Nein, ich bin nicht im Urlaub (Update 5)
… sondern mein Internet ist seit dem 10. Mai kaputt. Die drei beteiligten Firmen 1&1, Telefonica und Telekom haben es unglaublicherweise bisher nicht geschafft, es zu reparieren. Allerdings weiß ich nicht, ob sie es überhaupt schon mal versucht haben
Ich habe nur gelegentlich die Möglichkeit, ein fremdes WLAN mitzubenutzen, wundern Sie sich also bitte nicht, dass Ihre E-Mails länger als gewöhnlich unbeantwortet bleiben.
Das ist jetzt übrigens der dreizehnte Tag ohne Internetzugang. Für einen Webdesigner eine existenzbedrohende Katastrophe.
Update 19.06.07
Es gibt keine Neuigkeiten – die Störung der DSL-Leitung ist immer noch nicht behoben. Laut der Aussage meines Anwalts schiebt 1&1 die Nicht-Behebung zu 100% auf den Streik der Telekom-Mitarbeiter. Es ist mir allerdings schleierhaft, warum – auch und gerade wegen der Tatsache, dass erstens gar nicht alle Mitarbeiter streiken und zweitens von Anfang an Notdienste organisiert waren – sich 1&1 nicht wenigstens ein bisschen für seine Kunden einsetzt und der Telekom mal ein wenig Dampf macht. Mittlerweile muss ich seit 41 (einundvierzig) Tagen ohne DSL auskommen.
Unfassbar. Um nicht zu sagen: Bananenrepublikesk!
Da mein Tagesgeschäft einigermaßen aufwändig zu organisieren ist – eine Website mit 150 Bildern per Modem hochzuladen, ist z.B. relativ unpraktisch – liegt dieses Blog leider immer noch brach. Aber Sie können sicher sein, dass es hier beizeiten weitergehen wird.
Update 21.06.07
Heute kam ein Anruf von 1&1: Man wolle sich mal melden, ich hätte ja sicherlich gehört, das die T-Com-Streiks beendet seien. Leider könne man mir aber immer noch nicht genau sagen, wann die Störung behoben werde. Im schlimmsten Fall – „aber wirklich nur im schlimmsten, Herr Preidel“ – könne es noch 12 Wochen dauern.
Die T-Com-Leute streiken seit dem 11. Mai, dem Tag, an dem ich die DSL-Störung telefonisch und per Fax meldete. Hat 1&1 die Meldung tatsächlich weitergegeben, wie sie behaupten, dann hieße das, dass die T-Com seit Streikbeginn in meinem Bereich keine einzige Entstörung mehr vorgenommen hat, zumindest nicht für Reseller-Leitungen.
Trotzdem bin ich unter den 1&1-Kunden tatsächlich der Einzige, der so lange auf eine Entstörung warten muss. Und zwar mit Abstand, sagte die freundliche 1&1-Dame.
Wirklich tröstlich ist das nicht.
Update 28.06.07:Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt!
Eine Entstörung ist nicht in Sicht, dafür erhielt ich heute ein an mich persönlich adressiertes Schreiben der Deutschen Telekom AG, hier ein Auszug:
Nur für kurze Zeit: Sichern Sie sich Telefon und Internet aus einer Hand – jetzt mit Extra-Sparvorteil!Sehr geehrter Herr Preidel,
Ihre Zufriedenheit als Kunde liegt uns besonders am Herzen. Deshalb entwickeln wir laufend neue, verbesserte Lösungen, mit denen Ihre Kommunikation noch günstiger und bequemer wird – z.B. Call & Surf Comfort Plus. In dem cleveren Komplettpaket ist alles drin, was Sie für unbeschwertes Surfen und Telefonieren brauchen (…) schon für 53,95 €/Monat! (…)
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Telekom
Sehr geehrte Deutsche Telekom,
es würde mir schon reichen, wenn Sie, statt laufend neue, verbesserte Lösungen zu entwickeln, einfach nur mal meinen DSL-Anschluss entstörten.
Sicherlich ist die Neukundengewinnung lukrativer, als einen Bestandskunden, dessen DSL-Leitung auch noch über einen Reseller abgerechnet wird, zufrieden zu stellen.
