Küche | Montag, 19. Januar 2009
Schande über mich: Seit September schaffe ich es nicht mehr, die mir zugeschickten Fotos für Kochbuchfotos.de dort auch zu veröffentlichen. Mir fehlt momentan einfach die Zeit, die ich noch hatte, als ich Kochbuchfotos vor einem knappen Jahr enthusiastisch an den Start brachte.
Um es kurz zu machen: Da ich mindestens die nächsten zwei Monate noch unter Zeitmangel leiden werde, suche ich jemand, der sich ein bisschen um Kochbuchfotos kümmern möchte. Es wäre nämlich schade, wenn man die schönen Anfangserfolge einfach so im Sande versickern lassen würde.
Die/der Co-Admin erhält – neben Ruhm und Ehre – natürlich nicht nur einen Zugang zum Textpattern-Backend für Kochbuchfotos.de, sondern auch eine Einführung in die Benutzung desselben. Und natürlich bin ich für neue Ideen jederzeit offen.
Interessiert? Bieten Sie mit bei eBay Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail.
Update
Vielen Dank an Roman, Dirk, Thomas und Hans-Wolfgang für ihre Bereitschaft, an Kochbuchfotos mitzuwirken – Roman und (demnächst) Dirk sind jetzt Co-Admins, und die ersten Updates auf Kochbuchfotos sind bereits online.
Kochbuchfotos.de ist ein Foodbilder-Blog, an dem jeder mit eigenen Fotos teilnehmen kann. Gesammelt werden Rezept- und Produktfotos von Lebensmitteln, Zutaten und Küchen-Utensilien.
Diese Bilder dürfen im Rahmen der vom Urheber erteilten Lizenz benutzt werden, z. B. auf einer Website. Näheres finden Sie in den FAQ.
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Küche | Montag, 19. Januar 2009
Für mich hat jede Jahreszeit ihr eigenes Lieblingsgericht. Zur Zeit ist es Grünkohl (in gekochter Form regional auch Braunkohl genannt), das Nationalgericht der Niedersachsen. Grünkohl isst man nur im Winter, nachdem es den ersten Frost gegeben hat. Im Januar gibt es in kulinarischer Hinsicht wohl kaum etwas schöneres, als sich nach der Rückkehr von einem Spaziergang in klirrender Kälte an einer ausladenden Grünkohltafel wieder aufzuwärmen.
Zum Grünkohl gibt es – neben festkochenden Salzkartoffeln – Brägenwurst oder andere Mettwürste, geräucherten Bauchspeck, manchmal auch Kassler, und speziell im Oldenburger Raum Pinkel – ein ausgesprochen herzhaftes Essen also. Grünkohl ist übrigens eines jener Gerichte, die immer besser schmecken, je öfter sie aufgewärmt werden. Deshalb kocht man am besten immer gleich für zwei Tage.
Rezept / Zutaten für 4 Personen
- 1,5 bis 2 kg Grünkohl
- 4 Scheiben geräucherter Bauchspeck
- 5 Mettwürste
- 1 Gemüsezwiebel
- ca. 150 g Gänse- oder Schweineschmalz
- 1 TL Senf
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Den Grünkohl von den Stengeln rupfen, gegessen werden nur die krausen Blätter. Die Spüle voll Wasser laufen lassen, den Grünkohl darin waschen und dabei in kleinere Stücke zerrupfen.
Zwischendurch die kleingehackte Zwiebel (haben sie keine Gemüsezwiebel, tun es auch zwei bis drei normale) in einem großen Topf in dem Schmalz weichdünsten.
Den Grünkohl aus der Spüle nehmen, gut ausdrücken und in den Topf geben. Ungefähr 10 Minuten schmoren lassen, gelegentlich umrühren, bis er etwas zusammengefallen ist.
Das Geheimnis der fünften Mettwurst
Jetzt kommt der Bauchspeck und eine der Mettwürste hinein. Diese Mettwurst stechen Sie rundherum mit dem Messer an. Sie wird zwar am Ende völlig trocken sein und deshalb nicht mehr ganz so gut schmecken, dafür hat sie aber ihren ganzen leckeren Geschmack an den Grünkohl abgegeben. Salzen, pfeffern und zugedeckt bei kleiner Hitze schmoren lassen. Zwischendurch kontrollieren, ob das ganze nicht zu trocken wird und gegebenenfalls ganz wenig Wasser hinzugeben.
Nach ca. einer Stunde die restlichen Mettwürste dazu geben und weitere 30 Minuten schmoren lassen. Den Senf unterrühren, noch mal abschmecken und mit Salzkartoffeln servieren.
Dazu trinkt man Bier und – weil das Gericht sehr mächtig ist – zwischendurch einen klaren Schnaps.
Tipp
Idealerweise ist nach dem Ende der Garzeit sehr wenig Flüssigkeit im Topf. Wenn es aber zuviel ist (und nur dann!), nehmen Sie zum Binden ein bis zwei Esslöffel Haferflocken, die dann noch 10-15 Minuten mitkochen müssen.
