Bye bye, Mac OS X Updates
Vier Prozessorkerne mit 2,66 GHz und 12 GB RAM sollten für jedes moderne Betriebssystem ausreichen, möchte man meinen. Aber da macht man die Rechnung leider ohne Apple: Auf meinem Mac Pro 1,1 von 2006 lässt sich das heute veröffentlichte Mac OS X 10.8 (Mountain Lion) nicht installieren: „You will need to upgrade your computer before using Mountain Lion.“
Okay, der Rechner hat eine betagte und von Mountain Lion nicht unterstützte Grafikkarte, aber auch wenn ich die aufrüsten würde, wird die Installation verweigert. Dabei wäre es sicher ein nur minimaler Aufwand gewesen, Unterstützung für 32-Bit EFI Firmware zu programmieren, zumal die CPU vollständig 64-Bit tauglich ist, und man bei den Betas daneben auch zusätzlich einen 32-Bit Kernel mitgeliefert hat.
Dass auch ältere Mac Pros locker in der Lage sind, mit 10.8 ihre Dienste zu verrichten, zeigt die Anleitung von Jabbawok: How I installed Mac OS X 10.8 Mountain Lion on my 2006 MacPro 1,1. Mir ist das aber, ehrlich gesagt, zu umständlich. Viel zu umständlich. Ich benutze Apple-Rechner, weil ich eben nicht basteln will. Außerdem weiß noch niemand, was bei einem OS-Update passiert.
Nun gut – bedauerlich, aber so lange mein Mac, übrigens der beste den ich je hatte, und auch mit komplexen Aufgaben leistungsmäßig eher unter- als überfordert, nicht aufgibt, gibt es eben keine Updates mehr.
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Kommentare:
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Einerseits kann ich deine Argumentation verstehen und damit hast du auch vollkommen recht. Jedoch kann ich auch versehen, das Apple seine User zu einem Hardware-Upgrade zwingen will, weil die Entwicklung von OS X 10.8 wahrscheinlich nicht mit 16€/User gedeckt wäre.
Apple hat die Pro-User aus den Augen verloren ;-)
So ein wenig Stirnkräuseln bekomme ich schon, wenn ich das so lese. Ich arbeite zwar auf einer Hardware die das neue OS mitmacht, aber ich bekomme es nicht übers Herz, zu wechseln. Den Sprung zu Lion hatte ich ohnehin schon ausgelassen.
Ein bisschen fühle ich mich, wie meine älteren Kollegen seinerzeit, als ich immer jedes Update sofort geladen habe und das von diesen immer mit einem mitleidigen Blick quittiert wurde. Ewiggestrige habe ich gedacht.
Jetzt zähle ich ebenfalls zu den Hinterherhinkern in Sachen OS. Aber es läuft einfach reibungslos mit dem 17er MBP, dem SnowLeopard, der Peripherie und vor allem mit der Software.
Letztlich ist es bei mir ebenso wie du schreibst: Solange die langsamste Komponente vor dem Bildschirm sitzt (und die Technik läuft) sehe ich keinen Grund zur Aufrüstung.
(Und wenn ich dazu gezwungen werden soll schon mal überhaupt gar nicht! ;-))
Apple hat die Pro-User aus den Augen verloren ;-)
Stimmt genau. Apple entwickelt sich bedauerlicherweise immer weiter weg von den Wurzeln. iPhone und iPad sind unbestreitbar wegweisende Produkte, aber zum Arbeiten brauche ich immer noch einen Mac.
Ich persönlich bevorzuge Desktop-Rechner, und um diese Produktlinie (und deren Käufer) kümmert sich Apple bestenfalls noch halbherzig. Man sehe sich nur mal die im Juni 2012 nach über zwei Jahren erstmalig upgedateten Mac Pros an: Kein Thunderbolt, kein USB 3, Prozessoren und Grafikkarte aus dem Jahr 2008.