Aber allmählich müsste es doch selbst Ihnen ein wenig peinlich sein, einen Entstörungsauftrag seit nunmehr sieben Wochen einfach nicht zu bearbeiten.
Mit nicht gerade freundlichen Grüßen
Michael Preidel
Update 03.07.07
Heute morgen gab es einen sogenannten Deeskalationstermin bei mir vor Ort: Ein von der Telefonica beauftragter Techniker hat die Leitung in meinem Büro gemessen und geprüft.
Und – welche Überraschung! – die Leitung ist gar nicht bei der Telefonica, sondern immer noch bei der Telekom. Die Schaltung, die die Telekom laut 1&1 am 11. Mai vorgenommen haben will, hat also aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt. Ich enthalte mich diesbezüglich jedweder Spekulation.
Ach ja: Eine Entstörung ist immer noch nicht in Sicht.
Update 09.07.07
Für morgen hat 1&1-Mitarbeiter Herr F. einen „Trupp Telekomtechniker“ angekündigt. Morgen ab halb 12 (ich durfte den Termin immerhin selbst bestimmen) soll der, in einem Zeitfenster von sage und schreibe sechs Stunden, „vor Ort nochmal alles überprüfen“.
Letzten Freitag hat mich allerdings ein Telekom-Mitarbeiter angerufen, der mir sinngemäß sagte: „Wir haben hier ein Schreiben Ihres Anwalts vorliegen und würden Ihnen wirklich gerne helfen. Uns liegt aber überhaupt kein Auftrag von 1&1 für eine Schaltung eines DSL-Ports zum 11. Mai vor. Wir haben von dort lediglich eine Kündigung Ihres alten Ports erhalten, es gibt für uns also gar nichts zu entstören. Wenn Sie wollen, könnten wir Ihnen sofort einen 16.000er Port schalten, dann wären Sie aber bei der Telekom, dass wäre wahrscheinlich nicht in Ihrem Sinne. Alles andere müssen Sie mit 1&1 direkt klären.“
Darüber, wie das alles zusammenpasst, mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr. Man könnte auch sagen, was möglichen Service und Kundenfreundlichkeit von Telekommunikations- und Internetfirmen angeht, bin ich unwiderruflich desillusioniert.
Um es mal jugendfrei auszudrücken.
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Kommentare:
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Wenn du als Firmenkunde bei deinem Anbieter eingetragen bist solltest Du doch bevorzugten Support genießen – oder irre ich mich da?
Du irrst dich. Ein paar Highlights aus der traurigen Geschichte mit dem technischen Support bei 1&1:
Am 13. sagte man mir zu, das die Störung definitiv bis spätestens zum 15. behoben sein würde.
Am 15. wusste man davon nichts mehr, stattdessen wurde mir gesagt, dass das Ticket erst am 15. angelegt wurde, drei bis vier Tage müsse ich noch warten.
Am 18. hieß es: Ja ich lege ein Ticket an. Warum denn schon wieder ein neues? fragte ich. Na, die anderen sind doch abgearbeitet, antwortete man mir. Wie denn Störungsbehebungsaufträge abgearbeitet sein können, wenn die Störung gar nicht behoben wurde? Das wusste man bei 1&1 auch nicht.
Gestern sicherte man mir einen Rückruf am Nachmittag zu, da können Sie sich drauf verlassen! Abends, nachdem ich dann bei der Hotline anrief und nach dem Rückruf fragte, sagte man mir allen Ernstes, der Kollege vom Vormittag habe bei der Telekom niemanden erreicht, man lege aber einen neuen Auftrag an.
Heute morgen das gleiche: Ich kümmere mich drum, und Sie erhalten heute Nachmittag einen Rückruf, garantiert! Noch ist kein Rückruf gekommen, aber es ist ja auch erst 16:10 Uhr.
