CSS Bugs vs. CSS-Weiche
Marcus Völkel ging auf meinen Web-Typographie Eintrag ein und schrieb dazu einen eigenen Artikel zum Thema Blocksatz im Internet.
In den Kommentaren zu seinem Artikel fragte Matthias Teege:
[...] Was mich allerdings stutzig macht ist «Das Layout dieser Website basiert auf Cascading Stylesheets und Javascript. Bitte schalten Sie deshalb Javascript ein und laden Sie die Seite erneut.» auf /images/20030726-120330
Javascript für das Layout?
und meinte damit meine Website. Ich antwortete ihm an der gleichen Stelle:
Javascript für das Layout deshalb, weil ich mangels vernünftiger CSS Unterstützung des Internet Explorers eine CSS Weiche einbauen musste. [...]
In diesem Eintrag ist das ganze auch mit Bild erklärt.
Heute morgen sah ich zufällig, dass die Diskussion dort weitergeht. Ich möchte das jetzt aber mal hierhin verlagern, weil es in den Kommentaren zu jenem Artikel eigentlich nichts zu suchen hat. Achim also antwortete mir, dass ich eine CSS Weiche, die per Javascript ausgelöst wird, umgehen könne, indem ich die CSS Bugs der verschiedenen Browser ausnutzte.
Diese work-arounds sind mir wohl bekannt, aber eigentlich dürfte es für Browser Programmierer nicht allzu schwer sein, die CSS Standards richtig zu implementieren – offensichtlich ist es das aber für Microsoft. Und um nicht eine einzige CSS Datei bei der nächsten Explorer Version wieder mühsam und umständlich an völlig neue CSS Bugs anpassen zu müssen, damit sie mit allen Browsern funktioniert, bleibe ich lieber dabei, Internet Explorer per Javascript eine eigene, leicht modifizierte CSS Datei zuzuweisen.
Wie ich auch hier schon schrieb – der Reiz der halbtransparenten feststehenden Menüleiste würde sich in den Windowsversion des Explorers ohnehin nicht erschließen, da dort unverständlicherweise immer noch keine Transparenzen von PNG Dateien unterstützt werden.
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Kommentare:
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Letzlich ist das alles natürlich eine Glaubens- und Geschmacksfrage.
Eins sollte jedoch nie passieren: Niemandem sollte der Besuch einer Seite “verboten” werden, weil er aus welchem Grund auch immer JavaScript abgeschaltet hat. Warum statt dessen nicht einfach vom IE als Quasistandard ausgehen?
Natürlich soll man niemanden von einer Website ausschließen – aber das mache ich ja auch nicht. Wenn ein Besucher meiner Site Javascript ausgeschaltet hat, wird er freundlich darauf hingewiesen, dass das hier benötigt wird. Wenn er es dennoch nicht einschaltet, sieht er trotzdem alle Inhalte – möglicherweise an manchen Stellen aber eben fehlerhaft dargestellt.
Och, man braucht gar kein JS und auch keine komplizierten Hacks…
Man kann einfach die unterschiedliche Unterstützung von CSS ausnutzen, z. B. #foobar für primitive Browser und [id="foobar"] für moderne Browser benutzen.
die feststehende menuleiste geht sehr wohl auch im IE! (ich habs auch schon im IE 7 beta getestet) – incl. transparenzgedöns.
das ganze anzugucken auf meiner site – die zugegebenermaßen ein bisschen von qxm inspiriert wurde ;-) – hierlang: http://www.lalelu-media.de
der CSS code entspricht zwar nicht so ganz den richtlinien, um damit prahlen zu können (barrierefrei etc…), funktioniert aber in allen browsern.
grüße,
thomas
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