Praxisvergleich: Gaggia Classic versus Rancilio Silvia
Espresso-Vollautomaten sind ohne Frage sehr bequem – will man aber guten Espresso trinken, führt kein Weg an einer Siebträgermaschine vorbei. Die beliebtesten Einsteiger-Maschinen sind die Gaggia Classic (ab ca. 300 Euro) und die Rancilio Silvia (ab ca. 450 Euro). Da ich weiß, dass viele vor der Entscheidung „Classic oder Silvia?" stehen, hier ein ausführlicher Praxisvergleich dieser beiden Espressomaschinen – es handelt sich um die aktuellen Modelle.

Links: Gaggia Classic, rechts: Rancilio Silvia
Verarbeitung
Das Gehäuse der Classic besteht aus mattem Edelstahl, ebenso wie das der Silvia, die seitlich noch einen schmalen Rahmen aus anthrazit lackiertem Metall besitzt. Das Rahmenblech der Silvia ist ungefähr doppelt so stark wie das der Classic; die Metallkanten sind bei der Silvia abgerundet, während sie bei der Classic scharfkantig sind.


Blechkanten an der Tassenablage. Links: Gaggia Classic, rechts: Rancilio Silvia
Bodenblech mit Kratzern ab Werk
Das Bodenblech unterhalb des Auffangbehälters meiner Gaggia Classic sieht so aus, als ob es in der Gaggia-Fabrik eine zeitlang als Schneide-Unterlage benutzt wurde. Nicht unbedingt ein Zeichen für sorgfältiges Arbeiten.
Der Auffangbehälter unter dem Abtropfgitter der Rancilio Silvia ist aus Edelstahl, bei der Gaggia Classic ist er aus Plastik, dafür ist er etwas größer.
Handhabung
Die Rancilio Silvia wiegt 14 kg. Damit ist sie sechs Kilogramm schwerer als die Classic, was sich beim Ein- und Ausspannen des Siebträgers durchaus positiv bemerkbar macht: die Silvia bleibt stehen, während sich die Classic mitdreht, wenn man sie nicht festhält.
Temperaturstabilität
Eine wichtige Voraussetzung für einen guten Espresso ist u. a. die richtige Temperatur des Wasser. Bauartbedingt sind beide Maschinen nicht besonders temperaturstabil: Beim Erreichen einer bestimmten Wassertemperatur schaltet das Thermostat die Heizung ab. Danach sinkt die Temperatur bis zu einem bestimmten Punkt, an dem die Heizung wieder anspringt. Deshalb kann die Wassertemperatur durchaus um bis zu 10 °C differieren, je nachdem, zu welchem Zeitpunkt dieses Zyklus’ man den Kaffee bezieht.
Die Silvia hat hier einen minimalen Vorteil, allerdings sollte man bei beiden Maschinen temperatursurfen, um reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.
Espresso/Crema

Crema
Sind die Kaffeebohnen frisch und stimmen daneben auch Mahlgrad und Tamperdruck (siehe auch „Der perfekte Espresso“), produzieren beide Maschinen einen sehr guten Espresso. Wegen der geringeren Temperaturschwankungen gelingt es mit der Silvia etwas leichter, Espressi durchgehend mit haselnussbrauner Crema zu produzieren.
Dampfpower/Milchschaum
Als ich zum ersten Mal mit meiner nagelneuen Gaggia Classic Milch aufschäumte, kam nach ca. 6-8 Sekunden nur noch ein laues Lüftchen aus dem Dampfrohr. Der Einbau eines neuen Thermostats durch eine Gaggia-Fachwerkstatt brachte keine Besserung. Mittlerweile weiß ich aus einigen Foren, dass auch andere Classic-Besitzer die Dampfpower ungenügend finden. Es gibt einen Trick, wie man etwas mehr Dampf erzeugen kann: Nachdem Einschalten der Dampf-Taste wartet man nicht, bis die Kontrollleuchte ausgegangen ist, sondern fängt bereits nach 20-25 Sekunden an, die Milch aufzuschäumen.
Die Silvia hat wesentlich mehr Dampfpower, was nicht zuletzt auch dem größeren Tank zu verdanken ist.


