Meta: Eigener URL-Shortener
Nicht, dass ich übermäßig twittern würde – ganz im Gegenteil. Aber für meine automatisierten Twitter-Meldungen bei einem neuen Blog- oder Notizbucheintrag nutze ich ab sofort nicht mehr tinyurl.com, sondern einen eigenen URL-Abkürzer. Die Problematik mit der Abhängigkeit von fremden Diensten hat man gerade erst wieder schön gesehen, als tr.im ein paar Tage abgeschaltet war.
Hinter den Kulissen
So funktioniert’s: Aus Buchstaben und Zahlen wird eine eindeutige vierstellige Kombination gebildet und zusammen mit der zu kürzenden URL in eine Datenbanktabelle geschrieben.
Beim Aufruf einer qxm-URL wird diese daraufhin überprüft, ob sie nach dem ersten Slash eine exakt vierstellige Buchstaben/Zahlenkombination enthält. Wenn ja, wird die zugehörige URL aus der Datenbank geholt und der Browser per Header-Anweisung auf den entsprechenden Eintrag weitergeleitet.
Die Kurz-URL für diesen Beitrag: http://qxm.de/9uTQ.
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Kommentare:
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Fehlt nur noch ein öffentliches API, und einer steilen Karriere im „Web 2.0“ steht nichts mehr im Wege. ;-)
qxm.de ist als Domain Name ja hervorragend für die Aufgabe geeignet – abstrakt, einprägsam und kurz. Und bei einem Zeichenvorrat von 60 Zeichen kann man knapp 13 Millionen Links in vierstelligen Codes unterbringen. ;-)
Prima Idee … nur geht dann Michaels Webhoster früher oder später auf die Barrikaden ;-)
Das Problem bliebe ja dasselbe – wenn qxm.de irgendwann mal geschlossen wird, funktionieren die ganzen abgekürzten Links nicht mehr. Ich finde es tatsächlich am sinnvollsten, wenn jeder seinen eigenen Dienst macht – sofern man das kann, natürlich.
Die Implementierung ist absolut unaufwändig: Insgesamt habe ich in der PHP-Datei, die bei einem neuen Blogeintrag die entsprechende Twitter-Meldung automatisch absetzt, ca. 25 Zeilen PHP-Code eingefügt, in der index.php, wo geprüft wird, ob es sich um eine gekürzte URL handelt, sind ca. 10 Zeilen PHP dazugekommen.
In dieser Form ist das natürlich speziell auf meine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten, aber wenn genügend Interesse besteht, kann ich gerne mal genauer beschreiben, wie man das für seine eigene Website umsetzt.
Die kurze Adresse kann man auch (halbwegs) standardisiert erkennbar machen.
@Martin: Danke für den Link, interessanter Ansatz.
Ich werde demnächst mal Shorturls für alle alten Einträge machen lassen und als link rel="shorturl" einbauen. Bleibt allerdings die Frage, ob es überhaupt schon Applikationen gibt, die das nutzen …
Ob es schon Applikationen gibt die rel=„shorturl“ erkennen dürfte ein Henne-Ei-Problem sein. Wenn es keiner nutzt, wird es auch keine Applikationen geben.
Was wohl jeden SEO bei eigenen Short-URLs in den Wahnsinn treiben würde, wäre wohl der doppelte Content den man damit generiert. Generationen von SEOs haben sich die Haare gerauft wie man ihn z.B. unter WordPress vermeidet und dann kommen Short-URLs auf der eigenen Webseite in Mode… ;)
Gute Sache. Kann dir nur zustimmen was fremde Dienste angeht. Allerdings kann man das leider nur machen, wenn man denn auch eine kurze Domain sein Eigen nennt…
@Ralf: Das Problem ist bekannt, deshalb wird der URL-Redirect auch mit dem HTML Status Code 301 (=moved permanently) vorgenommen. Für Suchmaschinen heißt das, dass der Inhalt der aufgerufenen kurzen URL permanent auf die lange URL umgezogen ist.
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