Das Making-of des Fotos „Balancing Act“ – interessanter ist allerdings der „Abbau“ der Konstruktion:
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Wenn man – wie ich – ständig Bossa Nova hört (und mitsingt), bleibt es nicht aus, dass man irgendwann die brasilianische Aussprache einigermaßen beherrscht, auch wenn man – wie ich – das meiste gar nicht versteht. Zum Beispiel wird Saudade (ungefähre Bedeutung: Sehnsucht, Wehmut), eins der häufigsten Wörter in brasilianischen Liedern, in den meisten Gegenden so ausgesprochen: saudˈadʒi. Felicidade (Freude, Glück) spricht sich so: felisidˈadʒi, und triste (traurig) so: tɾˈiʃtʃi.
Aha. Die Endsilben de und te werden also mit einem i hinten gesprochen.
Deshalb kann ich kaum hinhören, wenn Sportreporter von Grafitsch sprechen. Wenn überhaupt, hieße es nämlich Gra'fitʃi (Grafitschi). Mit einem i hinten. Beweis gefällig? Bittesehr: „Grafiti“.
Laut Wikipedia sagt Grafite selbst allerdings, dass die richtige Aussprache seines Graˈfitə (Grafite) sei – wahrscheinlich eine Dialektangelegenheit. Aber jede Wette, dass die meisten Fußballreporter auch in der übernächsten Saison noch von Grafitsch sprechen?
Siehe auch: „Halbzeitfragen Tschechien-Portugal“
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Ich habe zwar keine Ahnung, wer Tilo Bonow ist, finde es aber extrem unerschrocken, dass er sich mit obigem Satz auf seiner Website als Moderator andient. Zum Thema „Rückradlosigkeit“ siehe auch „Liebes Tagebuch (100)“.
Via (in den Kommentaren)
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Aus einem Artikel auf tagesschau.de:

Re|ve|renz die; -en „Scheu, Ehrfurcht“
Re|fe|renz die; -en lat.-fr.; „Bericht, Auskunft“
Was genau hat sich orientieren eigentlich mit dem Orient zu tun?
Der Dudenverlag sagt: Das Verb wurde im 18. Jh. aus gleichbed. frz. [s’]orienter, einer Bildung zu frz. orient „Sonnenaufgang, Osten; Orient“ (< lat. oriens, Orient), entlehnt. Auszugehen ist dabei von einer ursprünglich geographischen Bed. „die Himmelsrichtung nach dem Aufgang der Sonne bestimmen“. (c) Dudenverlag
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Unter Entbehrung jeglicher empirischer Grundlagen behaupte ich einfach mal, dass Leichtathleten einen im Durchschnitt um fünf bis zehn Punkte höheren IQ als Fußballer haben. Ein Unterschied, den man bei den jeweiligen Fernsehmoderatoren leider nicht ausmachen kann. Im Bemühen, sich – man hat den Eindruck: egal, wie! – sprachlich vom Rest der Welt zu differenzieren, entstehen hie wie da grässliche Konstrukte. Wie z. B. „Die Strecke verläuft entgegen des Uhrzeigersinns“ oder „Gemäß der Regeln des internationalen Leichtathletikverbands …".
War es vor fünf Jahren noch der Genitiv, um den ich mir Sorgen machte („Rettet dem Genitiv“), frage ich mich heute, ob der Schuss nicht nach hinten losgegangen ist und man sich nicht dringend wieder intensiver der Pflege des Dativs widmen sollte – einzig und allein korrekt heißt es nämlich: „Die Strecke verläuft entgegen dem Uhrzeigersinn“. Und: „Gemäß den Regeln des internationalen Leichtathletikverbands …"
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