mit freundlichen Grüßen, ein von Favnetz belästigter Webmaster
Nun – es freut mich dass wir telefonieren konnten.
Ich entschuldige mich also nochmals offiziell bei Ihnen und anderen, die sich durch die Admin Mail belästigt fühlten.
Mails mit qxm.de in der Adresse werde ich heute von meinen Programmierern löschen und sperren lassen und hoffe das damit das Thema erledigt ist.
Nun – auf zu produktiven Dingen.
Eine schöne Woche noch.
Sehr geehrter Herr Julius Moltgen, ihre Programmierer sollten die Scripts ihrer Seite vielmehr so anpassen, dass Emails nur an Empfänger gesendet werden, die dem Empfang von Nachrichten mit Absender „favnetz.de“ auch zugestimmt haben. Bisher scheinen sie auf einen Adress-Pool zurück zu greifen, die – in welcher Form auch immer – aus dem Internet gesammelt worden sind.
Mit freundlichen Grüßem,
Jens
Herr Möltgen hat mich angerufen und sich für die Admin-Spam-Mail entschuldigt.
Da er das nun auch öffentlich gemacht hat, bin ich seiner Bitte nachgekommen und habe seinen Namen aus der Überschrift des Eintrags entfernt. Im Eintrag selbst habe ich seinen Namen abgekürzt.
Zur Erklärung: Ich bin zwar nicht dafür verantwortlich, welche Seite bei Google-Suchergebnissen als erste angezeigt wird, aber ich respektiere seinen Wunsch, seinen Namen aus der Geschichte herauszuhalten.
Ich scheue mich aber nicht, wieder Ross und Reiter zu benennen, sollte ich erneut mit Spam belästigt werden. Spam ist inakzeptabel, und wie man sieht, kann man durchaus etwas dagegen unternehmen, damit er zumindest ein wenig verringert wird.
Habe heute auch so eine E-Mail bekommen das mich ein Mitglied zum Spamnetzwerk Favoritennetzwerk hinzugefügt hat.
Bin am überlegen ob ich das im Blog mal publik mache…
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