Heute Mittag habe ich noch Mal bei einer anderen 1&1 Telefonnummer versucht, den Ernst der Lage klar zu machen. Auch dort konnte oder wollte man mir nicht weiterhelfen. Ich habe dann gefragt, ob es ein Kundenmanagement gebe – Nein. Eine Beschwerdestelle? Auch nicht. Ich habe jetzt an die Geschäftsleitung geschrieben, wobei ich nicht ernsthaft glaube, dass das irgendwas nützen wird.
oja… kenne ich!
meine beteiligten firmen sind eigentlich nur eine: arcor…
ich muss dir leider sagen, da kannst du auf und nieder hüpfen. wenn die nicht helfen wollen, dann machen die das auch nicht.
bei mir war (nach deren aussage) mein dsl-modem kaputt und nach 10 tagen (4 mal anrufen) lief dsl plötzlich wieder. und natürlich mit dem „alten“ modem… die sind trotzdem dabei geblieben.
„ausfall auf verschulden des users“
ich sag nur: der kunde ist könig, aber nur solange er noch kein kunde ist!
Ich bin am 1.3. in meine neue Wohnung eingezogen, bereits einige Tage vorher habe ich bei der Telekom einen neuen Anschluß bestellt. Nach 3 Wochen wusste man von dem Auftrag nichts mehr und ein neuer Auftrag wurde angelegt. Ebenfalls nach 3 Wochen wusste man von beiden Aufträgen nichts mehr.
Auf einen dritten Anlauf habe ich verzichtet, nachdem Freenet komplett innerhalb von 16 Tagen liefern wollte und ich tatsächlich jetzt mit 16Mbit surfe.
Telekom hat verka**t, 1&1 nach den Erlebnissen von Michael ebenfalls… für mich die Bestätigung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
Michael, ich drück Dir die Daumen, daß Du bald wieder online bist, sonst würde ich Dir die UMTS-Tarife von T-Mobile (jaja, aber das war meine Rettung in den 8 Wochen ohne Internet) empfehlen ;-)
Ist doch komisch, oder? Jeder Provider stellt sich sowas von an, als würde er das erste mal einen DSL-Zugang einrichten. Dabei ist das deren Hauptgeschäft!!! Das ist fast so, als würde ich jedesmal vom Kunden einen Beschwerdeanruf bekommen, wo denn die Drucksachen bleiben – weil ich „urplötzlich“ nicht mehr weiß, wie ich ein PDF erstelle… An was liegt denn diese Unfähigkeit der Provider? Ist das Thema so kompliziert?
Oh je.
Da kann man nur sagen: allergrößtes Mitgefühl!!!
Und ich werde wieder dran erinnert, dass ich dringend eine Flatrate bräuchte. Anfang des Jahres habe ich beschlossen, dass das jetzt mal nötig wird. Und seit dem versuche ich verzweifelt rauszufinden, welcher Anbieter mir sicher zusagen kann, dass die Umstellung reibungslos verläuft.
Weil: freelancer etc.
Ergebnis: Niemand. Jedesmal wenn ich was Gutes höre und denke: da könnte ich hin, kommt als nächstes so eine Horrorgeschichte. Und dann auch noch 2-Jahresverträge? Grusel.
@fraudores: Damit dir noch schwindliger wird – hier ein netter Artikel auf SpiegelOnline ;)
Mit hat Arcor mal „ausversehen“ den ISDN-Anschluss abgeschaltet und an die Telekom zurückgegeben. Das ließ sich nicht mehr rückgängig machen, so dass ich dann bei der Telekom einen neuen Anschluss beantragen musste. Dazu musste ein T-Com-Techniker ins Haus kommen, und im Keller irgendwas umstöpseln, kostete 100 Euro extra. Die habe ich dann mit der Arcor-Abschlussrechnung verrechnet, was Arcor aber nicht verstehen wollte und mir ihre Inkasso-Mafia samt Mahnbescheid auf den Hals gehetzt hat. Meine Briefe in dieser Sache liefen allesamt ins Leere, nicht ein einziger wurde beantwortet – die haben sich totgestellt und munter ihre Anwälte mahnen lassen. Ich hätte denen am liebsten mal im Vorbeifahren eine Bombe vor die Tür gelegt (eines ihrer Hochhäuser war damals gleich bei mir um die Ecke, in Eschborn – noch heute wird mir übel, wenn ich da vorbeifahre).
