101 Dinge, die ich wirklich hasse (18)
Was treibt erwachsene Menschen dazu, auf einer menschenleeren dreispurigen Autobahn mit 100 auf der mittleren Spur zu fahren? Glauben sie, die rechte sei reserviert für LKW und Busse? Hat der Fahrlehrer die Stunde mit dem Rechtsfahrgebot ausgelassen? Haben diese Leute vielleicht Angst vor Spurrillen? Oder davor, dass – wenn denn tatsächlich mal ein LKW am Horizont auftaucht – sie zum Überholen nicht rausgelassen würden? Finden sie es in der Mitte einfach gemütlicher? Leiden sie unter Lenkphobie?
Auch wenn’s mich nicht wirklich interessiert (ich wünschte nur, es hörte auf) – wir werden es wohl nie erfahren.
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Kommentare:
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ich werde wohl nie nur 100 fahren, aber ich bevorzuge ganz klar auch die mitte – aus gemütlichkeit.
Rotation! Am besten wenn man zu 3. oder zu 4. ist. Links ganz ordentlich überholen, dann ganz nach rechts und wieder zurückfallen lassen. Und wieder und wieder und wieder. Man verstößt gegen keine Regeln, man nötigt niemanden. Und wenn das mal 4 Autos machen, kommt gut.
Der goldene Mittelweg auf dem Weg zur Mittelmässigkeit :-)
Eben, es ist die Bequemlichkeit. Wenn ich mich wirklich ans Rechtsfahrgebot halten würde wäre ich wohl nur mit Überholen beschäftigt, da ich auch selten nur 100 fahre.
∗nach-knarre-greif∗
∗entsicher∗
∗anleg∗
∗gehetzt-kuck∗
„Wo ist er?“
„WO IST ER?!?!? “
„MITTELSPURFAHRER, ICH KRIEG’ DICH!!!!!“
... uups, da sind mal wieder die Testosterone mit mir durch gegangen… aber ist doch wahr!
Ich fahr immer so weit rechts wie möglich, was vielleicht auch daran liegt, dass ich meinen Führerschein erst seit November 2004 habe. ;)
Wir brauchen keine neuen oder breitere Autobahnen, es langt doch eh die linke Spur!
Mal im Ernst, mich nerven diese Mittelspurschleicher auch, ich versuche nämlich tatsächlich das Rechtsfahrgebot auch umzusetzen. Ob sich dann der Mittelspurschleicher darüber bewußt ist, daß dieser sich auch strafbar macht, er nötigt mich um ihn zu überholen eventuell zwei Spuren zu wechseln, mit all seinen möglichen Folgen, oder das ich ihn rechts überhole (was ich aber normaler Weise nicht tue). Ich finde die Polizei sollte sich solche Schleicher und „Rechte-Spur-Ignoranten“ mal öfters vorknöpfen. Es ist wirklich sch…. wenn morgens im Berufsverkehr sich der Verkehr fast ausschließlich auf der linken Spur zähfließend bewegt, rechts aber teils über hunderte von Metern alles frei ist und man nicht rechts überholen darf.
Uli
Interessanter Punkt und offene Kritik an der ich mich definitiv anschließe. Meinen Führerschein habe ich vor 12Jahren gemacht, was mich zumindest als erfahrenen Fahrer betitelt. Das man sich über Mitte-Fahrer auf Autobahnen aufregen kann, verstehe ich nur zu gut. Ich denke der Ansatz ist eher der falsche zu behaupten, „Sie“ nerven nur, oder ich erschieße „Sie“. Der Punkt ist, daß vielen Autofahrern die Übersicht und vorallem die Weitsicht fehlt, und das ist die Vorsicht die mich bei meiner täglichen Fahrt, ob hier in Berlin, oder auf den bundesdeutschen Autobahnen begleitet. Gewürzt mit einer ordentlichen Prise Blindheit und Stolz, ergibt das eine gefährliche Mischung, teilweise auf beiden Seiten.
