Küche | Freitag, 23. Juli 2010
An Tagen wie heute, wo es im Wasser 5 Grad wärmer ist als draußen, trinke ich nach dem Schwimmen am liebsten einen heißen Früchtetee. Also habe ich auf dem Rückweg vom Freibad eine Packung Meßmer Bayram-Tee Apfel-Feige-Dattel gekauft, den kannte ich bisher noch nicht:

Fruchtig-süß stimmt nach meinem Geschmack nur zur Hälfte – von fruchtig habe ich nämlich nicht viel geschmeckt, wohl aber viel von süß. Viel zu viel. Oder anders ausgedrückt: Der Tee schmeckte ziemlich bescheiden, nach zwei Schlucken habe ich den Rest weggekippt. Als ich daraufhin die Zutatenliste anschaute, war interessanterweise überhaupt gar keine Rede mehr von Feige oder Dattel:

Schon merkwürdig: Da werden mitunter die fragwürdigsten Lebensmittel-Verordnungen erlassen, angeblich zum Schutz der Verbraucher – aber gegen Apfel-Feige-Dattel auf eine Teeverpackung schreiben, obwohl da nicht ein Mikrogramm Feige oder Dattel drin ist, hat man offensichtlich nichts. Hat der Verbraucher doch selbst Schuld, wenn er das kleingedruckte auf der Verpackung nicht liest.
Zukünftig gibt’s wieder den Bio-Früchtetee von Aldi. Der kostet die Hälfte, kommt ohne Aromen und Säuerungsmittel aus und schmeckt.
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Küche | Donnerstag, 15. Juli 2010

„Breeburne“ – süß, fest, saftig.
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Küche | Samstag, 3. Juli 2010
Gazpacho ist eine kalte andalusische Suppe aus ungekochten Zutaten, eine köstliche Erfrischung bei diesen Temperaturen. Sie wird im Mixer oder mit einem Pürierstab hergestellt. Wie bei allen klassischen Rezepten gibt es auch davon unzählige Variationen – hier ist meine:
Zutaten für 4-6 Personen
1kg Tomaten
2 Salatgurken
1 Gemüsezwiebel
4 Knoblauchzehen
Saft einer halben Zitrone
2 EL Weißweinessig
einige Spritzer Hot Pepper Sauce oder Tabasco
Salz, Pfeffer
bestes Olivenöl
Zubereitung
Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und in grobe Würfel schneiden.
Die Gurken schälen und der länge nach in Viertel schneiden. Aus sechs der acht Viertel das Kerngehäuse herausschneiden, die Suppe wird sonst zu flüssig. In Würfel schneiden.
Zwiebel und Knoblauch schälen und in Würfel schneiden.
Alles zusammen mit dem Essig und dem Zitronensaft in einen Mixer, einen Food Processor, oder, wenn Sie einen Pürierstab benutzen, in eine Schüssel geben und sehr fein pürieren.
Mit Salz, Pfeffer und Hot Pepper Sauce abschmecken und für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen.
Dazu reicht man Weißbrot und bestes Olivenöl, von dem sich jeder, je nach Gusto, etwas in seinen Gazpacho träufelt.
¡Qué aproveche!
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Küche | Donnerstag, 6. Mai 2010
Ich erwähnte bereits, dass ich weder Tiefkühl- noch Bringdienstpizza mag. Aber man kann den Pizza-selbst-machen-Verweigerern ja nicht oft genug sagen, wie einfach das eigentlich geht. Und um wieviel leckerer eine selbst gemachte Pizza ist.
Zutaten für 2-3 Personen
Teig:
200 g Mehl
1/4 Würfel frische Hefe
(oder 1/2 TL Trockenhefe)
1 knapper TL Salz
50 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
Belag:
2 EL Tomatenmark
Kirschtomaten
2 Mozzarelle
frischer Rosmarin
1-2 EL Kapern
2 Zehen Knoblauch
Parmesan
Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zubereitung
Die Hefe im Wasser auflösen. Mit Mehl, Olivenöl und Salz in einer Schüssel vermischen und mit Knethaken oder Händen einige Minuten kneten. Ist der Teig zu trocken, geben sie noch ein wenig Wasser hinzu, klebt er zu stark, ein wenig Mehl. Eine Kugel formen und eine gute Stunde zugedeckt aufgehen lassen.
Den Teig dünn ausrollen, mit Mehl bestäuben, falls er kleben sollte. Entweder zwei runde Pizzableche oder ein normales Ofenblech damit auslegen.
Den Teig mit dem Tomatenmark bestreichen und mit den halbierten (falls sie zu groß sind: in Scheiben geschnittenen) Kirschtomaten belegen. Die Mozzarelle mit der Hand zerpflücken und darüber verteilen. Den in dünne Scheiben geschnittenen Knoblauch, die Kapern und die Rosmarinnadeln darüber streuen und anschließend salzen:

