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Tja, knapp daneben ist eben auch vorbei. :-)
Ich bin nach wie vor dafür, mit der „Lokalisierung“ von Software komplett aufzuhören. Das mag radikal klingen, aber wenn man sich auf Englisch als kleinsten gemeinsamen Nenner einigen könnte, wäre der Welt wirklich geholfen.
@Martin Böhm: Aufgeben statt richtig machen? Komische Einstellung. Die Maschine hat sich dem Menschen (Muttersprache) anzupassen und nicht umgekehrt. Das nennt man dann „Usability“…
@Manne: Das kommt auf den Betrachtungswinkel an. Alles Englisch ist für mich „richtig machen“. Ich habe zu viel haarsträubenden Unsinn im Bereich Localization erlebt, als daß ich noch ernsthaft daran glauben könnte, daß das jemals funktionieren wird.
Prominentes Beispiel: Versuche, mit einem deutschen Excel zu arbeiten, wenn dir nur die englischen Namen der Zellfunktionen bekannt sind. Ach was, geht nicht? Na sowas. Und das kommt von Microsoft, die vermutlich so viel Geld in Softwareentwicklung stecken wie kaum jemand sonst, nicht von einem zweitklassigen Subcontractor in Fernost, wie die WD Firmware vermutlich.
Für mich sind Usability und Localization zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe. Software wird durch ein einheitliches, konsistentes User Interface „usable“, schlechte Übersetzungen sind da kontraproduktiv.
Leider kann man a) eben nicht alle Sprachen gleich gut sprechen, b) Übersetzungen nicht hinreichend mechanisieren (siehe: Deutsche Microsoft Knowledge Base) und c) auch nicht unendliche Summen in die Softwarelokalisierung stecken, wenn man nebenbei noch was verdienen will. Erst recht da jede Änderung an den Sprachressourcen exponentiell langwierig und teuer wird, je mehr Sprachen man in guter Qualität unterstützen will.
Ergo – das kann gar nichts werden, auf der großen Skala. Wenn man sich einigen könnte, daß alle Menschen ihre Muttersprache und Englisch beherrschen sollen und alle Software prinzipiell in Englisch ist, könnte man sich mehr auf die wesentlichen Details zum Thema „Usability“ konzentrieren.
Als angenehmer Nebeneffekt wären z.B. neue Versionen und Sicherheitspatches sofort für alle verfügbar, statt erst tage- oder wochenlang in der Übersetzung zu hängen.
Die Frage ist halt, auf welcher Seite der Macht du dich in diesem Moment befunden hast!
So ein blöder Übersetzer: Das muss doch „Kraft“ heißen!
@Martin: nicht jeder kann englisch. Und nicht jeder kanns mal eben nachlernen.
@Martin Böhm: Wenn dir „nur die englischen Namen der Zellfunktionen bekannt sind“ spricht das vielleicht dafür, dass du künftig weiterhin die englische Fassung kaufst, aber es spricht nicht gegen die Lokalisierung.
Dass jeder Englisch können soll, ist ebenso wenig realisitisch wie erstrebenswert. Zwar sind wir Deutschen bei diesem Thema vielleicht bucklig bis zur Peinleichkeit, aber das lässt sich ja nicht auf andere Sprachen und Länder verallgemeinern.
@Sven: Nein, nicht jeder kann Englisch. Alles zwanghaft ins Deutsche zu übersetzen wird an diesem (m.E. wenig erstrebenswerten) Zustand auch nichts ändern.
@Manne: Natürlich spricht es gegen die Lokalisierung, wenn ich ein mir gut bekanntes Programm auf einem fremden Rechner nicht benutzen kann, weil bis zur Unkenntlichkeit lokalisiert worden ist.
Mit „buckelig bis zur Peinlichkeit“ hat das nichts zu tun, ich denke rein praktisch in dieser Beziehung.
Was ist daran, daß jeder Englisch können soll, so unrealistisch? Anfangen muß man halt irgendwann mal.
Was daran ist? Es wollen halt nicht alle. Es gibt Leute (und zu denen zähle ich mich selbst), die haben damit ein kulturelles Problem.
Ganz zu schweigen von dem wirtschaftlichen Masorchismus, sich auf dem globalisierten Arbeitsmarkt mit solchen unnötigen Verzichtserklärungen mutwillig einen Nachteil gegenüber Muttersprachlern zu verschaffen, mit denen man nie konkurrieren werden kann. Wenn Amerikaner oder Briten Englisch als Weltsprache wollen (und das tun sie), dann ist das also schlau, für alle anderen eher nicht.
Als „Macht“ bezeichne ich immer die Fernbedienung ;-)
… und ohne solche Übersetzungsfehlerdingens macht das Bedienen von Technik doch nur halb so viel Spaß, oder? :)
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