Ich finde es schade, daß man leider solch Themen überhaupt öffentlich zu Rede stellen muß. Denn wenn alle in gewisser Weise mit einander fahren und sich einiger Maßen an aufgestellte Regeln halten würden, müsste auch ich mich hier nicht äußern…
Ähem, ich hab in der Fahrschule gelernt, daß die mittlere Spur durchaus durchgängig verwendet werden kann, wenn auch nur gelegentlich ein Fahrzeug auf der rechten Spur ist. Und da sind durchaus auch „alle paar hundert Meter“ mit gemeint.
Im übrigen bin ich absoluter Fan von „keep your lane“. Rechts überholen wäre kein Problem mehr und wer die Spur wechselt hat gefälligst erhöhte Vorsicht walten zu lassen (weil er im Zweifelsfall Schuld am Unfall hätte). Ansonsten hilft eine gewisse Gelassenheit im Straßenverkehr gewaltig weiter. Nicht jeder andere Autofahrer ist ein Feind und ein Spurwechsel auf leerer Autobahn ist notfalls auch über 2 Spuren zumutbar.
Meinjanur…
Vielleicht ist das ja ein bisschen missverständlich rübergekommen, deshalb noch mal zur Erklärung: Ich bin weder Raser noch Drängler, ich betätige keine Lichthupe, halte immer den nötigen Sicherheitsabstand ein, mache keine abwertenden Gesten gegenüber anderen Fahrern und verhalte mich nicht oberlehrerhaft. Ich habe Verständnis für unsichere Fahranfänger und denke, dass man im Leben wie im Straßenverkehr nur mit Rücksicht weiterkommt, ganz davon abgesehen, dass ich weiß, dass das Blech um einen herum so dick nicht ist, wie man vielleicht glauben möchte.
Manchmal ärgert es mich aber, dass ich für 70% der Verkehrsteilnehmer um mich herum mitdenken muss. Die Rücksicht, die ich anderen entgegenbringe, erwarte ich gelegentlich auch selbst – ein frommer Wunsch. Aber warum sollten sich die Menschen im Auto, wo sie sich dazu noch anonym und unbeobachtet wähnen (man schaue sich nur mal die vielen Rote-Ampel-Nasenpopler an), auch anders verhalten als im normalen Leben, wo jeder nur sich selbst der Nächste ist?
Mich ärgern, um es zu präzisieren, nicht die, die mit 100 eine LKW-Kolonne überholen, sondern die, die tatsächlich auf einer menschenleeren dreispurigen Autobahn stur in der Mitte bleiben. Das sind meistens genau die selben, die beim Auffahren auf die Autobahn vom Beschleunigungsstreifen direkt auf die Mittelspur wechseln.
Torsten schrieb: „Rechts überholen wäre kein Problem mehr und wer die Spur wechselt hat gefälligst erhöhte Vorsicht walten zu lassen“
Genau, und da fängt das Problem an, wenn man sich immer sich auf der von einem gesehen rechten Spur, in Betrachtung der Verkehrssituation angebrachten Fahrweise, hält, dann sollte es kein Problem darstellen unnötige Risiken z.B. von rechts überholenden Fahrzeugen „behindert“ zu werden. Außerdem gibt es miitlerweile auch eine gesetzliche Regelung für dieses Problem der sturen Links- und Mitte-Fahrer.
Torsten, folgende Situation: 3 Spuren, Autobahn ist mittel stark befahren, rechte Spur ist ersichtlich frei. Du fährst mit 120km/h auf Dauer in der Mitte, ohne jemanden auf weite Sicht zu überholen, da entweder die rechte Spur leer ist, oder ein Auto auf der rechten Spur auch mit 120km/h fährt. Von hinten kommt ein Auto mit 140km/h auf der rechten Spur an, noch weiter hinten, naht ein Auto mit 180km/h. Alle drei treffen sich auf Deiner Höhe wieder. Der 140-er muß bremsen, da er dich nicht rechts überholen darf und muß zusätzlich auf den 180-er achten, der wiederum Dich und den 140-er beobachtet und sich auf ein Bremsmanöver einstellen muß, falls der 140-er auf die mittlere Spur wechselt um Dich links überholen zu müssen. Nur Du bekommst von Allem nichts mit, da Dir es anscheinend egal ist, wo Du und wie Du fährst. Würdest Du vorrangig auf der linken Spur fahren, hätte ich mir das letzte Beispiel zur Erklärung sparen können.
