Große Büffelherden regieren bald die Welt
Der weiße Neger Wumbaba
Vor einiger Zeit konnte man hier lesen, dass ich als Kind beim Lied Hänschen klein an der Stelle „da besinnt“ immer „dabel sind“ verstanden habe, ohne eigentlich zu wissen, was das bedeutet. Diese Geschichte kennt auch eine Freundin, die von ihrer Schwester zu Weihnachten „Der weiße Neger Wumbaba“ geschenkt bekam. Beim Lesen stellte sie gleichermaßen amüsiert wie erstaunt fest, dass es auch andere Menschen gibt, die sich beim gleichen Lied an der gleichen Stelle verhört haben – schlimmer noch: einer verstand sogar „aber Mutter Weinezehr“ statt „aber Mutter weinet sehr“ – woraufhin sie mir sofort ein Exemplar dieses Buch schenkte und ich nicht umhin komme, die Höchstwertung zu vergeben.
In diesem kleinen, herrlich illustrierten Buch geht es nur um Verhörer bei Liedtexten; die aber sind häufig so witzig, dass zufällig zugegene Menschen einen immer verständnislos anschauen, wenn man beim Lesen gerade mal wieder einen Heiterkeitsausbruch hatte.
Volle Mützenzahl: 
(Der Titel dieses Eintrags ist übrigens eine falsch verstandene Zeile aus einem alten Lied der Gruppe Fehlfarben, die richtig heißt: „Graue B-Film-Helden regieren bald die Welt“, womit damals natürlich Ronald Reagan gemeint war.
Die Borribles
Von der Umschlaggestaltung dieser drei Bände sollte man sich nicht abschrecken lassen (vielleicht hätte Klett-Cotta da lieber einen Fachmann gefragt!): die Bücher handeln nicht von Rastafari des 19. Jahrhunderts, sondern von subversiven Kindern im London der 1970er, die sich der Welt des Erwachsenwerdens entziehen, indem sie lieber wild und frei leben, Abenteuer erleben und sich das Essen auf Märkten zusammen klauen, als sich den Zwängen des Geldverdienens zu unterwerfen. Als Erkennungszeichen wachsen ihnen spitze Ohren (die sie natürlich verstecken müssen), und die größte Gefahr eines Lebens als Borrible ist es, erwischt zu werden und diese Ohren gestutzt zu bekommen. Denn dann gerät man mitten hinein in die Mühlen der Gesellschaft und das Älterwerden ist nicht mehr aufzuhalten …
Leichte Abzüge wegen nicht ganz nachvollziehbarer Charaktersprünge im Verlauf der Geschichte: 
In der Schwebe
Wer Emergency Room mag, wird dieses Buch verschlingen. Ohne besonderen Tiefgang oder etwa Anspruch wird hier eine überaus spannende Med-Fiction (das Genre glaubte ich, in Anlehnung an Science-Fiction, gerade erfunden zu haben, aber eine anschließende Google-Suche ergab, dass es die Gattung in Skandinavien offensichtlich schon gibt) Geschichte erzählt, die man so schnell nicht weglegt.
Eine Kultur von Einzellern, die auf der ISS zu einer Reihe von Routine-Experimenten gehört, befällt nach und nach alle Besatzungsmitglieder. Alle? Genau das richtige für triste Sonntagnachmittage oder den nächsten Strandurlaub.
Leichtverdaulich, aber sackspannend: 
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Ich liebe dieses Buch. Es ist empfehlenswert. – Siehe hier.
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