Küche | Dienstag, 13. März 2007
Bratkartoffeln sind, wenn sie richtig zubereitet sind, eins der leckersten Gerichte auf Gottes Erde. Leider erhält man in Restaurants (und nicht nur da) meistens eine breiige Kartoffelmasse, für die es kein unpassenderes Adjektiv als knusprig gibt.
Zu Beginn deshalb gleich eine Liste der häufigsten Dinge, die bei Bartkartoffeln falsch gemacht werden:
- zu wenig Fett oder das falsche Fett nehmen
- zu geringe Hitze und nicht bei der Pfanne bleiben (bei der Zubereitung eines Risottos macht man ja nebenher auch nichts anderes!)
- gekochte statt rohe Kartoffeln verwenden
- zu viele Kartoffelscheiben in eine Pfanne geben
Und hier das Rezept, mit dem Sie alles besser machen:
Zutaten für 2 Personen
- 750 g festkochende Kartoffeln
- 3-4 EL Schweineschmalz
- ein guter Schuss Olivenöl
- 3 kleine Zwiebeln
- 150 g magerer Speck
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und in dünne, höchstens 2 mm dicke Scheiben schneiden oder hobeln. Das Schmalz und das Olivenöl in eine heiße Pfanne (die besten Ergebnisse bekommt man mit einer schweren Eisenpfanne) geben und erhitzen – sparen Sie bitte nicht am Fett, die Kartoffeln müssen schwimmen; hinterher kann man sie, falls sie einem zu fettig sind, immer noch auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Wenn die Schmalz/Öl-Mischung heiß ist, die rohen Kartoffelscheiben hineingeben und gleichmäßig verteilen, den Herd auf 2/3-Hitze zurückschalten.
Jetzt haben Sie Zeit, die Zwiebeln in sehr dünne Streifen und den Speck in kleine Würfel zu schneiden. Zwischendurch mit einer Palette oder einem Küchenfreund die Kartoffeln anheben und kontrollieren. Wenn sie Farbe angenommen haben, wenden – das wiederholen Sie ca. alle vier bis fünf Minuten. Nach einer knappen halben Stunde geben Sie die Zwiebeln und den Speck zu den Kartoffeln und braten alles noch ca. 10-15 Minuten bei gelegentlichem Wenden. Zum Schluss salzen und pfeffern.
Wenn Sie diese herrlich knusprigen Bratkartoffeln dann verspeisen, bekommt der Ausdruck Bratkartoffelverhältnis eine völlig neue Bedeutung.
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Küche | Montag, 19. Februar 2007
Wenn man ein Hähnchen im Ofen grillt, wird besonders die Brust häufig sehr trocken. Um das zu verhindern, könnte man sie z. B. mit ein paar Speckscheiben bedecken. Es gibt aber eine viel bessere und dazu auch viel einfachere Methode, ein saftig-zartes und trotzdem knuspriges Hähnchen zuzubereiten. Paul, 10, hat gestern jedenfalls ein vollständiges halbes Tier verspeist, weil er es so lecker fand.
Zutaten für 4 Personen

- 2 frische (Mais-)Hähnchen vom Hühnermann Ihres Vertrauens
- 4 oder 8 Knoblauchzehen
- 4 Zweige Rosmarin
- frischer Thymian
- Salz, Pfeffer
- Olivenöl
- Alufolie
Zubereitung
Die Hähnchen mit einer Geflügelschere in jeweils zwei Hälften zerteilen. Jede Hälfte mit den Händen beherzt plattdrücken (deshalb „Überfahrenes Hähnchen“) – es gart dann gleichmäßiger. Anschließend ringsherum salzen und pfeffern.
Jeweils ein halbes Hähnchen mit der Innenseite auf ein mit Öl eingestrichenes Stück Alufolie legen. Ein oder zwei geschälte, leicht angedrückte Knoblauchzehen und einen Rosmarinzweig dazulegen, ein wenig Thymian dazu streuen und das Hähnchen dann mit der Alufolie komplett einwickeln; falls sie nicht reicht, nimmt man einfach ein zweites Stück zu Hilfe.