Schönes Wochenende!
Solange eine Spur frei ist stört mich das kaum, man schläft dann zumindest nicht ein, aber wenn der auf der linken Spur fährt und mit grad mal par Stundenkilometer mehr überholt, dann ist das echt provokant und eine Gefährdung der anderen Verkehrsteilnehmer.
Wenn man mit einer höhrern Geschwindigkeit auf solch einen Bummler trifft macht das wirklich kein Spaß da mal kurz die Geschwindigkeit um 60 zu reduzieren. Solche Bummler verursachen nebenbei auch noch Stau, zu diesen Ergebnissen kommt die „Stauwissenschaft“.
In Italien gibt es dafür den Linksblinker. Man setzt den einfach und der Vordermann weiß aha, der will vorbei, also geh ich kurz rechts rein. Kaum jemand fühlt sich dadurch gekränkt, während man damit in Deutschland damit den Autofahrer vor einem beleidigt.
Ich sehe auch die Lichthupe nicht als Instrument des Bösen, sondern als Artikulationsinstrument, wenn das verbreiteter wäre würden wir uns wohl viel Agressionen beim Fahren ersparen. Nebenbei darf außerorts die Hupe und Lichthupe zum Ankündigen eines Überholvorgangs ganz legal genutzt werdeb.
@Torsten:
Da hat dir dein Fahrlehrer aber was Falsches erzählt. Theoretisch muss man auch solch kleinere Lücken ausnutzen und ich musste das in der Fahrschule auch immer. Aber natürlich ist es Schwachsinn im Berufsverkehr jede noch so kleine Lücke rechts zu nutzen, da geb ich dir schon Recht. Aber wenn einer von hinten angeprescht kommt, sollte man schon rechts rein.
Hallo, genau wie Michael könnt ich auch wahnsinnig über die (bei leerer oder „halbleerer“ Autobahn) Mittefahrer und natürlich Linksfahrer werden. Fahre selbst gern schnell, viel (so 60.000 im Jahr) halte Dränglen für saugefährlich und mach es auch nicht und denke gern für alle anderen mit. (Nur dann machts fahren richtig Spaß) Lichthupe (einmal kurz, wenn jemand vorn schläft) find ich o.K. aber um meine geistige Gesundheit zu erhalten, erlaube ich mir das Rechtsüberholen. (Nur, wenn noch eine Lücke da ist, für den Notfall, dass der doch rechts rüber kommt, machen viele Links-/Mittefahrer dann um zu drohen) Fahre selbst konsequent Rechts (auch mit 260 km/h) Das bringt dann aber auch viele durcheinander. Seltsamerweise fahren viele Links-/Mittefahrer dann schneller, wenn man andeutet, sie rechts überholen zu wollen. Ich glaube, dass bei vielen (wohl der Mehrzahl) das Stammhirn die Kontrolle auf der Autobahn übernimmt. („Der überholt mich nicht!“) Die Polizei verfolgt aus Kosten/Nutzenrechnungsgründen erklärtermaßen die Rechtüberholer und Drängler, ignoriert dabei aber auch das, meiner Meinung nach, erhebliche Gefährdungspotenzial der notorischen Links-/Mittefahrer. So, das musste ich aber mal sagen. :-) Gruss Sven
Also ich kenne das nur zu gut. Ich glaube einfach daran, dass es sehr unsichere Fahrer sind. Eigentlich sollten gerade diese dann die Autobahn meiden. Die haben dann aber die Ansicht, dass sie vor lauter Angst vor eventuell nötigen Spurwechseln gleich von Anfang an auf der mittleren Spur mit 100 reisen. Dann haben sie kein Problem einen LKW überholen zu lassen und links können die „Raser“ immer noch vorbei.
