Entgegen dem Genitiv
Unter Entbehrung jeglicher empirischer Grundlagen behaupte ich einfach mal, dass Leichtathleten einen im Durchschnitt um fünf bis zehn Punkte höheren IQ als Fußballer haben. Ein Unterschied, den man bei den jeweiligen Fernsehmoderatoren leider nicht ausmachen kann. Im Bemühen, sich – man hat den Eindruck: egal, wie! – sprachlich vom Rest der Welt zu differenzieren, entstehen hie wie da grässliche Konstrukte. Wie z. B. „Die Strecke verläuft entgegen des Uhrzeigersinns“ oder „Gemäß der Regeln des internationalen Leichtathletikverbands …".
War es vor fünf Jahren noch der Genitiv, um den ich mir Sorgen machte („Rettet dem Genitiv“), frage ich mich heute, ob der Schuss nicht nach hinten losgegangen ist und man sich nicht dringend wieder intensiver der Pflege des Dativs widmen sollte – einzig und allein korrekt heißt es nämlich: „Die Strecke verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn“. Und: „Gemäß den Regeln des internationalen Leichtathletikverbands …"
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Jeder Angelsachse wird mit Überzeugung einwerfen: Eine Sprache kann diese Probleme überwinden. Das Englische hat so etwas längst geschafft – mit „the“ und „of the“ ist alles abgedeckt – und dabei war die englische Grammatik früher mindestens so komplex wie die deutsche.
Als ich neulich von einer Amerikanerin nach dem tieferen Sinn dieser grammatikalischen Komplexität gefragt wurde, wußte ich keine Antwort, die sie überzeugt hätte.
Oh Herr Preidel!
Hätten wir Fernsehen, würde ich auf eine Talkshow mit Ihnen und Herrn Bastian Sick warten und sie jeden Montag sehen wollen.
Gäbe es bereits diese Sendung, käme tatsächlich die Anschaffung eines Geräts in Betracht. Aber:
Warum denn nicht ein neues Radio-Konzept „Die Spitzklicker“ oder „Kommissar Duden ermittelt“? Es wäre so interessant und mir fallen unglaublich viele Gäste ein…
Ob der Vergleich mit Bastian Sick so schmeichelhaft ist? Ich empfinde ihn immer als etwas besserwisserisch.
den Herrn Preidel nicht? ;)
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