Die vier Hähnchenpakete auf einem Blech in den auf 220 °C vorgeheizten Ofen schieben und 45 Minuten backen. Dann bei allen Paketen die Alufolie oben aufreißen, und noch einmal für 15 Minuten in den Ofen schieben, diesmal mit zusätzlich eingeschaltetem Grill, damit die Haut schön knusprig wird.
Dazu reicht man den in der Alufolie aufgefangenen Bratensaft und ein paar in der Pfanne leicht karamellisierte kleine Pellkartoffeln.
Die einfachsten Dinge sind oft die besten …
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Küche | Dienstag, 13. Februar 2007
Greenpeace hat in Deutschland angebautes Obst und Gemüse auf Pestizide getestet. Das Ergebnis ist unfassbar: In 12% der Proben, eingekauft in deutschen Supermärkten, fand Greenpeace in Deutschland verbotene Gifte, in weiteren 17% für das jeweilige Produkt nicht zugelassene Substanzen.
Noch mal langsam zum Mitlesen: In Deutschland verbotene Gifte. Die, weil sie illegal sind, demzufolge auch nicht einfach im Gartencenter um die Ecke oder beim nächsten Agrargroßhändler erworben werden können.
Stammtischniveau
Angesichts dieses neuerlichen Lebensmittelskandals muss ich mich mal ein bisschen auf Stammtischniveau bewegen: Wird jemand zum zweiten Mal bei einem Ladendiebstahl erwischt, kann ihm unter Umständen schon eine Gefängnisstrafe ohne Bewährung drohen.
Was aber passiert mit den skrupellosen Händlern, die wissentlich tonnenweise verdorbenes Fleisch verkaufen? Mit den Bauern, die Obst und Gemüse mit aus gutem Grund verbotenen Pestiziden spritzen? Mit den gewissenlosen Geschäftemachern, die die Gesundheit der Menschen einen Dreck kümmert, schlimmer noch: sie sogar aktiv gefährden?
Nichts dergleichen.
Verhältnismäßigkeit?
Man möge mich berichtigen, aber bei den ganzen Skandalen der letzten Jahre habe ich zwar manchmal von Betriebsschließungen gehört – viele Firmen durften gleich wieder öffnen, weil sie versprachen, so etwas nie wieder zu machen –, dass aber mal jemand zur Verantwortung gezogen wurde, habe ich bisher nicht mitbekommen.
Fassen wir also zusammen: Wer zweimal ein Kaugummi klaut, kommt in den Knast und ist vorbestraft. Wer vorsätzlich die Gesundheit von hunderttausenden Menschen beeinträchtigt oder sogar schädigt, oder eine Beeinträchtigung zumindest billigend in Kauf nimmt, muss sich nur anständig entschuldigen, vielleicht noch eine kleine Geldstrafe zahlen, dann wird das schon wieder.
Sterbensmittel
Ich spare mir die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Aber wenn das so weitergeht, kann man bald nicht mehr von Lebensmitteln sprechen. Sterbensmittel wäre dann der treffendere Ausdruck.
Siehe auch Vergiftete, belastete, verdorbene und genmanipulierte Lebensmittel
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Küche | Dienstag, 6. Februar 2007
Der Februar ist gerade mal 6 Tage alt, und schon gibt es im Europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittel in diesen Monat bereits 14 Warnmeldungen – allein von den Deutschen Behörden (Stand: 5.2.2007). Darunter so leckere wie z. B.
Verotoxinbildende E. coli (VTEC) in Weichkäse, hergestellt aus Rohmilch aus Belgien
oder
Oxamyl-Höchstmengenüberschreitung in grünen langen (süßen) Paprika aus der Türkei
oder
Isofenphos-methyl in süßen roten Gemüsepaprika aus Spanien via Frankreich
oder
Nicht für den menschlichen Verzehr geeignetes blockgefrorenes Rinder-Verarbeitungsfleisch aus Italien via Deutschland
oder auch
Nicht zugelassener gentechnisch veränderter Parboiled Reis aus den Vereinigten Staaten
Nachzulesen im täglich aktualisierten PDF Meldungen im Februar 2007.