Also ich bin zum Einen dafür solche Leute im Sinne von Verkehrsbehinderung (sowas gibt es doch gesetzlich sowieso, oder?) ordentlich zu bestrafen.
Außerdem plädiere ich schon seit langem für den Führerschein ab 60. Dazu gehörte dann meiner Meinung nach vor allem ein ärztliches Gutachten, dass dem Fahrzeugführer die körperliche Fähigkeit bescheinigt, sein Fahhrzeug sicher zu lenken und ggf. noch eine klitzekleine praktische Prüfung. Dies wäre dann alle x Jahre zu wiederholen.
Wenn ich mir nämlich überlege, dass oft so ältere Herren, die kaum laufen können einen dicken Benz fahren passiert denen bei einem Unfall meist wenig. Der „Gegner“ aber hat je nach Fahrzeug einen erheblich Schaden. Und wie oft habe ich mich schon geärgert über solche Menschen.
Ach, ich könnte mich noch ewig darüber aufregen! Jetzt solls aber erstmal gut sein, sonst beschwert sich mein Herz mal irgendwann darüber ;)
Nach meinen Beobachtungen bei ettlichen tausend Kilometern als PKW-Fahrer pro Jahr und als ehemaliger LKW-Faherer mit ebenso ettlichen KM auf dem Buckel, glaube ich manchen Autofahrern bekommen große schnelle Autos und die immmer weiter vorangetriebene moderne technik nicht besonders. Mit zunehmender technisierung von verkümmern immer mehr „Verhaltensmuster“, die eigentlich in der fahrschule gelehrt und eben gerade auch für das „Zusammenleben“ z.B. auf der autobahn von höchster Wichtigkeit sind.
Als ein beispiel will ich einfach mal nun die Warnanlage für den toten Winkel nennen.
Ja hat denn jetzt plötzlich jeder eine Halswirbelstarre? Für mich gehört es auch nach 25 Jahren Führerschein und unfallfreier fahrt immernoch dazu vor einem Spurwechsel auch den Kopf mal zu drehen und den blick über die Schulter aus dem Fenster zu werfen.
Andersherum werden aber auch viele alte „Errungenschaften“ der automobilen Entwicklung einfach vergessen, Beispiel der Blinker.
Dem Autofahrer wird durch diese ganze Technik vielzuviel eigene Verantwortung abgenommen. Viel Erlerntes und Wichtiges verkümmert offenbar durch ehöhten Einsatz von Technik. Da wird einfach ohne mal den Kopf zu drehen rückwärts gefahren, ja man hat ja jetzt diese dämlichen und nervenden Abstandspiepser, da nutzt man und verlässt sich auf das Navigationssystem so exzessiv, daß der eigene angeborenen Orientierungssinn verkümmert (ist durch eine Studie nachgewiesen worden). Oder es wird mit eingeschalteter Innenraumbeleuchtung bei Dunkelheit gefahren oder es werden gar DVDs mittlerweile während der Fahrt geschaut – vorne wohlgemerkt und auch schon gesehen usw.
Ich bin froh noch ein älteres Auto zu fahren, daß mich nicht mit all dieser Technik komplett von meiner Umwelt und vor allem dem um mich herum stattfindenden Verkehrsgeschehen abkoppelt. Genau aus letzterem Grund sind im Übrien die Verkaufserfolge für große Autos, SUVs und geländewagen in den USA so groß...
Och, ich könnt da noch mehr drüber schreiben… ;-)
Meine Erklärung: ich habe in der Fahrschule gelernt, mich rechtzeitig einzuordnen:
Wenn ich nach Pankow will und muss auf der Olsoer Straße links in die Prinzenstraße abbiegen, dann ordne ich mich halt rechtzeitig auf der linken Spur ein, wenn ich aus der Grenzallee auf den Stadtring einbiege. Und wenn ich Zeit habe, fahre ich gemütlich mit 65km/h in unserem dunkelgrünen Volvo Kombi.
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