Seit dem bin ich wieder zufriedener Telekom-Kunde, und als ich unlängst auf das DSL-flatrate-Paket umgestellt habe (alternative Anbieter gibt es in meinem Wohnort ohnehin noch nicht), hat der Service bis auf eine Ausnahme vorbildlich funktioniert!
Mein Beileid – das hört sich nach einer sehr, sehr langen und unerfreulichen Geschichte an.
Wir haben sehr gute Erfahrungen mit COLT Telecom (Direktanschluß) gemacht – zu akzeptablen Konditionen, wie ich finde.
Als Überbrückung böte sich UMTS an, oder?
-Eine O2 GENION CARD S (keine Grundgebühr, keine Mindestvertragslaufzeit) mit Datenoption Internet Pack L Kostet 25€/Monat für 5 GB Inklusivvolumen (bei Online Abschluß gibt’s noch mal pauschal -15% auf Rechnungsbetrag monatlich), Mindestvertragslaufzeit des Internet Packs nur 3 Monate
-Vodafone-BusinessData 3M für 0 € GG buchen und dort dann den Vodafone ZuhauseWeb-Tarif mit 5 GB für 29,95 € zubuchen. Diese Kombi hat 3 Monate MVLZ und kann danach monatlich gekündigt werden… geht nur über die Hotline. Dort hartnäckig bleiben, da den meisten dieser GG-freie Tarif gänzlich unbekannt ist.
5 Gig wird knapp, aber besser als nix bei überschaubaren Kosten.
Noch nichts neues? Das hört sich nach einer absurden Geschichte an…
Also, so kann es nicht weitergehen. Wenn nur wegen der Unfähigkeit diverser Telekommunikationsunternehmen ein Lieblings-Weblog für so lange Zeit quasi zwangsstillgelegt wird, sollte man wirlich mal über Streik nachdenken. Wer organisiert die Urabstimmung?
Ich kann es gut verstehen, wie es für dich ohne Internetzugang aussieht, aber kannst du dich nicht auf Modem zurückgreifen?
Diese Streikidee finde ich ja sehr schön, nach fünf schlimmen DSL-Umstellungen bemerke ich bei mir aber inzwischen den Drang hin zu einer gewissen Radikalisierung ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Molotow-Cocktail
Heute ist der 23. Tag der DSL-Störung, ohne dass sich auch nur das kleinste Bisschen getan hat. Heute vormittag habe ich die Angelegenheit einem Anwalt übergeben.
Die Unglaublichkeit dieser ganzen Geschichte werde ich beizeiten mal dokumentieren – hier nur ein kleines Beispiel: Am 22.05.07 habe ich der 1&1-Geschäftsleitung ein Schreiben per Post zukommen lassen, vorab auch per Telefax. Dass 1&1 mir angesichts der Tatsache, dass ich in dem Schreiben lang und breit erkläre, dass ich seit dem 10.05. u.a. auch keine E-Mails mehr empfangen kann, tatsächlich per E-Mail antwortet, ist nicht nur eine Frechheit, sondern zeigt auch ziemlich deutlich, dass mein Schreiben noch nicht mal gelesen wurde.
Und natürlich bestand der Inhalt der E-Mail lediglich aus zusammenkopierten Standard-Textbausteinen …
Das kann es doch nicht wirklich sein. Ich drücke Dir auf jeden Fall die Daumen das du bald wieder einen funktionierenden Internetzugang hast und 1&1 einen auf den Deckel bekommt.
Unglaublich. Ich bin derzeit auch noch bei 1&1, der Vertrag läuft jedoch Mitte Juli aus. Bei mir läuft der Zugang zwar wunderbar und ich bin mir bewusst, dass ich mir potentiell Probleme einhandeln kann, die bei einem Wechsel ja bekanntlich häufig auftreten, aber ich habe einfach keine Lust mehr, einer Firma Monat für Monat gutes Geld zu überweisen, der Bestandskunden offensichtlich ziemlich egal sind. Das hat ja Methode: Der Kunde ist ja durch die irrsinnig langen Mindestvertragslaufzeiten an den Anbieter gekettet und kann sich schlecht wehren, wenn er nicht zufrieden ist.