Nett, aber nutzlos
Auf der einen Seite ist es anerkennenswert, dass es überhaupt so ein Schnellwarnsystem gibt und dass die Meldungen vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittel regelmäßig veröffentlicht werden.
Auf der anderen Seite ist die Veröffentlichung für den Verbraucher natürlich vollkommen nutzlos, um nicht sogar von einer Farce zu sprechen, wenn nicht gleichzeitig auch bekanntgegeben wird, wo und in welcher Form die belasteten bzw. beanstandeten Lebensmittel in den Handel gelangt sind.
So bleibt der Verbraucher nämlich vollkommen ahnungslos, ob sich von diesen gemeldeten Lebensmitteln nicht auch welche in seinem Kühl- oder Vorratsschrank befinden – er hat also im Fall der Fälle gar keine Chance adäquat, sprich mit Entsorgung zu reagieren.
Verbraucherinformationsgesetz muss her
Nach den endlosen Gammelfleisch- und Lebensmittelskandalen der letzten Jahre wird es höchste Zeit, nun endlich mal ein vernünftiges Verbraucherinformationsgesetz zu verabschieden.
Die derzeitige Bundesregierung lässt allerdings keinerlei Absichten in dieser Richtung erkennen – im Gegenteil: Die Gift-Grenzwerte bei Obst und Gemüse wurden erst kräftig erhöht – im Schnitt um das 33-fache, in Einzelfällen wie bei Tafeltrauben, Salaten, Kräutern oder Beeren sogar jeweils um das 500-fache! (Laut Greenpeace Einkaufsnetzwerk sendet das ZDF-Magazin Frontal 21 heute um 21 Uhr hierzu einen Beitrag mit weiteren Hintergründen und Reaktionen von Minister Seehofer.)
Ich jedenfalls werde keine Partei wählen, die nicht u. a. verspricht, bei Lebensmittelskandalen zukünftig Ross und Reiter zu benennen. Ich will nämlich endlich sicher gehen können, keine vergifteten, belasteten, verdorbenen oder genmanipulierten Lebensmittel gekauft zu haben.
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Küche | Donnerstag, 16. November 2006
Die älteren werden sich noch an den Spliff-Hit („… e una Coca Cola“) erinnern, in dem auch ich das erste Mal von diesem Gericht hörte. Aber jedes Mal, wenn ich bei einem „deutschen“ Italiener Spaghetti Carbonara bestellt habe, war ich maßlos enttäuscht von diesem pappig-sahnigen Etwas. Bis ich sie zum ersten Mal selbst gemacht habe (und erfuhr, dass da überhaupt keine Sahne hineingehört) – seitdem gehören Spaghetti Carbonara zum festen Bestand meiner Lieblings-Pasta-Rezepte.
Zutaten für 2 Personen
- Spaghetti

- 2 Eier
- 1 Tasse frisch geriebener Parmesan
- 4 dünne Scheiben magerer Speck
- Olivenöl
- etwas glatte Petersilie
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Spaghetti kochen. In der Zwischenzeit den in schmale Streifen geschnittenen Speck sachte in etwas Olivenöl ausbraten. Die rohen Eier gut mit dem Parmesan vermengen. Speck und Parmesan-Ei-Mischung unter die heißen, abgegossenen Spaghetti heben. Mit etwas Petersilie bestreut servieren.
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Küche | Donnerstag, 31. August 2006
Beim Amazon PartnerNet kann man sich seit kurzem in wenigen Minuten einen eigenen Shop bzw. aStore mit ausgewählten Produkten zusammenklicken und anschließend per iFrame in eine eigene Seite einbinden. Einfluss aufs Layout hat man nicht, man kann lediglich einige Farben bestimmen und entscheiden, was in der Seitenleiste auftaucht. Wie das dann ausschauen kann, sieht man hier: Kochshop.