Dampfrohr. Links: Gaggia Classic, rechts: Rancilio Silvia
Mit dem Panarello der Classic, das ist das auf das Dampfrohr aufgesteckte Kunststoffrohr, ist es (nicht nur) mir völlig unmöglich, cremigen Milchschaum herzustellen. Einige Classic-Besitzer rüsten ihre Maschinen deshalb (mit einiger Bastelei) mit dem Silvia-Dampfrohr nach (was mit der 2009er Kugelgelenk-Version nicht mehr gehen dürfte) – damit gelingt der gewünschte cremige Mikroschaum nämlich mühelos. Wollen Sie auch ohne Umrüstung besseren Milchschaum haben, ziehen Sie das große Kunststoffrohr ab und schäumen die Milch nur mit der aufgeschraubten Düse.
Kundendienst/Support
Wegen des oben erwähnten Problems mit dem lockeren Einersieb schrieb ich insgesamt vier E-Mails an die Gaggia GmbH, in denen ich nach einer Lösung fragte. Zur Antwort erhielt ich lediglich zwei phrasenhafte Standardschreiben („Sehr geehrte Damen und Herren …“), in denen nicht im mindesten auf meine Fragen eingegangen wurde. Der (nutzlose, siehe oben) Austausch des Gaggia-Thermostats wegen fehlender Dampfpower hat fünf Wochen gedauert. Laut Aussage des Reparaturbetriebs, weil die Gaggia GmbH ein Ersatzteil nicht liefern konnte.
Mit der Silvia hatte ich bisher keine Probleme, deshalb kann ich zum Kundendienst nichts sagen.
Bewertung

| Gaggia Classic | Rancilio Silvia | |
|---|---|---|
| Straßenpreis | 300 € | 450 € |
| Handhabung | ![]() |
![]() |
| Temperaturstabilität | ![]() |
![]() |
| Espresso/Crema | ![]() |
![]() |
| Milch aufschäumen | ![]() |
![]() |
| Kundendienst/Support * | ![]() |
|
| Gesamtergebnis | ![]() |
![]() |
* Fließt mangels Vergleichsmöglichkeit nicht mit ins Gesamtergebnis ein
Fazit
Ich habe mit beiden Maschinen ausreichend Erfahrungen sammeln können: Die Gaggia Classic war zwei Jahre lang täglich in Betrieb, die Rancilio Silvia ist es seit einem halben Jahr. Mein Fazit: Wenn man nur alle paar Wochen mal einen Espresso trinken will und einem u. U. ein bisschen Kaffeemehlsauerei nichts ausmacht, ist man mit der Gaggia Classic gut bedient. Werden es aber ein paar Espressi mehr, oder kommt ab und zu auch mal ein Cappuccino oder ein Milchkaffee dazu, sollte man meines Erachtens lieber gleich zur Rancilio Sivia greifen.
Zwar trifft die bekannte Weisheit „Wer billig kauft, kauft doppelt“ hier nur bedingt zu, weil 300 Euro für die Classic auch nicht gerade billig sind, aber für 150 Euro mehr bekommt man mit der Silvia nicht nur einen Boiler und eine Duschplatte aus Messing (statt aus Aluminium), sondern auch gleich größere Dampfpower, ein wesentlich geeigneteres Dampfrohr, eine bessere Handhabbarkeit und nicht zuletzt eine deutlich hochwertigere Verarbeitung.
Update 2014
Seit einiger Zeit haben wir jetzt eine Bezzera BZ99. Mein Tipp: Kaufen Sie weder die Rancilio noch die Gaggia, sparen Sie auf einen Zweikreiser – irgendwann landen Sie sowieso da …
Ähnliche Beiträge:
Junger Kräuter-Matjes Liebes Tagebuch (102)
Kommentare:
Bei den Kommentaren handelt es sich um fremde Inhalte, die sich „esse est percipi“ nicht zueigen macht. Verantwortlich für den Inhalt eines Kommentars ist der jeweilige Verfasser.
Danke für den hübschen Test!
Kurz vorweg, ich bin Besitzer einer Gaggia Classic und bin von der Maschine doch sehr überrascht worden in punkto Leistung und Espressoqualität. Ich bin aber weder Fanboy noch bekomme ich Provision von Gaggia :-). Und die Silvia mag ich optisch eh mehr. Allerdings habe ich meine Gaggia für weniger als die Hälfte des Preises der Silvia erworben, was letztlich den Ausschlag gab.
Das Problem mit dem Sieb bei der Gaggia würde ich eher beim Sieb vermuten. Die original beigelegten Siebe sitzen bei mir ausnahmslos bombenfest. Und auch alle Zubehörsiebe die ich besitze lassen sich nur mit etwas Kraftaufwand aus dem Siebträger entfernen.