Im auf 200 °C vorgeheizten Ofen so lange backen (ca. 15-25 Minuten, je nach Ofen), bis die Teigränder dunkel werden.
Pfeffer darüber mahlen, mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen und einen Schuss bestes Olivenöl darüber geben:

Wer danach noch jemals eine einzige Tiefkühlpizza kauft, hat irgendwas falsch gemacht.
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Küche | Dienstag, 27. April 2010
Anfang der 1990er habe ich in Vorbereitung auf eine Hemingway-Party ein karibisches Kochbuch gekauft. Ich kann mich nur noch vage an solche Zutaten wie Ananas, Speck, Fisch, Limetten, Schweinefleisch, Papayas (und natürlich, später am Abend, einige Daiquiris) erinnern. Was ich aber nie vergessen habe, ist die Marinade für die Spareribs, die, leicht abgewandelt, seither fester Bestandteil meiner Grundrezepte geworden ist.
Sie eignet sich auch hervorragend für Pork Belly (was natürlich nichts anderes ist als schnöder Schweinebauch – hört sich aber viel appetitlicher an).

Zutaten für 2-3 Personen
- 4 ca. 1 cm dicke Scheiben Schweinebauch vom Biometzger (man schmeckt den Unterschied!)
- das Grün von einem Bund Frühlingszwiebeln
- Olivenöl zum Braten
- 7 EL Ketchup
- 3 EL Sojasauce
- 1 EL Honig (zur Not geht auch Zucker)
- Chiliflocken
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Ketchup, Sojasauce (eine helle, milde eignet sich am besten, empfehlenswert ist z.B. Kikkoman, gibt’s günstig in der 1L-Flasche im Asia-Markt, ca. 4 Euro) und Honig verrühren, mit Chiliflocken, Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
Die Schweinebauchscheiben von der Schwarte befreien und in ca. 2 cm breite Stücke schneiden. In die vorbereitete Marinade geben, gut durchmischen und im Kühlschrank mindestens zwei Stunden ziehen lassen.
Sehr wenig Ölivenöl in einer Pfanne sanft (höchstens halbe Herdkraft – ist die Hitze zu groß, verbrennt die Marinade und das Fleisch ist noch nicht gar) erhitzen und die Pork Belly-Stücke inklusive der Marinade hineingeben. Ungefähr 30-40 Minuten dünsten, dabei immer wieder umrühren, bis die Marinade fast verdunstet ist, der Honig anfängt, zu karamellisieren und das Fleisch langsam Farbe annimmt.
Für die letzten 5 Minuten das in Röllchen geschnittene Frühlingszwiebel-Grün unterrühren und mitdünsten.
Extrem lecker und würzig, kann man mit ganzen Pork Belly-Scheiben übrigens auch auf dem Gartengrill machen, wenn er nicht mehr ganz so heiß ist. Dazu passt z. B. ein Fenchel-Carpaccio.
Nebenbei möchte ich mal alle heimlichen Rezepte-Nachkocher aus dem Freundes-/Bekanntenkreis grüßen, von denen ich, eher zufällig und teilweise aus zweiter Hand, in letzter Zeit erfahren habe – ein besonderer Gruß geht nach Nashville, Tennessee ;-)
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Küche | Montag, 26. April 2010
Es gibt jede Menge Gemüse- und Obst-Saisonkalender im Netz. Die, die ich gefunden habe, sind allerdings alle nach Produkten sortiert – damit ist eine schnelle Übersicht darüber, was zur Zeit gerade Saison hat, nur sehr umständlich möglich. Also habe ich letzte Woche einen eigenen Saisonkalender gemacht, mit echten HTML-Tabellen, so wie sich das gehört:

Screenshot global-denken-lokal-essen.de
So wie auf dem Screenshot sieht man die Seite bisher nur in Safari, Firefox und Chrome. Opera unterstützt rotierten Text zwar prinzipiell, aber ausgerechnet in Tabellenzellen funktioniert das nicht. Der Internet Explorer unterstützt rotierte Elemente leider nur in 90°-Schritten.
Update
Opera 10.52 ist erschienen. Der Bug mit dem rotierten Text in Tabellenzellen ist behoben. Die Seite funktioniert jetzt also auch mit Opera.
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