Das Zackzack-Rezept (7): Spaghetti Aglio e Olio
Die Zutaten für Spaghetti Aglio e Olio hat man eigentlich immer im Haus. Wenn unverhofft mal hungrige Gäste hereinschneien, müssen Sie also nicht in Panik verfallen – mit dieser köstlichen Pasta haben Sie sie auf vorzüglichste Weise im Nu gesättigt.
Zutaten für 4 Personen
500 g Spaghetti
1/4 l Olivenöl
8 Knoblauchzehen
4 getrocknete Peperoni
1 großes Bund glatte Petersilie
frisch geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer
Zubereitung
Das Wasser für die Nudeln aufsetzen (Tipp: Wenn Sie das Nudelwasser in einem Wasserkocher aufkochen und anschließend in den Nudeltopf umgießen, sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Energie).
In der Zwischenzeit das Olivenöl sanft erhitzen und die unzerdrückten Peperoni hineingeben.
Die Nudeln (statt Spaghetti können Sie übrigens ohne weiteres auch andere Sorten wie beispielsweise Penne nehmen) ins kochende, gut gesalzene Wasser geben und für 8-10 Minuten, je nach Sorte, fertig kochen.
Fünf Minuten vor Ende der Nudelkochzeit den kleingeschnittenen Knoblauch, drei Minuten davor die Hälfte der kleingehackten Petersilie mit ins Olivenöl geben. Das Olivenöl darf nur leise simmern, sonst verbrennt der Knoblauch. Die Peperoni herausfischen, die haben ihre Arbeit getan.
Die Nudeln abgießen, die Olivenöl-Knoblauch-Petersilienmischung und den Rest der Petersilie unterheben, salzen und pfeffern und mit viel frisch geriebenem Parmesan servieren.
Ah che bella Napoli!
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Kommentare:
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Das ist ja mal wieder das richtige Rezept für mich… :-)
Vielen Dank für das Rezept. Mal wieder eine gute Idee für Zwischendurch. :-)
Leider konnte ich in Berlin-Schöneberg keinen Laden finden, der getrocknete Peperoni führt. Das KaDeWe steht noch aus, muss aber auch nicht unbedingt sein.
Wie sieht es denn mit frischen/eingelegten Peperoni aus? Das sollte, sofern in Maßen eingesetzt, doch auch gut gehen.
@ Patrick: in der Regel gibt es die in jedem Asialaden (also richtiger Asialaden, nicht die Feinkostabteilung im Supermarkt).
Wie man über das elektrische Erhitzen von Wasser in einem anderen Gefäß Energie sparen kann, mußt Du mir erklären. Wenn man die Abwärme der Herdplatte einmal vernachlässigt, kann man rein rechnerisch eigentlich nur Zeit sparen, oder mache ich einen Denkfehler?
@ Martin Böhm: Ich habe gerade mal ein bisschen gegoogelt (selber hätte ich das so genau nicht zusammenbekommen ;-) Um 0,75 Liter Wasser von 17 °C auf 100 °C zu erhitzen, benötigt man theoretisch 72 Wh. Praktisch allerdings benötigt man auf einem Cerankochfeld ca. 130 Wh (Heizelement, Glas und Topfboden müssen mit erwärmt werden), mit einem durchschnittlichen Wasserkocher aber nur ca. 85 Wh. Der Wirkungsgrad eines Wasserkochers ist deshalb viel höher, weil erstens nicht so viel Energie am Übergang Herd/Topfboden verloren geht, zweitens ein Wasserkocher meist besser isoliert ist als ein Kochtopf aus Metall. Je mehr Wasser man erhitzt, umso geringer wird allerdings der Energiespar-Vorteil der Wasserkocher.
@ Patrick: Schau mal nach getrockneten ganzen Chilischoten (die sind ca. 1 cm lang), das ist genau das selbe und die sollte es eigentlich in jeder Supermarkt-Gewürzabteilung geben. Mit frischen habe ich bei diesem Gericht nicht so gute Erfahrungen gemacht – wenn man sie ganz lässt, geben sie keine Schärfe ab, wenn man sie zerteilt, kriegt man die Kerne nicht mehr herausgefischt und es wird zu scharf.