Erwähnenswert weiterhin, dass der Dampf wegen des kleineren Kessels bei der Gaggia etwas schneller verfügbar ist, da sie schneller aufheizt. Des weiteren gibt es etliche Gaggia-Anhänger die der Meinung sind, das die Maschine schneller auf „Betriebstemperatur“ ist.
Dampfpower hat die Gaggia Classic genug um Milch für 2-3 große Capuccino auf einen Rutsch zu schäumen. Ich habe keinen direkten Vergleich zur Silvia aber die „Dampfpower“ schätze ich als ordentlich ein. Das „laue Lüftchen“ ist sicher nicht serienmäßig.
Der Plastikpanarello ist allerding,s wie Du richtig ausführst, ein absolutes Ärgernis. Nach dem Tausch gegen die „alte“ Dampflanze der Silvia (übrigens ohne „große Bastelei“ sondern einfach dranschrauben) ist man jedoch bestens gerüstet für extrafeine Milchschaumschlägereien.
Generell ist die Silvia aber tatsächlich die wertigere und „professionellere“ Maschine. Die Silvia nötigt dem Besitzer allerdings ebenso wie die Gagia Classic einige Grundregeln zur Pflege ab. Regelmäßiges Rückspülen sowie entlüften nach der Dampfentnahme wären da beispielsweise zu nennen.
Der Verweis mit dem Titel „temperatursurfen“ tut nix.
@merscho: Ich glaube, beim Aufheizen tun sich beide Maschinen nicht viel. Schließlich reicht es ja nicht, dass das Wasser im Kessel heiß ist, sondern die ganze Brühgruppe einschließlich Siebträger muss auf Temperatur kommen. Ich würde bei beiden Maschinen mindestens 20 Minuten warten, bevor ich den ersten Espresso beziehe.
Die Espressoqualität ist bei der Classic in der Tat sehr gut, aber mich haben diese ganzen Kleinigkeiten mit dem Trester, der am Sieb hängen bleibt, dem Panarello, der fehlenden Dampfpower, dem unterirdischen Gaggia-Support usw. irgendwann so gestört, dass ich schließlich doch eine Silvia gekauft habe.
@Martin: Danke, repariert.
@michael:
Ich sehe das bezügl. des Aufheizens ja ähnlich, daher die Formulierung. Ich lass der Maschine immer mindestens eine halbe Stunde um wach zu werden. Die brauch ich nämlich morgens auch.
Mit der Silvia hast Du auf jeden Fall die richtige Entscheidung getroffen. Die Gaggia Classic ist aber durchaus ein solides Gerät, mit dem man – rein von der erreichbaren Kaffeequalität her – gleichauf mit der Silvia liegt. Letztere ist aber das deutlich wertigere Gerät.
Liebe Kaffeetrinker,
geschult durch andauerndes Lesen verschiedenster Kaffeeforen fällt mir auf, dass Ihr bisher noch nicht erwähnt habt, mit welcher Mühle Ihr die Bohnen für die jeweilige Maschine vorbereitet habt. Ich vermisse auch die diversen Hinweise auf die verschiedenen Kaffeesorten , die sich wiederum in Abhängigkeit mit der Mühle für die eine oder andere Maschine eignen. Ach ja, was ist eigentlich mit den Zweikreismaschine für die Leute, die „nur“ Cappucino trinken wollen?
Nun ja, kommt bestimmt noch.
Ich freue mich jeden Tag über meine uralte Gaggia, über die Kommentare meiner Frau, wenn die Crema mal wieder nix iss oder ich die Küche mit Kaffeemehlsauereien (Danke für das Wort, Michael) verschönt habe.
Aber vor allen Dingen freue ich mich auf einen Kaffee, der abends am italienischem Strand auf einem Gaskocher in einer italienischen Siedekanne gekocht wurde und trotz vorgemahlener Bohnen minderer Qualität wirklich hervorragend schmeckt.
Warum bloß?