Küche | Dienstag, 13. Januar 2009
Schweinefleisch (z. B. Arista alla Fiorentina) bringt von Natur aus oft nicht viel Eigengeschmack mit und kann deshalb meist eine kräftige Sauce vertragen. Diese hier passt ausgezeichnet, nicht nur zu Schweinefleisch:
Zutaten
1 EL Zucker
1 Schalotte
1 EL Tomatenmark
1/2 Flasche kräftiger Rotwein
1 Becher Sahne
1 Zweig Rosmarin, Salz, Pfeffer
Zubereitung
Den Zucker in einer Kasserolle bei mittlerer Hitze schmelzen. Die sehr fein geschnittene Schalotte (ersatzweise können Sie auch eine kleine rote Zwiebel nehmen) darin weich dünsten. Die Hitze hoch schalten, das Tomatenmark dazu geben und – rühren dabei nicht vergessen – etwas anrösten. Mit dem Rotwein ablöschen und gut umrühren. Den Rosmarinzweig hineingeben und die Flüssigkeit auf die Hälfte reduzieren. Die Sahne dazu gießen und noch mal alles auf die Hälfte einkochen lassen. Salzen, pfeffern, mhmmm!
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Küche | Montag, 12. Januar 2009
Nachdem ich zu Weihnachten eine nagelneue KitchenAid geschenkt bekommen habe (wie konnte ich bisher nur ohne auskommen?), habe ich mich auf die Suche nach weiteren Ciabatta-Rezepten gemacht. Mein einfaches ist nicht schlecht, aber ich ahnte: das geht noch besser.
In den meisten Rezepten wird die Zubereitung eines Vorteigs empfohlen, der über Nacht gären kann. Der Vorteil: man benötigt weniger Hefe, deshalb schmeckt das gebackene Brot auch weniger danach. Aber erstens waren in allen Rezepten die Mengenangaben ziemlich realitätsfern: Mehl kauft man in 1-kg-Packungen, Hefe in 42-g-Würfeln – Ciabatta-Teig also z. B. mit 800 g Mehl und 15 g Hefe zuzubereiten, ist auf Dauer relativ unpraktisch. Und zweitens ist mir das mit dem Vorteig über Nacht viel zu kompliziert – hat man den Vorteig vergessen, kann man kein Brot backen und muss bis zum nächsten Tag warten.
Hier deshalb mein mittlerweile mehrfach getestetes Rezept, mit dem Sie zwei außen knusprige und innen grobporige Ciabatta aus 500 Mehl und einem halben Würfel Hefe zubereiten können. Und zwar an einem einzigen Tag – der Vorteig muss hier nur zwei Stunden gehen.
Zutaten für zwei Ciabatta
1/2 Würfel Hefe (ca. 21 g)
500 g Weizenmehl Type 550
5 EL Milch
3 EL Olivenöl
1 TL Salz
1 TL Zucker
Zubereitung
Der Vorteig
Ein Drittel der Hefe und den Zucker in 125 ml lauwarmem Wasser vollständig auflösen. Mit ca. einem Drittel des Mehls gut verrühren und zugedeckt zwei Stunden an einem warmen Ort aufgehen lassen.
Der Hauptteig
Den Rest der Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und anschließend mit dem Salz, dem Öl und 150 ml lauwarmem Wasser vermischen, in den Vorteig geben und mit dem Knethaken verrühren. Nach und nach den Rest des Mehls dazugeben und knapp 10 Minuten kneten lassen.
Aus der Rührschüssel auf eine bemehlte Fläche geben, mit Mehl bestreuen und mit einem Handtuch bedeckt zwei Stunden gehen lassen.
Anschließend den Teig mit einer Teigkarte halbieren, länglich geformt (aber nicht mehr geknetet) auf ein mit Backpapier belegtes und bemehltes Backblech legen. Nochmals zwei Stunden zugedeckt aufgehen lassen.
Ab in den Ofen
Den Ofen auf 220 °C Ober- und Unterhitze vorheizen (wenn Sie vier Laibe auf zwei Blechen unbedingt gleichzeitig backen wollen, können Sie notfalls auch Umluft nehmen, aber das Brot wird nicht so knusprig – besser nacheinander backen). Hat er die Temperatur erreicht, das Blech in den Ofen schieben, eine gute halbe Tasse Wasser mit Schwung auf den Ofenboden gießen und die Ofentür sofort schließen. Durch die verdampfende Feuchtigkeit im Backofen erhalten Sie genau die unvergleichliche Kruste, die ein Ciabatta ausmacht. Insgesamt 25 Minuten backen.
Die Brote auf einem Rost auskühlen lassen. Falls Sie sich wegen des verführerischen Duftes nicht beherrschen können: Warmes Brot führt – entgegen der landläufigen Meinung – nicht zu Bauchschmerzen.
Tipps
Wie meine Experimente gezeigt haben, sind die wesentlichsten Faktoren für das Gelingen der Brote das Einhalten der drei Mal 2 Stunden Teiggehzeit, der vorgeheizte Ofen, dessen Temperatur nicht unter 220 °C liegen sollte und der erwähnte Wasserdampf.
