Deutlich kleinere PDFs mit Mac OS X
Der beste Tipp, den ich seit langem gelesen habe, stammt von Thomas Kaiser: Distiller in MacOS X 10.3 parametrisieren.
In Mac OS X kann man direkt aus dem Druckdialog jedes Programms heraus ein PDF erzeugen – im OS ist nämlich ein von Adobe linzenzierter Distiller eingebaut. Diese PDFs haben, da man die Parameter der Erzeugung so gut wie gar nicht steuern kann (im ColorSync Dienstprogramm kann man nur einige wenige grundlegende Einstellungen ändern) allerdings den Nachteil, dass sie ziemlich groß werden, weil z.B. die Bilddaten nicht komprimiert oder in der Auflösung verringert werden.
Es gibt einige Programme wie PDF Enhancer, PDFshrink oder pdfCompress, die das nachträglich erledigen, aber die sind nach Anwenden dieses Tipps nicht mehr nötig: Man ersetzt die im Auslieferungszustand sehr spärlichen Optionen in der startupNORM.ps z. B. mit denen auf der o. g. Seite und schon hat man – von Haus aus – deutlich kleinere PDFs.
Wenn man sich die Einstellungen anschaut, entdeckt man solche Zeilen wie /ColorImageResolution 100, in denen man die Werte natürlich noch per Hand verändern kann. Bei mir steht der Wert auf 150, d. h. dass die Auflösung von Farbildern auf 150dpi heruntergerechnet wird – klein genug, um per E-Mail verschickt zu werden, groß genug, um auf einem Tintenstrahler ausgedruckt noch gute Ergebnisse zu erzielen.
Vielleicht gibt es ja bald einen Programmierer, der eine kleine AppleScript-Anwendung schreibt, mit der man verschiedene startupNORM.ps Dateien, in denen z. B. die Werte für Screen, Tintenstrahldruck oder Prepress angepasst sind, auswählen kann, ohne das jedesmal im Finder per Hand tun zu müssen. Vielleicht wird sogar ein kleines Frontend daraus, mit denen man wesentliche Werte direkt verändern und speichern kann…
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Dieses Verfahren hat den Nachteil für alle Aufträge zu gelten. Da erscheint mir der Weg über ColorSync der effizientere. Die erzielten PDFs können sich mit denen via Distiller und Einstellungen messen. Ich habe das an dieser Stelle etwas ausführlicher beschrieben.
Allerdings hat die ColorSync-Methode für mich einen entscheidenden Nachteil: Die Auflösung wird nicht reduziert. Wenn ich einem Kunden vorab eine 96seitige Broschüre per E-Mail schicke, erzeugt eine Reduzierung der Auflösung um die Hälfte eine Datei, die nur noch ein Viertel so groß ist. Und ob ich 40MB oder 10MB verschicke, macht bei 16Kbit/s Upload eine ziemliche Zeitersparnis aus, ganz abgesehen davon, dass die meisten Leute natürlich ohnehin keine 40MB Mailbox haben…
Wie gesagt, jemand, der ein Frontend für das Ändern der startupNORM.ps schreiben würde, wäre mein Freund… ;-)
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