Warum sollte ich also einen neuen Mac Pro kaufen? Damit Mountain Lion darauf läuft?
Mir gehts ähnlich wie Mirko. Auch ich habe ältere Gerätschaften von Apple, die ein Update vertragen könnten. Auch an einigen wenigen neuen Funktionalitäten von Lion/MountainLion könnte ich mich durchaus auch erfreuen. Befremdlich für mich aber zum Beispiel, daß ich mirnichtsdirnichts von Updates für bestimmte Programme wie z.B. Aperture einfach so abgeschnitten wurde. Und es ist noch nicht einmal eine gänlich neue Version 4. Ähnliches betrifft auch andere Apple Software. Aber ich sehe es wie Mirko, der Zwang und Druck, der so übers Marketing bzw. die Firma Apple ausgeübt wird, der macht mich eher zornig und widerwillig. Und in diesem Zusammenhang ärgert mich ein ganz wichtiger Punkt, der mich bei SnowLeopard eben bleiben lässt: Der Zwang von Apple mich in seinen Onlineshop zu nötigen um Software kaufen und nutzen zu können. Eben besonders auch was das Betriebssystem angeht. Apple hat sich da in einen „Kontrollfreak“ gewandelt, der seines Gleichen sucht. Ich habe es immer genossen in einem Laden Software oder bei meinem bevorzugten Softwarehändler bestellen bzw einkaufen zu können. Jetzt zwingt mich Apple in seinen Onlineladen und knebelt mich auch noch daran. Apple lässt mir keine Alternative. Ich wäre bereit für eine boxed Version in einem Laden ein paar Euro mehr zu bezahlen, doch Apple will mein Geld offensichtlich nicht mehr.
Und liest man mal in den Supportforen auf der Apple Website, so kommt man schon ins Grübeln, was Apple einem da als Fortschritt und angeblicher Ärger- und Zeitersparnis verkaufen möchte. Also soviel Ärger, Zeitaufwand und Probleme wie dort beschrieben, hatte ich in meiner ganzen Zeit mit Apple-Computern und Softwareinstallationen per CDs oder DVDs noch nie.
Kann ich nachvollziehen. Einerseits ist das konsequente Abschneiden von alten Hardwarezöpfen sicher ein Kernfaktor, der regelmäßiges Refakturieren und damit die Stabilität von Mac OS X ermöglicht (und ist abgesehen vom technischen natürlich auch ein toller Businesstreiber für Apple…).
Andererseits ist ein Mac Pro halt schon eine andere Baustelle. Auf der Windows-Seite sind 6 Jahre eine Ewigkeit, aber mit dem Pricing, was Apple so vorgibt, darf so eine Maschine ruhig mal 6 Jahre supportet werden.
Zum Thema „Apple hat die Pro-User aus den Augen verloren“: Ich habe kürzlich dank eines sehr lesenswerten Artikels über Microsoft festgestellt, dass Apple mit dem iPhone mittlerweile mehr Geld macht als Microsoft insgesamt. Das ist wirklich krass, und verdeutlicht ein bisschen, warum Apple so handelt, wie sie handeln. Bei der Größe von Apple und den vielen talentierten Leuten will es mir aber trotzdem nicht in den Kopf, dass z.B. für einen Mac Pro nicht genügend Kapazität übrig bleibt, um einen attraktiven Pro-Rechner zu einem attraktiven Preis zu machen, der Apple trotzdem noch Geld bringt. Vielleicht nicht so viel Geld wie das iPhone, aber trotzdem genug.
_»today the iPhone brings in more revenue than the entirety of Microsoft. No, really. One Apple product, something that didn’t exist five years ago, has higher sales than everything Microsoft has to offer. More than Windows, Office, Xbox, Bing, Windows Phone, and every other product that Microsoft has created since 1975. In the quarter ended March 31, 2012, iPhone had sales of $22.7 billion; Microsoft Corporation, $17.4 billion.«_
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