Obwohl es nicht das billigste Angebot ist, werde ich zu Alice DSL wechseln. Dafür, dass Hansenet auf eine Mindestvertragslaufzeit verzichtet, zahle ich gerne ein kleines bißchen mehr.
Ein Grund warum ich mich bisher sehr schwer tat mich auf irgendeinen DSL-Quark einzulassen. Bisher kam ich auch per Modem gut zurecht, jetzt erst recht. Ohne jetzt groß hier Werbung machen zu wollen, Arc.. hat jetzt auch eine Flatrate per Internet by Call im Angebot, ohne Vertragsbindung, jeweils immer nur einen Monat gültig, im nächsten Monat muß man das erst wieder aktivieren, kein preselection, ganz normal über den Telek…anschluß und -rechnung. Es gibt ein paar einschränkungen mit denen man aber durchaus als normaler Surfer und E-mailer sicher leben kann. Eventuell ist so ein Angebot auch für ein Fallback bei DSL-Problemen interessant. Erspart mir aber nun hoffentlich eine ganze Menge Geld. Wie und ob sich das bewährt werde ich mit der nächsten Abrechnung sicher sehen.
1&1 Leidensgeschichte in der FAZ:
http://preview.tinyurl.com/2ztwwy
@Pixelpiet: Wenn man nun aber mit dem Internet arbeiten muss, dann reicht ein Modem bei weitem nicht mehr aus. Jede Recherchearbeit ist bei den Ausmaßen, die manche Webseiten angenommen haben, eine Qual und größere Webprojekte per FTP hochladen ist auch ein Ding der Unmöglichkeit. Nur 2 Beispiele von vielen…
Bei Arcor wird momentan alles auf die Streiks der Telekom geschoben. Kleiner Tipp eines Kumpels, der sein Geld bei der Arcor-Hotline verdient: Einfach während des gefühlt einstündigen Computerdialogs zu Beginn laut genug schreien, dann wird man sofort zu einem Menschen umgeleitet.
Kleine Geschichte am Rande. Eine Bekannte arbeitet in der Zentrale der Telekom und wartet nach dem Umzug in Bonn seit Wochen auf ihren Anschluss. Als sie an der Hotline mit „wegen der Streiks kann es zur Verzögerung kommen“ abgespeist wurde, hat sie der Dame erstmal erklärt, dass die entsprechenden Abteilungen gar nicht streiken. Gebracht hat das dann aber leider auch nichts.
Es ist schon bezeichnend, dass die Telekommunikationsunternehmen in einem Land der ersten Welt zwar immer tollerer, billigere und gebundeltere Angebote auf den Markt schmeissen, aber an einem ganz normalen Hausanschluss scheitern.
Ich habe dieses Blog in den tiefen meiner Bookmarks entdeckt und habe voller mitgefühl diesen Eintrag entdeckt. Ich hoffe sehr das Ihr Internetzugang bald wieder funktioniert :-)
Sag mal, hat das bald ein Ende? Da leidet ja der werte Leser fast genauso, wenn der blog hier so zu verkümmern droht…
Das ist also wirklich ungeheuerlich. Unfassbar das in Deutschland, eines der modernsten Länder der Welt so etwas geschehen kann. Ich finde es wirklich eine schweinere jemanden so lange hinzuhalten ohne das konkret etwas geschieht. Mein herzlichstes Beileid, ich fühle mit Ihnen und hoffe das bald wieder die Daten durch Ihre Leitungen strömen und wir endlich wieder in den Genuss von „esse est percipi“ kommen.
Grüsse aus der Schweiz
unfassbar. dagegen ist adobe mit seinen 14 tagen trägheit ja fast schon bewegungsunscharf. ich warte nach denkbar schwieriger kontaktaufnahme per mail und telefon jetzt seit 2 wochen auf die “umgehend” angekündigte “entscheidung”, ob ich von CS2.3 auf 3 upgraden darf, nachdem ich in der aggressiv beworbenen “grace period” ganz legal und kostspielig das CS2.3 premium update von CS1 bzw meiner ursprünglichen collection erworben habe. es hiess ausdrücklich, man bekomme bei kauf bis ende juli kostenlos das upgrade auf CS3 – sind diese firmen alle noch ganz dicht????