Zum Thema Gaggia siehe auch: Spannender Espresso. Die betreffende Maschine (Modell „Cubika“) ist nach dem 11. (in Worten: elften) Schaltertausch in den Keller gewandert. Zwar hat der deutsche Reperaturbetrieb irgendwann ein Einsehen gehabt und gleich mehrere Schalter als Vorrat zum Selbertauschen zugeschickt, aber wegen sehr schwankender Kaffee- und Cremaqualität war der Besitzer außerdem unzufrieden mit der Maschine. Der elfte Schalter stammte übrigens aus einem professionelleren Modell und ging auch nicht mehr kaputt, aber das konnte die Gaggia dann auch nicht mehr vor dem Keller retten …
Mein persönlicher Drang, eine Gaggia zu kaufen ist ungefähr so groß wie der Wunsch, von Mac OS X auf Windows umzusteigen.
@ Jonas: Nun, hätte ich die Wahl zwischen einem vorgemahlenen Siedekannenkaffee minderer Qualität an einem italienischen Strand oder einem sehr guten Espresso aus meiner Silvia zuhause, würde ich selbstverständlich immer den Strand vorziehen.
Ich ahne ja, worauf du hinaus willst, aber: Mehr als meine günstige Demoka-Mühle, die Silvia und einen ausgesuchten 14-Euro/Kilo-Espresso brauche ich nicht. Damit mache ich Espressi und Milchkaffees in einer Qualität, wie ich sie ganz selten mal in einem Restaurant oder einer Bar bekomme. Auch ohne, dass ich ständig über Arabicas, Robustas oder Zweikreiser philosophiere.
Mir schmeckt guter Caffè einfach, und die beschriebene Ausrüstung bietet sozusagen das optimale Verhältnis zwischen (finanziellem) Aufwand und Ergebnis.
@Roman: Hier noch eine nette Gaggia-Geschichte: Obwohl ich drei Mails an Gaggia mit Michael Preidel unterzeichnet hatte, begann die Gaggia-Antwort-Mail mit „Sehr geehrte Frau Preidel“. Kann man eigentlich noch deutlicher zeigen, dass man meine E-Mails nicht gelesen hat?
Hallo,
ich bin seit 3 Wochen glücklicher Bestizer eine Gaggia Classis. Ich muss sagen mit dem Espresso bin ich sehr zufrieden. Das einzige was mir an der Maschinen aufgefallen ist, dass ab und an bei einem Kaffeebezug etwas Wasser aus dem Dampfrohr tropft. Ich muss dazu sagen dass ich die orginal Dampflanze gegen die der Silvia getauscht habe, jedoch dürfe das nicht ins Gewichtfallen, da die Dampflanze nur von aussen angeschraubt wird.
Kann mit jemand sagen warum das Wasser aus der Dampflanze tropft und ob das schlimm ist ?
Wie kann ich hier gegebenenfalls Abhilfe schaffen ?
Gruß
Andreas
> Kann mit jemand sagen warum das Wasser aus der Dampflanze tropft und ob das schlimm ist
Wenn es nur ganz wenig ist (ein paar Tröpfchen), könnte es Restwasser von der letzten Benutzung der Dampf-Funkltion sein, das beim Aufwärmen durch die sich ausdehnende Luft hinausgedrückt wird. Wenn es mehr ist, könnte das Nadelventil verschlissen sein. Das geht um so eher kaputt, je fester man es zudreht, weil sich dann Riefen bilden. Also immer nur locker anziehen. Das Ventil ist leider nur als nur komplettes Ersatzteil (z.B. bei espressoxxl) zu beziehen, es gibt keine tauschbaren Dichtungen darin.
Guter Vergleich, danke!
Nach meinen Erfahrungen mit drei Maschinen (an drei verschiedenen Standorten; Isomac Milano, Gaggia Classic und Saeco Aroma – keine Silvia) klingen die Gaggia-Erfahrungen leider arg ähnlich meinen eigenen. Warum diese Maschine so oft gelobt wird, ist mir nach über einem Jahr immer noch nicht klar.
Die Isomac ist eher mit der Silvia vergleichbar, massiv und für Freunde von Gastronomie-Gerätschaft (heisst total ungestylt). Ich bin super-zufrieden.
Will ich wenig Geld ausgeben für eine Maschine, die ich nicht so häufig benutze, ist die Aroma eine ausgezeichnete Wahl (allerdings in einer anderen Klasse als die Rancilio oder Isomac).
