Künstlersozialkasse Teil II
Man liest jetzt allenthalben, dass es sich bei der möglichen Abschaffung der KSK um eine Ente, einen Ausdruck von Uninformiertheit, einen Hoax, ja gar um einen Kettenbrief handelte.
Blogger und Newsseiten, die zuvor vehement für den Erhalt der KSK und die Teilnahme an einer E-Mail-Aktion eingetreten waren, rudern verschämt zurück und entschuldigen sich gleichsam in hinterherhinkendem Gehorsam für ihre böse Tat, nachdem Gitta Connemann, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Enquete-Kommission in der taz folgendes beklagt :
„Es handelt sich hierbei um einen Ausdruck von Uninformiertheit. Die KSK hat sich als wichtiges Schutzinstrument für Künstlerinnen und Künstler bewährt. Die Enquetekommission steht an der Seite der Künstler.“
Und laut SpOn habe die Abschaffung der KSK nie zur Disposition gestanden, außerdem seien die Abgeordneten von der E-Mail Lawine besorgter Künstler genervt.
Dazu kann ich nur sagen: Liebe Kommissionsmitglieder, vielleicht hätte es geholfen, in der eigenen Pressemitteilung vom 18.11.04 nicht öffentlich danach zu fragen, ob die KSK erhalten werden solle:
Soll die KSK erhalten werden, kann sie überhaupt erhalten werden?
Diesen Fragen wird die Enquete-Kommission nachgehen in einer öffentlichen Anhörung am 22.11.2004
Dann hätte man hinterher auch nicht genervt von Uninformiertheit sprechen müssen. Bei so einer Fragestellung muss man sich nämlich über die berechtigten E-Mails vieler um ihre Zukunft besorgter Künstler nicht wundern.
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01.12.2004
Künstlersozialkasse bleibt erhalten
Führende Kulturpolitiker von Rot-Grün im Bundestag sind am Dienstag Befürchtungen entgegengetreten, die Künstlersozialkasse könnte abgeschafft werden.
Die Enquete-Kommission des Bundestages «Kultur in Deutschland» hatte am 22. November über die Finanzierung der Künstlersozialkasse
beraten, meldet „dpa“. Sie setzt sich aus Beitragszahlungen der Mitglieder, der Verwertungsgemeinschaft und einem 20-prozentigen Bundeszuschuss zusammensetzt. Anschließend habe es «Falschmeldungen und Fehlinformationen » gegeben, wonach im Rahmen der Enquete-Kommission Pläne zur Abschaffung der Sozialkasse beraten würden. Dies löste eine Briefflut tausender betroffener Künstler aus.
«Das Gegenteil ist der Fall», betonten jetzt die Bundestagsabgeordneten Antje Vollmer und Ursula Sowa (beide Bündnis 90/Die Grüne) sowie Siegmund Ehrmann und Eckhardt Barthel (beide SPD), die Mitglieder der Enquete-Kommission sind.
Die Künstlersozialkasse sei eine bedeutende Errungenschaft zur sozialen Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern in Deutschland. «Wer sie abschaffen oder zur Disposition stellen will, verkennt die soziale Lage von Künstlern in Deutschland.»
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