Natürlich kann man Rosmarin oder Thymian oder ähnliche Kräuter zum Parfümieren mit in den Teig geben; wenn Sie mögen, auch schwarze Oliven oder getrocknete Tomaten. Falls Sie übrigens zwei Ciabatta an einem Tag nicht aufessen können, keine Angst – sie sind auch am zweiten Tag noch knusprig und schmecken genau so gut wie am ersten.
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Küche | Dienstag, 7. Oktober 2008
Ich bin eher ein Pancetta- denn ein Tiramisu-Mann. Demzufolge gibt es bei mir auch nur sehr selten ein Dessert. Und wenn, dann eher Käse, Espresso und Grappa.
Manchmal allerdings überfällt auch mich die Lust auf Süßes. Das muss dann aber schnell zubereitet sein – aufwändige Desserts mache ich nur zu sehr besonderen Gelegenheiten. Hier ein paar Rezept-Vorschläge:
Affogato al caffè
Eine Kugel Vanilleeis in ein kleines Glas geben und mit einem Espresso auffüllen. Ideal im Sommer.
Sweet Walnuss-Joghurt
Bio-Joghurt in Schälchen geben, darauf je eine kleine Handvoll geschälte Walnüsse verteilen und entweder mit einen Schuss Ahornsirup oder einem Esslöffel Honig süßen. Extrem lecker.
Schneegestöber
Tiefgefrorene Himbeeren antauen lassen und geeignete Gläser zu einem Drittel damit befüllen. Das zweite Drittel mit geschlagener Sahne auffüllen (hat man eine zur Hand, kann man eine ausgekratzte Vanilleschote in die Sahne geben). Mit zerkrümeltem Baiser bedecken und bis nach der Hauptspeise im Kühlschrank ziehen lassen. Das lassen selbst die nicht stehen, die eigentlich schon satt waren.
Betrunkene Äpfel
Zucker in einer Pfanne schmelzen. Mit etwas Wasser ablöschen. Apfelspalten und ein wenig Zitronenabrieb hineingeben und weich dünsten. Mit etwas Alkohol (idealerweise Calvados, es geht aber auch Grappa, Weinbrand o. ä.) ablöschen, eventuell flambieren. Sind Kinder dabei, nimmt man statt des Alkohols den Saft einer Zitrone und zusätzlich einen Löffel Honig oder Ahornsirup. Mit ein paar Mandelsplittern bestreuen. Kann man auch mit andern Früchten machen, zum Beispiel mit einer frischen Ananas.
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Küche | Montag, 25. August 2008
Kochbuchfotos gibt es seit dem 8. Februar 2008. Die Updatefrequenz hat mit der Zeit nachgelassen, nichtsdestoweniger ist es nach einem halben Jahr mal Zeit für eine Zwischenbilanz. Ganz konkret gefragt: Werden die Fotos über die Google-Bildersuche überhaupt gefunden?
Ja, werden sie. Stichproben zeigen, dass z. B. bei den Suchbegriffen Äpfel, Orangen, Bananen, Brombeeren, Kirschen, Espresso, Steaks oder Ciabatta entsprechende Bilder von Kochbuchfotos.de auf den jeweils ersten Google-Ergebnisseiten angezeigt werden.
Garnele, Palatschinken, Kaffeebohnen, rote Weintrauben und Fenchelsalami befinden sich sogar auf Platz eins, Chilischote, Pfirsiche, Paprikapulver und Käsebrötchen immerhin noch auf Platz zwei, während sich Hühnerei, Salatgurke und Wassermelone zur Zeit noch mit Platz drei begnügen müssen, gefolgt von Rucolasalat auf Platz vier.

Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass wir – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön allen bisherigen Bildeinsendern! – bei einem der erklärten Ziele, nämlich Kochbuchfotossuchern auf den ersten Google-Ergebnisseiten abmahnfreie Bilder zur Verfügung zu stellen, auf einem sehr guten Weg sind.
Machen Sie mit!
Es dürfen allerdings gut und gerne noch ein paar Fotos mehr werden – kramen Sie doch mal in Ihrem digitalen Schuhkarton, vielleicht findet sich ja noch das ein oder andere Bild, das Sie auf Kochbuchfotos.de veröffentlichen und anderen unter einer CC-Lizenz zur Verfügung stellen möchten – eine kurze E-Mail an fotos@nixkochbuchfotos.de genügt.
Kochbuchfotos.de ist ein Foodbilder-Blog, an dem jeder mit eigenen Fotos teilnehmen kann. Gesammelt werden Rezept- und Produktfotos von Lebensmitteln, Zutaten und Küchen-Utensilien.
Diese Bilder dürfen im Rahmen der vom Urheber erteilten Lizenz benutzt werden, z. B. auf einer Website. Näheres finden Sie in den FAQ.
Machen Sie mit – schicken Sie Ihre Fotos an fotos [aett] kochbuchfotos.de
Siehe auch:
Kochbuchfotos – Aufruf zur Teilnahme
Zwischenbericht: Kochbuchfotos.de
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