Liebes Tagebuch,
gestern stand eine leckere Ratatouille auf dem Herd. Und zwar in Mengen, weil man sowas bei diesem Wetter gut essen kann, auch kalt. Zwischendurch schnell ein CD-Cover mit iTunes gedruckt; zumindest war das der Plan. Der Druckertreiber teilte mit, dass eine neue Cyan-Patrone eingesetzt werden müsse. Eine Ersatzpatrone aus der Schublade des großen Tischs aus naturbelassener geölter Esche geholt. Wahrscheinlich nicht geölt genug, denn jetzt ist er unrettbar mit cyanfarbenen Pigmentflecken versehen, die Patrone war beim Auspacken undicht. Dann die Klappe des Druckers geöffnet. Der Tintenschlitten bewegte sich nicht in die Tintenpatroneneinsetzposition. Nach nur wenig Gewalt und 20 Mal Ein- und Ausschalten ging’s dann doch. Unterdessen fing es an, merkwürdig zu riechen. Verbrannt. Die Ratatouille, vorm Drucken zwecks Flüssigkeitsreduzierung noch mal schnell auf größte Hitze gestellt, hatte angesetzt. Mit einer Kelle vorsichtig umgeschöpft. Schmeckte trotzdem angebrannt. Zwei große rohe Zwiebeln und ein großes Stück Kräuterbutter dazugegeben, Ratatouille dadurch einigermaßen gerettet. Drucken hat dann auch geklappt. Anschließend 10 Minuten lang Tinte von den Fingern geschrubbt. Abends Fußball.
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Manchmal gibt es Tage, die gibt’s gar nicht. Mein herzliches Beileid, und danke für den Tipp für verbrannte Gerichte.
Das mit dem Tisch darfst du halt nicht so eng sehen. Man kann ihn doch einfach abhobeln. Steht bestimmt in den FAQ jedes namhaften Tintendruckerherstellers: „Bei versauten Tischoberflächen benutzen Sie einfach den im Lieferumfang enthaltenen Hobel, um die verschmutzte Schicht abzutragen ...“ ;-)
Das mit der Tinte ist natürlich Pech. Dass Du aber Essen anbrennen lassen hast, hängt mit einem ganz miesen Scheduler Deines körpereigenen Betriebssystems zusammen. Ein Thread oder Task sollte nie alle anderen locken – ich empfehle ein Update! :-)
Ist doch gut, wenn alles gut gelaufen ist, Herr Preidel!
Ja Bruderherz, so ist das wenn man mehrere Dinge gleichzeitig macht..
:-)
Man sagt Männern ja ganz allgemein nach, dass sie nicht multitaskingfähig seien. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber zur Sicherheit werde ich (gebranntes Kind, haha!), bevor ich mich das nächste Mal aus der Küche entferne, doch lieber ein hirninternes sudo renice -20 -p `ps -ax | grep Kochtopf | cut -c 1-5` machen. Damit sollte ich auch um das von Martin empfohlene Update noch eine Weile herumkommen … ;-)
Da macht der einem so einen Appe und dann enthaelt er einem auch noch das Rezept vor. ;-)
Ob das mit den Zwiebeln und der Kräuterbutter auch damals bei meinem angebrannten Schokopudding geholfen hätte? :D
Sicherlich einstweilen keine schlechte Idee, die Priorität des Task „Kochtopf“ zu erhöhen. Ich findes eleganter, dass alle Tasks ein Listener-Interface implementieren und damit den Status der jeweils konkurrierenden Tasks abonnieren. Dann klingelts beim Schreibtisch wenn der Kochtopf eine „AnbrennException“ wirft. :-) Oh, Gott! Ich höre wieder diese Stimmen… :-)
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