Ich bin von einer Gaggia auf die Silvia umgestiegen. Beide sind von solider, bewährter Einfachheit im Aufbau, es gibt sie schon ewig. Die Gaggia habe ich schon vor geschätzt 20 Jahren im Blödelmarkt gesehen. Diese Maschinen sind das Gegenteil von neumodischen China-Konstuktionen a la ES90. Gehäuse, Siebträger, Knöpfe, Dampfrohr: bei der Silvia ist vieles etwas nobler als bei der Gaggia. Das setzt sich im nicht sichtbaren Bereich fort, z.B. bei Verkabelung, Schläuchen usw. Dass dei Silvia einen Vorteil bei der Temperatur hat, ist allerdings falsch, ich habe nachgemessen. Die Gaggia bietet ohne PID mehr Stabilität. Was man übrigens an kürzeren Thermostat-Zyklen bemerkt. Die Gaggia lässt die Temperatur nicht so tief fallen, die Heizung wird öfter und für kürzere Zeit eingeschaltet. Mit der Silvia muss man temperatursurfen, um sauren Geschmack zu vermeiden, mit der Gaggia nicht. Wenn man einen PID installiert, z.B. easy kit, ist das aber hier wie da kein Thema mehr. Die Silvia besitzt den geringfügig grösseren Boiler und der Siebträger ist 100g schwerer, so dass die Temperatur über den Bezug stabiler sein sollte. Ich besitze die Silvia noch nicht lange genug um zu beurteilen, ob sie deshalb besseren Espresso produzieren kann. Schade finde ich, dass Rancilio die Edelstahlblende der Brühgruppe, die es mal gab, durch eine „Chromblende“ aus Plastik ersetzt hat. Sieht zwar besser aus und man verbrennt sich nicht daran, aber ein Zusammenstoss mit dem Siebträger dürfte Spuren hinterlassen. Ausserdem ist die Abtropfschale klein ausgefallen.
Nach den vielen positiven Kommentaren über die Silvia, allein schon der Name!, kaufte ich mir vor einem Jahr die Maschine. Mir wurde nicht klar, warum der Kaffee besser schmecken sollte als aus den vielen Gaggie- egal. Nach einer Woche stellten wir fest, dass das Rückwasser nicht in die Auffangschale floss, sondern dahinter. Repariert. Man hatte irgendetwas einzubauen vergessen. Beim Schrauben stellte ich fest, dass in der neuen Maschine bereits angerostete Schrauben eingesetzt waren, der Kommentar lautete: Die schrauben oft keine neuen ein…toll. Nun, nach fast einem Jahr heizt der Kessel nicht mehr auf. Er wurde eben auf Garantie ersetzt. Währenddessen hatten wir eine 110-Euro-Ersatzmaschine, und ehrlich: Der Kaffee war leicht säuerlicher, leicht!, die Creme viel besser. Jaja, ich habe den Mahlgrad ausprobiert. Jedenfalls würde ich mir weder Gaggia (Rostanlage) noch Rancilio kaufen. Eine Montagsmaschine? Mag sein, aber das macht sauer wie schlechter Kaffee.
Also ich habe keine Vergleichsmöglichkeit da ich die Gaccia so nicht kenne. Aber mit der „Sylvia“ von Rancilio bin ich voll zufrieden. Habe sie seit fast 2 Jahren und es gab nie Probleme. Täglich laufen aber auch nur c.a. 6 Tassen durch. Ich freue mich schon am Abend auf den neuen Kaffee beim Frühstück. Tasse und Brühgruppe müssen warm sein. Dann Kaffee frisch gemahlen rein und gleich Kaffee durchlaufen lassen. Gibt 1a Crema. Bis ich den richtigen Mahlgrad herausgefunden hatte dauerte es allerdings etwas. Doch nun kann ich sie nur empfehlen.
Hallo, ich habe soeben die Kommentare über Gaggia Classic und Rancilio Silvia gelesen.Einige kann man als richtig bezeichnen, allerdings bei allen wird der gleiche Fehler gemacht : man vergleicht zwei Geräte die nicht gleich bzw. nicht in der gleiche Preisklasse liegen.
Ich habe (Berufsbedingt) täglich mit Espressomaschinen zu tun, und dies seit ca. 45 Jahren, habe mehrere hunderte Gaggia verkauft und repariert, so schlecht sind sie nicht, das mit der letzen Pannarello-Düse ist keine gute Lösung von Gaggia gewesen, die vorherige war viel besser.Zum Schluss (für Heute) einige Gaggia Maschinen die zBsp 1978 und später verkauft wurden, kann man Heute noch reparieren, das ist nicht bei alle andere Marken möglÃch.
Viele Grüssen und ..Buon Espresso a tutti!!