Ironischerweise preisen die Google Ads links auf deiner Seite u.a. einen DSL-Anschluß der Firma 1&1 an…
nun da der Streik vorbei ist wird sich die Ausrede ändern: „beim Streik ist soviel liegengeblieben, das kann sich hinziehen…“
@ Ben: diese Ironie ist sozusagen „systemimmanent“...
@solotoj: Offiziell werden die Streiks erst am Freitag beendet. Dummerweise bleibt wirklich viel liegen, ein Bekannter von mir arbeitet als Techniker@T-COM (bzw. jetzt ja T-Service) und der meinte in den letzten Wochen blieben allein in seinem Bezirk in Berlin täglich ~50 Aufträge liegen. Es macht schon einen Unterschied ob 20 Mann oder doch nur einer arbeitet…
Na prima, hier sinds zwar „erst“ 15 Tage, aber die Geschichten, die ich in der Hotline erleben durfte sind druckreif. Bagger hat ‘nen Kabel „durchtrennt“, kein Telefon, kein DSL – gestern meinte eine Mitarbeiterin der Hotline „Ja, aber sie sind ja mit DSL bei einem Reseller“, heute wurde es dann richtig witzig. Ich habe seit dem ersten Tag bei jedem Mitarbeiter der Hotline immer wiederholt, dass das Kabel von einem Bagger durchtrennt ist – jedesmal sagte man mir zu Anfang der Gespräche „Da scheint ein größerer Defekt vorzuliegen“. Anscheinend nahm niemand die Information mit dem Bagger ins System auf. Heute sagte mir eine Mitarbeiterin, dass diese Information wohl entscheidend ist, da es ansonsten zu einer Information der falschen Abteilung kommen kann. Wirklich unglaublich :)
Ich glaube ich wäre den werten Damen und Herren bei 1&1 im wahrsten Sinne des Wortes aufs Dach gestiegen. Wirklich verstehen kann ich deine augenscheinliche Ruhe in dieser Angelegenheit nicht, resultiert doch aus diesem Ausfall sicherlich auch das ein oder andere geschäftliche Problem – oder irre ich da?! Halte uns doch mal auf dem Laufenden was eventuelle rechtlichen Schritte angeht.
Ich habe ja immer geglaubt, mir könne so was nie passieren, weil ich ausgesprochen durchsetzungsfreudig bin und nie etwas unversucht lasse. Wenn man aber, wie in diesem Fall, niemanden zu fassen bekommt, der Verantwortung zeigt (oder womöglich gar trägt), wird’s schwierig.
Natürlich gab und gibt es geschäftliche Probleme, deshalb habe ich ja vor dreieinhalb Wochen einen Anwalt eingeschaltet.
Sicher sind zwei Dinge: 1&1 hat in meinem Fall nicht genügend unternommen, damit die Telekom die Störung behebt. In diversen Foren berichten Reseller-Kunden von Wartezeiten von ein paar Tagen bis zu einer Woche, die eine DSL-Entstörung während des Streiks gedauert hat – meine sechseinhalb Wochen (aus denen ja laut 1&1 möglicherweise bis zu 18 werden können) sind der absolute Negativrekord.
Und zweitens wird es natürlich eine Schadensersatzklage geben.
Fortsetzung folgt.
In allen Belangen und an allen Baustellen wünsche ich toi toi toi. Wobei ich bzgl. Schadensersatz eher skeptisch bin, da es ja – wie vnn Peter Fisch am 23.05. angedeutet – auch Ausweichmöglichkeiten (Stichwort UMTS) gibt. Andererseits – wer rechnet schon damit, dass man ANDERTHALB MONATE oder noch länger ausfällt. Es bleibt spannend, und ich drücke wie gesagt beide Daumen. Nicht zuletzt aus Eigeninteresse, damit es hier nämlich bald weitergeht. Und ich bin mir nahezu sicher, dass wir Leser auch den weiteren Verlauf der aktuellen Thematik mitbekommen werden…
Natürlich gibt es Ausweichmöglichkeiten. Ich selbst nutze ja das 56 KBit/s-Modem meines Powerbooks (Gottseidank habe ich das – mein aktueller Desktop-Mac besitzt gar kein Modem mehr), aber das muss ja – neben den 29,99 Euro, die 1&1 selbstverständlich (trotz Widerspruchs) auch weiterhin monatlich abbucht, obwohl die Leistung nicht mehr erbracht wird –, auch zusätzlich bezahlt werden. Und UMTS mit gerade mal doppelter ISDN-Geschwindigkeit nutzt mir, ehrlich gesagt, so viel dann auch nicht.
