Das iPad als Laptop-Ersatz: Die Apps
Seit einem guten Jahr benutze ich, wenn ich unterwegs bin, statt des MacBooks nur noch das iPad. Mittlerweile gibt nämlich fast alle Programme, die man zum Arbeiten braucht, auch für das iPad. Hier ist meine Liste der Apps, die ich auch beruflich nutze:
Projektplanung
TaskPaper
4,49 Euro
TaskPaper wirbt mit dem Zusatz „simple to-do lists“, was meines Erachtens etwas tiefgestapelt ist. Ich benutze TaskPaper auf iPhone, iPad und Mac (automatische Synchronisation über Dropbox) für fast jedes meiner Projekte: Alles, was mir einfällt, wird erst mal aufgeschrieben, anschließend sortiert und dann nach und nach abgehakt. Seither erlebe ich kaum noch Überraschungen wie „Oh, Mist! Die Userverwaltung ist noch nicht implementiert und morgen ist Deadline“. Für die Desktop-App existieren übrigens jede Menge Applescripts und Workflows, die die App noch nützlicher machen.
Cloud Outliner
4,49 Euro
Für etwas umfangreichere Projekte, bei denen ich auch externe Dienstleistungen benötige, benutze ich Cloud Outliner. Man kann damit u. a. Unteraufgaben anlegen und behält deshalb einen besseren Überblick als mit TaskPaper.
Finanzen/Datenbanken
Outbank
8,99 Euro
Mit Outbank behält man den Überblick über seine Konten (auch Paypal) und erledigt unterwegs Überweisungen und Daueraufträge.
Filemaker Go 12
kostenlos
Datenbanken, die man mit Filemaker 12 auf dem Mac erstellt hat, kann man auch aufs iPad kopieren. Arbeiten mehrere Personen mit der gleichen Datenbank, wird es mit der Synchronisierung allerdings ein wenig umständlich. Interessanterweise kostet die Vorgängerversion (Filemaker Go 11) im iTunes Store sagenhafte 35,99 Euro.
Dokumente/Dateien
Documents by Readdle
kostenlos
Verwaltet und zeigt alle möglichen Dokumente an, u. a. Office-Dokumente, PDFs, Texte, Fotos etc. Vorher habe ich das kostenpflichtige FileApp Pro dafür benutzt, aber Documents ist besser.
Dropbox
kostenlos
Zu Dropbox muss man wohl nicht viel sagen …
iTeleport: VNC
21,99 Euro
Es gibt eine Menge iPad-Apps zum Fernsteuern eines Computers im iTunes Store. Vier davon habe ich gekauft. iTeleport ist die beste. Unter anderem auch deshalb, weil ich nicht erst umständlich eine Server-Software auf dem zu steuernden Mac installieren oder irgendwo einen Account einrichten muss.
Coden/Schreiben
Diet Coda
17,99 Euro
Der beste Code-Editor im iTunes Store. Punkt. Bevor Diet Coda erschien, habe ich Textastic benutzt, damit bin ich aber wegen der umständlichen Bedienung nie warm geworden. Mit Diet Coda kann man seine sämtlichen Websites als Bookmarks speichern, man kommt direkt auf die (S)FTP-Server, kann dort z. B. Datei-/Ordnerechte ändern, es gibt Syntax-Highlighting im Editor etc. Unterwegs ein paar Änderungen an einer Website durchzuführen, ist die reinste Freude!
Daedalus Touch
4,49 Euro
Wenn ich höre/lese, wie manche Leute von IA Writer schwärmen, muss ich immer ein wenig staunen. Mies van der Rohes Maxime „Less is more“ in allen Ehren – aber ein Texteditor sollte für meine Begriffe schon ein wenig mehr können als Plain-Text abzuspeichern. Deshalb schreibe ich meine Texte mit Daedalus Touch. Damit kann ich meine Dokumente zudem nicht nur mit diversen Diensten (iCloud, Box, Dropbox) synchronisieren, sondern auch mit einem eigenen WebDAV-Server.
Fotografie
Snapseed
kostenlos
Wurde vor einiger Zeit von Google übernommen und ist seitdem kostenlos. Etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung, ist aber schon allein deshalb empfehlenswert, weil weniger überflüssige Retro-Filter dabei sind als bei vergleichbaren Bildbearbeitungs-Apps.
iPhoto
4,49 Euro
Auch hier ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich erst einmal daran, ähem, gewöhnt hat, hat man nicht nur eine relativ mächtige Bildbearbeitungs-App, sondern kann auch Diashows oder Fotojournale erstellen, die man auf iCloud veröffentlichen kann.
Entwerfen/Zeichnen/Präsentieren
Adobe Ideas
8,99 Euro
Ich benutze Adobe Ideas schon seit der Zeit, als es noch kostenlos erhältlich war. Im Gegensatz zu einigen anderen Programmen, die für jedes neue Mini-Feature per In-App-Kauf erneut zur Kasse bitten, erhält man mit Ideas ein vollständiges Skizzier- und Zeichenprogramm mit Ebenen, Farbmischer und allem Pipapo. Dateien synchron halten über verschiedene Geräte kann man über die Adobe Creative Cloud, nach Anmeldung erhält man kostenlos 2 GB Speicherplatz.
Touchdraw
7,99 Euro
TouchDraw ist ein Vektor-Zeichenprogramm. Die Bedienung ist – Überraschung! – ein wenig ungewöhnlich. Hat man sich eingearbeitet, kann man relativ schnell und unkompliziert mal eben an einem Logoentwurf arbeiten oder ein Diagramm erstellen.
Keynote
8,99 Euro
Ist man mit einem ersten Konzept oder mit den ersten Entwürfen beim Kunden, ist Keynote meiner Meinung nach das beste Programm, um sie zu präsentieren. Mit Anbindung zu iCloud, damit Präsentationen auch auf dem Desktop weiterbearbeitet werden können.
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Kommentare:
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Danke für die Tipps. Werde Touchdraw mal ausprobieren. Zeig doch mal ein, zwei Logos, an denen du damit gearbeitet hast. :)
Ehrlich gesagt gibt es da nichts wirklich vorzeigbares. Ich entwerfe lieber frei Hand mit Stylus und Adobe Ideas. Nur wenn es sehr geometrisch und exakt sein soll (und ich gerade nicht am Mac Pro sitze), nehme ich TouchDraw.
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