Giulio Mollo
Habe seit Jahren eine Gaggia Classic und kann die Bewertung aus eigener Erfahrung bestätigen. Prima Espresso. Stören tut mich die Handhabung. Damit der Siebträger satt sitzt, muss die Maschine gehalten werden und es ist ein erheblicher Kraftaufwand vonnöten. Für mich ist das kein wirkliches Problem, wenngleich ich es auch als echtes Defizit der Maschine ansehe. Aber eine Frau, die weniger Kraft aufbringen kann, hat damit echte Schwierigkeiten.
Man darf sich wohl nicht darüber wundern, dass eine doppelt so teure Maschine auch entsprechend hochwertiger ist. Definitiv übertrieben ist es allerdings, zu behaupten, die Gaggia wäre nur etwas für Leute, die „alle paar Wochen“ mal einen Espresso trinken. Unter solchen Umständen könnte man auf eine eigene Maschine auch ganz verzichten und wäre beim Italiener um die Ecke besser bedient. Die Gaggia eignet sich jedenfalls wunderbar für die tägliche Benutzung.
Der Vergleich ist ja nicht mehr der neueste, aktuell liegt der Strassenpreis eher bei 250€ für die Classic und bei 550€ für die Silvia. In der Schweiz kostet die Rancilio sogar dreimal so viel. Das ist schlicht nicht dieselbe Preisklasse, sinnvoller wäre z.B. ein Vergleich der Silvia mit der Lelit PL41EM oder der Quickmill Orione 3000.
Und man kann mit der Gaggia Classic durchaus den ganzen Tag über guten Kaffee produzieren – nur auf Milchschaum sollte man dabei keinen Wert legen. In ihrer Preisklasse scheint mir die Classic ziemlich konkurrenzlos zu sein, da gibt es sonst wohl nur Plastikgeräte mit Thermoblock statt Boiler.
Hallo,ich bin seit ca.15 Jahren stolzer Besitzer einer Gaggia Classic und bis auf Kleinigkeiten hatte ich keinerlei Probleme die nicht selbst zu beheben waren,bei 2-5Tassen/Tag.
Der Dampfbezug bei meiner Maschine ist für 2 Tassen(von was auch immer)völlig ausreichend,ich bin allerdings auch kein Kaffeewissenschaftler,ich trink ihn halt.
Ich habe mich jetzt für eine Miss Silvia entschieden weil die Ersatzteilversorgung perfekt ist(hoffe ich brauch keine),man ALLES über die Miss im Netz erfährt und falls einen der Teufel reitet auch entsprechend Aufrüsten kann,PID’s und Manometer und ,und,und,etc.
Verliererin ist die Lelit PL41 Plus,wg. Händlernetz und Ersatzteilversorgung und die Bezeera Hobby,ist mir nicht so sympathisch,weiß auch nicht . . .
Ich hoffe die Silvia die ich mir kaufen möchte macht mir genau so LANGE, genau so VIEL Freude wie meine „ALTE“.
Hallo,
ich hatte auch ganz lange Zeit eine Gaggia Classic. Ich war sowohl mit der Qualität des Kaffees als auch mit der Dampfleistung für zwei Cappuccino sehr zufrieden. Die Maschine ist einfach zu zerlegen um sie mal zu entkalken. Oder um eine Kleinigkeit zu reparieren. Ich hatte aber wirklich über bestimmt 10 Jahre so gut wie keine Probleme. Ich habe mir allerdings aufgrund einiger Artikel im Kaffeenetz und aus anderen Quellen eine andere Siebträgermaschine gekauft weil ich zu viel über Gesundheitsgefahren bei Aluminiumboilern gelesen habe. Die Rancilio Miss Silvia war mir zu teuer. Daher habe ich mich nach anderen Espressomaschinen mit Messingboiler umgesehen. Ich bin mit der 41er von Lelit nun sehr zufrieden. Ich hatte aber noch andere ähnliche Maschinen auf dem Schirm. Hier gibt es einen ganz guten Espressomaschinen Vergleich, in dem auch Kesselmaterialien aber auch viele andere Faktoren einfließen.
Viele Grüße
Pet
Kommentar schreiben:
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Kommentare:
- Michael Preidel zu Pasta dell’Orto
- Stefan zu Pasta dell’Orto
- Michael Preidel zu CookieCrumble Testflight jetzt auch für macOS
- Götz zu CookieCrumble Testflight jetzt auch für macOS
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Henning zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
Schlagwörter