Es geht einfach nur darum, dass ausgerechnet ich, der ich beruflich auf DSL angewiesen bin, offensichtlich der einzige 1&1-Kunde bin, der länger als eine Woche auf eine Entstörung warten muss(te).
Viel länger.
In drei Tagen sind’s sieben Wochen.
Die Verbraucherschutzorganisationen empfehlen im übrigen, sich schon bei mehr als drei Tagen streikbedingt andauernden Störungen zu wehren und Schadensersatz zu fordern. Von sechseinhalb Wochen haben die mit Sicherheit aber auch noch nichts gehört …
Hmm. Dann sind Sie ein Prädenzenzfall (so richtig geschrieben??) und bin gespannt, wie die Sache so ausgeht. Bin froh, daß ich rechtzeitig von 1&1 über die Telekom zu Arcor gewechselt bin. Alles wunderbar. Jetzt.
Bitte nicht als Menetekel verstehen, aber die Sache mit der Schadenersatzklage wird nicht erfolgreich sein.
Warum? Ich habe zwei Bekannte die als Richter arbeiten gefragt, von Ihnen stammt diese Information.
Ganz egal wie recht man als Kunde hat, eine Chance mit einer Klage hat man nicht. Trotz aller Rechtschutzversicherungen können sich Arcor, 1&1, Telekom und wie die üblichen Verdächtigen in diesen Fällen heißen einen ewigen Rechtsstreit leisten. Schließlich arbeiten in deren Rechtsabteilungen Leute die sich permanent mit solchen Prozessen beschäftigen (andere Streitfälle wird es wohl so gut wie nicht geben). Weiterhin sind deren finanzielle Mittel unbegrenzt (notfalls wird eben die Rendite geringer).
Für die Branche wäre ein Urteil pro Kunde auch mehr als furchtbar, von diesem Tag an würden sich alle auf dieses Urteil berufen können. Also werden nicht enden wollende Prozesse geführt.
Perfide ist nur, daß wir als Kunden mit unseren Zahlungen die Rechtsabteilungen finanzieren.
Die einzige wirkliche Lehre, die wir alle daraus ziehen sollten ist folgende. Alles bei einem Anbieter abschließen, dann kann wenigstens niemand die Schuld einem anderen Unternehmen geben.
Ich hoffe, mein Beitrag wird nicht falsch verstanden, ich schiebe wie alle anderen auch totalen Frust, seit Wochen nur diesen Beitrag lesen zu können. Aber vielleicht ist es wirklich einfacher einen neuen Anbieter zu suchen als weitere 11 Wochen mit 56KBit/s zu arbeiten.
Also…Einzugsermächtigungen sind jederzeit kündbar und die Beträge rückbuchbar, oder? Das wäre auf jeden Fall mein erster Schritt gewesen. Keinen Cent mehr. Zeitgleich Darstellung der Geschichte in Kurzform bei der Computer-Bild (die freuen sich an so etwas). Denn die Publicity, die ein solcher Beitrag bringt, läßt sich auch mit dem windigsten Winkeladvokaten nicht aussitzen. Hast Du Deinen Vertrag gekündigt (einseitige Vertragsverletzung, nicht erbrachte Leistungen) und einen Alternativanbieter recherchiert?
Salut und viel Glück bei dieser „unendlichen Geschichte“...
Wie kommst du eigentlich darauf, daß der Fehler der Entstörung bei der Telekom liegt? Vielleicht hat 1&1 die Störung nicht weiter geleitet?
