Mit der Post werde ich in diesem Leben nicht mehr warm
Wir leben ja im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, und das WWW ist auch schon knapp 20 Jahre alt. Was also liegt näher, als online nachzuschauen, wie viel Porto man auf eine 150g schwere Versandtasche kleben muss? Nichts. Gesagt, gestern auch getan – nach ein paar Eingaben wurde das Ergebnis angezeigt: 1,45 Euro. Und unter dem Preis gab es gleich einen Button Marke drucken – praktisch, dieses WWW, das erspart mir das Anstehen in der unterbesetzten Filiale, dachte ich und drückte drauf.
Auf der nächsten Seite wählte ich ein nicht zu kitschiges Motiv (was nicht ganz einfach war), kontrollierte noch einmal den Warenkorb (1 Stück Großbrief 1,45 €) und klickte auf Weiter.
Und sah das:
Warum es nicht möglich ist, per Kreditkarte zu zahlen, obwohl unter Bezahlart steht: „Die Bezahlung erfolgt bei den Bezahlarten Kreditkarte, PayPal und giropay auf externen Seiten“, ist schon mal das erste Rätsel.
Das zweite, viel größere, aber ist, warum ich 10 € bezahlen muss, wenn ich doch lediglich eine Briefmarke für 1,45 € kaufen und ausdrucken möchte. Des Rätsels Lösung:

Dieser Text wird übrigens auch angezeigt, wenn man PayPal als Bezahlart auswählt.
Ich fasse mal zusammen
Wenn ich eine Briefmarke für 1,45 € kaufen und auf meine Kosten ausdrucken möchte, muss ich 10 € bezahlen, weil die Post einen willkürlichen und nicht nachvollziehbaren Mindestzahlbetrag festgelegt hat. Den Rest von 8,55 € „für meinen nächsten Kauf“ bekomme ich nur nach einer Zwangsregistrierung gutgeschrieben.
Wir leben im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, und das WWW ist nun auch schon knapp 20 Jahre alt. Die Post scheint allerdings in irgendeinem Wurmloch steckengeblieben zu sein. Im Jahr 1985.
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Kommentare:
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Schau Dir doch einfach mal die Kostenstruktur von PayPal an: 35Cent + 1,9% des Umsatzes. Bei den anderen Zahlungsmöglichkeiten wird es nicht besser sein.
Natürlich könnte die Post auch diese Gebühren auf den Kauf aufschlagen und Du hättest für Deine 1,45€ Marke 1,83€ zahlen dürfen. Wäre Dir das lieber gewesen?
Hätte mich auch gewundert, wenn das so einfach geklappt hätte. ;-)
Sabiene
@M. Jung: Immerhin spart die Post nicht nur die Herstellungs-, sondern auch die kompletten Vertriebskosten. Und dazu blockiere ich keinen Schalter, wenn ich eine Briefmarke für 1,45 € kaufe. Das übersteigt – grob überschlagen – die Geldtransfer-Kosten doch ziemlich deutlich.
So, wie es die Post zur Zeit handhabt, sieht es jedenfalls so aus, als ob sie gar nicht will, dass Gelegenheitsverschicker ihre Marke selbst ausdrucken.
Das gleiche habe ich auch schon erlebt, ich hab dann gleich zwanzig 55 Cent Marken gekauft- die reichen jetzt wahrscheinlich für die nächsten 10 Jahre… :)
Danke fürs Erinnern an mein immernoch bestehendes Restguthaben, welches nach einem identischen Erlebnis nie wieder zum Einsatz kam…
Was auch ziemlich lustig ist: Paketmarken kann man unter 10 Euro kaufen. Hab ich letzte Woche erst gemacht. Sollte also auch für Briefmarken gehen. Meine ich.
Mindestbestellwerte gibt es schon länger als es das Internet gibt. Und zwar im Internet wie auch in der „analogen“ Welt. Ist vollkommen nachvollziehbar und bestimmt auch schon von Ihnen x-Mal akzeptiert worden – allein durch einen entsprechend hohen Kauf in Onlineshops, die auch Mindestbestellwerte haben.
Kontra-Meckerei
Lieber rw,
ich weiß, Trolle soll man nicht füttern. Aber ich kann's mir doch nicht verkneifen: Warum sollte man diesen Mindestbestellwert akzeptieren? Dass das Zusenden eines Pakets Geld kostet und ich daher nicht erwarten kann, versandkostenfrei einen Artikel für 5 EUR per Paket zugeschickt zu bekommen – geschenkt. Aber in dem Fall entstehen der Post wirklich nur Finanztransaktionskosten. Selbst den Ausdruck übernimmt der Kunde ja selbst.
Schlimmer noch: Bei Online-Shops kann ich bei Nichtgefallen einen anderen Laden (Online oder Offline) wählen. Bei der Post nicht, und genauso verhält sie sich auch.
Interessant ist auch, daß man auf der DHL-Homepage seine Online-Paketmarke passend zahlen kann.
Auf der Homepage der Post sind zwar auch DHL-Marken erhältlich, aber nur nach einem Sprung durch besagten 10€-Reifen. Mir scheint das eher Willkür als Notwendigkeit zu sein.
Wie oben schon erwähnt, kann man bei der Post (bzw. bei DHL) bei Päckchen/Paketmarken sehr wohl Beträge unter 10€ ganz normal bezahlen. Was das andere jetzt soll, weiß ich wirklich nicht. Ich hätte da allerdings nicht lange rumgetan und einfach ein Zehnerpack Marken gekauft. Man will ja auch nicht für jeden Brief wieder ne Viertelstunde auf der Post-Seite verbringen?
Kauf für den Rest doch einfach eine Großpackung Briefmarken für deine e-Briefe (Das sind kostenpflichtige eMails!) bei der Post ;-)
Ich bin froh, dass es den Dienst überhaupt gibt, meine Frau verschickt öfters mal was als Brief, ich weiß gar nicht, wie viele Gänge zur Post oder Fummeleien am Briefmarkenautomaten mir der Service schon gespart hat. Ganz praktisch ist auch, dass man so „Komplettlabel“ drucken kann, Empfängeradresse, Absenderadresse und Briefmarke auf ein Stück Papier, ausdrucken, aufkleben, fertig. Als Häufigbenutzer stört mich auch die 10-Euro-Schwelle nicht, ich bin da registriert und das wird vom Konto eingezogen. Bequem und keine Mehrkosten, mir reicht es.
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