Filme | Donnerstag, 27. November 2003
Diese DVD Kollektion mit allen drei Indiana Jones Filmen und einer zusätzlichen Extras-DVD ist eigentlich ein Muss für jede Sammlung.
Andererseits muss ich sagen, dass diese Box mit so wenig Liebe gemacht ist, dass man sich nach dem Kauf einigermaßen ärgert. Ich habe die DVDs beim ersten mal sogar umgetauscht, weil ich dachte, ich hätte eine Fehlpressung erwischt. Aber auch bei der umgetauschten Version ist der deutsche Ton derart miserabel, dass man sich manchmal an alte VHS Zeiten erinnert fühlt. Am schlimmsten ist es bei „Jäger des verlorenen Schatzes“, der eigentlich nur in der Originalversion (wenigstens die ist in Dolby 5.1) anzuschauen ist.
Und an die einzigartigen Geheimfilme, die angeblich exklusiv für DVD-Besitzer auf der Indiana Jones Website bereitstehen sollen, komme ich auch nicht ran, weil Macintosh Besitzer leider draußen bleiben müssen bzw. erst gar nicht die Tür finden.
Fazit: Für Indy fünf Kochmützen, für die DVDs lediglich zwei, macht abgerundet (da bin ich rigoros) insgesamt nur drei. 
Ab 1.7.2005 gibt es Indy übrigens endlich wieder im Kino, in Breitwand und mit 1a Ton.
Filme | Mittwoch, 19. November 2003
Polizistin spricht mit Opfer:
„Ich kann Ihnen helfen, aber dafür müssen Sie mir vertrauen, Herr Blablakov.“
„Isch hab Angst; den Schmitz soll isch verpfeifen…?“
Schnitt zu Täter, der von Polizist verhört wird:
„Dann mach isch ihm kalt.“
„Aha, das ist ja eine glasklare Drohung.“
„Du kannst mir garnichts, doo, das hab isch aus Versehn gesacht, das zählt vor Gericht garnichts, doo.“
Eine größere Ansammlung von Miserabilitäten habe ich im deutschen Fernsehen noch nicht gesehen: hölzerne Dialoge, grottoide Darsteller, deren schlechtes Spiel man auch damit nicht entschuldigen kann, dass es Laien sind, plattitüdenhafte Handlungsstränge, ein subunterdurchschnittliches Drehbuch usw. usf.: „Niedrig und Kuhnt“ auf Sat1.
Offensichtlich hat es nicht mehr gereicht, ein paar Polizeibeamte mit einer Handkamera zu begleiten, es musste mehr „Handlung“ her. Und so entstand eines der dümmlich-dämlichsten Formate der Fernsehgeschichte: die gespielte Dokusoap™. Aber auch diese inszenierte Peinlichkeit hat ihre Zuschauer – erschreckenderweise nicht mal wenige.
Und ich dachte bis jetzt immer, die nachmittäglichen Talkshows könnten nicht mehr unterboten werden…
Filme | Samstag, 15. November 2003
Gestern lief auf Vox einer der meiner Meinung nach meistunterschätzten Filme der 90er: Contact von Robert Zemeckis aus dem Jahr 1997.
In den Kinos floppte der Film – wahrscheinlich fehlten ihm die explodierenden Aliens und der unvermeidliche amerikanische Held, der mal wieder selbstlos die ganze Welt rettet. (Interessanterweise spielt Matthew McConaughey einige Zeit später in einem der schlechtesten Filme aller Zeiten, „Die Herrschaft des Feuers“, genau diesen Held: „Es bleibt immer an den Amerikanern hängen, die Welt zu retten, die anderen trauen sich nicht.“ oder so ähnlich äußert er sich da in seiner Rolle.)
Bevor ich mir „Contact“ vor ein paar Jahren als DVD gekauft habe, hatte ich ihn auf Kassette schon zweimal aus einer Videothek ausgeliehen. Und trotzdem kam ich gestern nicht mehr vom Bildschirm weg, als ich zufällig genau zu Beginn der magischen Anfangssequenz zu Vox zappte.
Neben „2001“, „Bladerunner“ und „Alien“ (habe ich einen vergessen?) ist „Contact“ ganz sicher einer der beste Science Fiction Filme.
Wertung: fünf Kochmützen 
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Filme | Samstag, 8. November 2003
Am 21. Mai 2004 kommt Shrek 2 von DreamWorks in die Kinos. Und hier geht’s direkt zum QuickTime Trailer.
Wenn’s nach mir ginge, könnte es mehr solche Firmen wie Pixar (The Inredibles) und Dreamworks geben.
Filme | Montag, 27. Oktober 2003
Ich mag den Ridley Scott Film Gladiator sehr, ein großartiger Jungs-Film mit großartigen Schauspielern und großartigem Soundtrack; in seinem Genre ist dieser Film schwer zu toppen.
Deshalb hatte ich auch keinerlei Erwartungen an den RTL Zweiteiler Held der Gladiatoren – ohne Erwartungen kann man nicht enttäuscht werden, sagt man. Aber was ich da gestern abend sehen musste, war nicht viel länger als eine halbe Stunde zu ertragen: Ein Plagiat übelster Sorte, ohne Handlung, ohne Rhythmus, dafür aber mit peinlichen Time Remappings, unerträglich verwackelter Handkamera (da wird dann die Form zum Inhalt), schlechten Dialogen und dummen Sprüchen:
Er ist ein freier Gladiator; er kämpft nicht, um zu überleben, sondern um zu töten.
Jaja, bei mir ist es ganz ähnlich: Ich bin ein freier Artdirektor, ich gestalte nicht, um zu überleben…
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Filme | Samstag, 11. Oktober 2003
Schnell – aus welchem Film stammt der Titel dieses Eintrags? Richtig, aus »Dead Men Don’t wear Plaid«, auf deutsch »Tote tragen keine Karos«.
Seit 20 Jahren ist dies eine meiner liebsten Komödien, und gottseidank gibt es ja noch ein paar Programmkinos, die diesen Film immer mal wieder aufführen.
Aber jetzt (eigentlich schon seit Anfang 2002, ich habe es nur leider erst jetzt erfahren) gibt es diesen Klassiker endlich auch auf DVD. Allerdings hätte sich Universal die deutsche Synchronisation wirklich sparen können. Soviel ich weiß, gab es den Kinofilm nur in der Original-Sprachfassung mit Untertiteln – die deutsche Synchronfassung auf der DVD hält man jedenfalls keine Minute aus.
Trotzdem gibt es die Höchstnote: fünf Kochmützen! 