Danke für die Erläuterung, jedoch habe ich es gerade eben mit einer großen frischen Peperoni (grün, scharf) und zwei kleinen, eingelegten zubereitet; ansonsten voll an die Anleitung gehalten.
Gegen die Kerne habe ich schon länger ein probates Mittel: vorher entfernen. ;-)
Die Peperoni wird fein gehackt und mit dem Knoblauch hinzugegeben. Superb!
Vielleicht gehe ich demnächst auch den verpackten Heilbutt an. Deine Rezepte sind immer wieder eine Wohltat im Dschungel der abgehobenen Profis und der völligen Gaga-Rezepte auf verschiedenen, großen Webseiten. :-)
Danke für die Erläuterung! Ich gebe zu, ich habe den Abwärmeanteil für wesentlich kleiner gehalten. Da man das Wasser schlußendlich aber doch in den Topf schüttet, müssen Herd und Topfboden so oder so erwärmt werden… ;-)
Ich muß mich Patrick anschließen, was Deine Rezepte betrifft. Vielen Dank dafür!
jetzt geb ich auch noch meinen Knoblauch dazu. Mich wundert, dass hier die Glaubensfrage „darf der Knoblauch leicht Farbe nehmen oder nicht“ hier nicht diskutiert wird.
Es gibt da auch wohl in Italien verschiedene „Konfessionen“. Ich war lange Zeit strikt gegen gelblich angerösteten Knoblauch bin aber inzwischen etwas toleranter geworden. Wie ist es bei Ihnen Herr Preidel? Bleibt der Knoblauch weiß oder darf er leicht gelb werden?
Und bei der Gelegenheit weise ich mal auf mein „Spaghetti nix da“ (wie begegne ich dem leeren Kühlschrank-Syndrom) hin. und zwar hier.
@ dirk: Nein, weiß bleibt der Knoblauch bei mir nicht, im Gegenteil. In vielen Rezepten steht zwar, dass gebräunter Knoblauch angeblich bitter schmecke – das finde ich persönlich überhaupt nicht (in Olivenöl goldbraun frittierte Knoblauchscheiben zu Meeresfrüchten – mmhh!).
Weil ich aber weiß, dass es auch Menschen gibt, die den Geschmack nicht mögen, halte ich mich bei unbekannten Gästen ein wenig zurück – aber ein bisschen Farbe bekommt der Knoblauch auch da.
Klingt super :-) Nur eine kleine Sache, über die sich bestimmt die Geister scheiden ;-)
Als ich mal in Bella Italia Parmesan zu den Spaghetti Aglio e Olio verlangt habe, wurde ich entsetzt angeschaut und man hat mir erklärt, dass auf diese Spaghetti nie und nimmer Parmesan gestreut werde ;-)
@ Livia: Habe ich auch schon gehört. Offensichtlich sind sich die Italiener da aber selbst nicht so ganz einig – auf risorsefree.it wird beim Rezept Spaghetti Aglio, Olio E Peperoncino explizit angegeben: „Mescolate bene e servite accompagnando gli spaghetti fumanti con parmigiano grattugiato.“ Grob übersetzt: „Gut vermischen und die dampfenden Spaghetti mit geriebenem Parmesan servieren.“
Worauf ein empörter Kommentator schreibt: „IL PARMIGIANO NON VA SUGLI SPAGHETTI AGLIO E OLIO, E’ UN SACRILEGIO !!!!“ Übersetzt: „Parmesan mit Spaghetti Aglio e Olio geht nicht, das ist ein Sakrileg!“
;-)
Bei einem USA Besuch habe ich einer amerikanischen Fernsehköchin (mit italienischer Abstammung) bei der Zubereitung des Gerichtes zugesehen, sie hat am Anfang Anchovisfilets in das Olivenöl gegeben mit dem Hinweis, daß diese dem Ganzen einen nussigen und keinen fischigen Geschmack geben und ganz „wegschmelzen“ im Öl. Ich hab's probiert – es stimmt! Highly recommended! ;)
Grandioses Rezept, ich habe es gerade ausprobiert. Es gab unter der Linguine-Population keine Überlebenden. Es geht schnell, man braucht nur minimal Zutaten und es ist ein vergleichsweise leichtes Essen, passend zum 38-Grad-Sommer.
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