Von wegen Modem-Internet-Flat von A…. nur mal hier ein „Zwischenbericht“. Unter einer Flat verstehe ich wohl etwas anderes als die anbietende Firma. Heute war es dann wieder soweit, der kommende Monat sollte für die Flat wieder freigschaltet werden. Wenn man nicht aufpasst und erwartet es wäre alles beim alten, der täuscht sich schnell. Aber ich erhielt die Meldung, meine Nutzung der Flatrate wäre wohl etwas arg gewesen und man bot mir nun das Doppelte des ursprünglichen Preises an. Also statt knappe 15 Euronen sollte ich nun eben fast 30 für die Flat bezahlen. Also alles so wie im richtigen Leben und bei den Telefon- oder DSL-Flats, nur Lockvogelangebote und nix dahinter ;-) Was versteht ihr unter einer Flatrate?-)
pixelpiet
Wir hatten auch so einen Fall (wie oben in meinem Kommentar kurz angedeutet), allerdings haben Mitarbeiter von Arcor und Telekom zusammen auf unsere Bitte hin gearbeitet und das aber erfolgreich. Vielleicht müssen Sie, Herr Preidel, diesmal den direkten Weg nehmen und alle an die Leine nehmen und etwas »drohen«...
Vielleicht wäre das der richtige Zeitpunkt, den Anbieter zu wechseln?
Solange wir nicht wissen, wer denn nun diese unselige Angelegenheit zu verantworten hat – bisher schiebt man sich ja gegenseitig den schwarzen Peter zu –, werde ich nicht wechseln. Sollte es nämlich tatsächlich an der Telekom liegen, würde ein Wechsel (Stichwort „letzte Meile“) nichts bringen.
Heute bin ich übrigens seit 8 Wochen und 5 Tagen ohne DSL.
Ohje, eine echte Leidensgeschichte der heutigen Zeit. Ich war auch ca. 2 Wochen ohne Internet, weil der mitbenutzte WLAN-Zugang meines Vermieters irgendwie nicht wollte. Um wenigtens kurz mal E-Mails zu checken habe ich mich dann mit GPRS eingewählt – bewusst immer nur ganz kurz! Nur um heute bestürzt feststellen zu müssen, dass mir der Provider fast 100 € berechnet. 6420 KB schlagen schon mit 50 € zu Buche, und ich kann mir nicht erklären, wie diese Datenmengen zustande kamen – länger als 5 Min war ich nie online und nur, um die Kopfzeilen (!) der Mails runterzuladen. Aber ich füchte, da lässt sich auch nix mehr machen …
..schade, meine trackbacks kommen irgendwie nicht an, daher schreib ich es nochmal hier rein ;o)
„Never change a running connection“ ;-)
Hoffentlich ist ihr Leidensweg bald zu Ende. Genau wegen ihrer Erfahrungen werde ich meinen Anbieter wohl niemals wechseln.
habe seit 13 (!) wochen das gleiche problem. zufällig mit den gleichen alten bekannten. 1&1 + telekom. weiss echt nicht mehr was ich machen soll, keine entstörung in sicht. kommt mir alle zwei wochen vor wie ein dejavu, obwohl bereits 4 telekom techniker unabhängig voneinander festgestellt haben, dass der fehler vor unserem hausanschluss liegt, wird in regelmäßigen abständen immer weider versucht diese erkenntnisse zu ignorieren und auf neue zu behaupten dass der fehler bei meiner isdn/dsl anlage liege um der drohenden rückzahlung der von mir zu unrecht bezahlten rechnungen entgegen zu wirken. mittlerweile ist jedoch bekannt, dass mehrere haushalte in der gegend probleme haben, der fehler also an der telekom hauptleitung liegen muss. die provider haben da scheinbar gar keine macht irgendetwas bei der telekom durchzusetzten. scheinbar kann man sich wieder nur so verhalten wie es die heuschrecke von ihren arbeitsbienen erwartet: kusch, kusch!
@ msd: Nimm dir einen Anwalt. Bei mir hat 1&1 letztlich nicht nur alle Rechnungen zurückerstattet, sondern darüber hinaus auch sämtliche Modemeinwahlkosten übernommen und mir einen nicht ganz unerheblichen Schadensersatz für die Ausfallzeit bezahlt. Meine Anwaltskosten wurde selbstverständlich auch erstattet.
Wenn du Namen und Telefonnummer des Anwalts haben willst, schick mir eine Mail.
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