Olympia Songs und Maskottchen
Ich mag, abgesehen von ein paar Ausnahmen wie z.B. Springreiten, Dressur oder 20km Gehen, eigentlich jedwede Art von Sport und freue mich deshalb auch immer auf die Olympischen Spiele.
Wenn da nur nicht diese zwei Fadheiten wären, die die Freude regelmäßig ein wenig trüben: Die seit Jahrzehnten ewig gleich klingenden Olympia-Songs von ARD und ZDF und die Olympia Maskottchen der Veranstalter.
Für die unsäglichen „Olympia-Hymnen“ gibt es die Stumm-Taste auf der Fernbedienung, dem Anblick der Maskottchen kann man allerdings kaum entkommen. Besonders kriminell sind die diesjährigen Geschwister Athenà und Phèvos (links ein Screenshot von der Athens2004.com Website), die laut Pressemeldungen antiken griechischen Puppen nachempfunden sein sollen, und die mich jedesmal unweigerlich an den Spruch „Bier macht dicke Füße“ denken lassen. Diese laufenden Spargelspitzen im Kleid sind so abscheulich, so unästhetisch, so katastrophal geschmacklos, dass der 72er Waldi dagegen nachgerade wie ein Aushängeschild beispielhaften Designs aussieht.
Ich kann mir diese Maskottchen nur so erklären: Entweder sind die anderen 195 Entwürfe noch scheußlicher (kaum vorstellbar), oder aber hier wirken, wie beim WM-Logo 2006, private Seilschaften und Verbindungen im Hintergrund, denen Charme und Ästhetik vollkommen wurscht sind, Hauptsache, die Gelder landen in den richtigen Kanälen.
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Kommentare:
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Was ein Schock am Samstag vormittag. Ich hatte die Maskotchen der diesjährigen Spiele noch gar nicht gesehen. Einem fünfjährigen Kind, das so etwas malt, attestiert man schwere Entwicklungsstörungen mit Defiziten in Wahrnehmung und Motorik.
Um das Zustandekommen dieses Logos zu erklären reicht ein hübsches Zitat von Bloor Schleppey: Ein Kamel ist ein Rennpferd, das von einem Komitee entworfen wurde.
das Maskottchen für die Olympiade in öh… Spanien (Barccelona?) war bewusst unförmig, weil es wohl auch für die Paralymics werben sollte. Diesen hehren Gedanken können sich die Griechen nicht ans Revers heften.
Als jemand der kein ‘olles’ Designerauge hat oute ich mich mal eben: Ich find die Maskottchen sehr süß. Und irgendwie nett.
Beim Fußball-WM 2006-Logo überkommt mich hingegen auch der Brechreiz
Die Maskottchen sind antiken Puppen nachempfunden. Es sind eben „kultivierte“ Maskottchen. Aber „komerzielle“ Mickey Mäuse, die dem Kindchenschäma entsprechen, hätten den Leuten besser gefallen. Sobald etwas aus dem Rahmen fällt, kommt es nicht gut an. Verstehe ich nicht. Die Griechen wollte ihr Olympia anders gestalten. Dabei haben sie wohl zu wenig den Massengeschmack berücksichtigt.
Mir gefällt – im Gegensatz zu dem der letzten EM in Portugal – das Corporate Design der Athener Spiele recht gut (beispielsweise der gezeichnete Olivenkranz, den man überall sieht). Merkwürdigerweise passen die Maskottchen nicht im geringsten in dieses CD, so dass man davon ausgehen kann, dass bei den Entwürfen völlig unterschiedliche Gesichtspunkte eine Rolle gespielt haben – bei den Maskottchen sicherlich nicht ein Anderssein oder Aus dem Rahmen fallen, sondern eine möglichst breite, überregionale Vermarktbarkeit, versehen mit einem Schuss Folklore.
Wie man das auch sehr viel besser machen kann, zeigte Javier Mariscal (mit dem ich übrigens 1987 das Vergnügen hatte, bei einem Projekt für die damalige documenta einige Wochen zusammenarbeiten zu dürfen) mit seinem Maskottchen Cobi, entworfen für die Spiele 1992 in Barcelona.
Das fiel aus dem Rahmen! Da wurde nämlich kein Ach-wie-süß-Figürchen, kein Hab-mich-lieb- Kuscheltierchen und kein Putschi-Putschi-Püppchen ausgewählt, sondern eine charakterstarke Figur mit einer starken Kollegin (Petra, Maskottchen für die Paralympics), die sogar eine eigene Fernsehshow erhielt und die in einer Comicreihe auch heute noch existiert.
Die diesjährigen Maskottchen dagegen werden das Schicksal der meisten ihrer Vorgänger teilen: Sobald die Spiele vorbei sind, fliegen diese einem sozusagen auf den Kopf gestellten Kindchenschema nachempfundenen Puppen auf den Müll.
Zu Recht.
Im Gegensatz zu dir hab ich das Design der Europameisterschaft gemocht, aber das von Athen 2004 ist wirklich sehr stark, und sicher stärker als das der EM.
Die „Maskottchen“ sind zum Glück sehr selten zu sehen, so dass ich mit ihnen leben kann ohne sie schön zu finden.
Der Olivenkranz ist wirklich genial, ein Wiedererkennungszeichen, einfarbig und sehr schön.
Jajaja szerintem is igy van!!!!!!!!!!
Aha, und was genau soll uns das sagen, Frau oder Herr Streng? Die automatische Übersetzung Ungarisch -> Deutsch ergibt leider nur folgendes: „gemäß auch igy Sie sind.“
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