Solange Vorrat reicht!
Noch bis 15. August gibt es – „Solange Vorrat reicht!“ – das Sommer-Spezial der Bahn, mit dem man für 29 Euro quer durch Deutschland fahren kann. Könnte, sollte man vielleicht besser sagen.
Denn bedauerlicherweise gibt es für diesen Sommer-Spezial Preis in den verbleibenden knapp fünf Aktionswochen keine einzige Berlin–Karlsruhe-Verbindung mehr, noch nicht einmal eine solch unzumutbare, bei der man dreimal umsteigen muss und 10 Stunden 17 Minuten (ziemlich exakt das doppelte der normalen Fahrtzeit) unterwegs ist. Die freundliche Dame von der 39 ct/Minute-Reiseservice-Hotline, die ich nach meinen eigenen Buchungsversuchen auf Bahn.de vorsichtshalber fragte, ob eventuell ein Fehler im System vorläge, konnte auch keine Fahrt zum verbilligten Preis finden. Auf meine Frage, wie groß denn eigentlich die Anzahl der Billig-Tickets pro Zug sei, antwortete sie: „Das wissen wir nicht, leider sagt uns das keiner …“.
Da liegt die Vermutung ziemlich nahe, dass die Kontingente entweder viel zu knapp bemessen sind, oder aber für bestimmte Verbindungen erst gar keine 29 Euro-Tickets zur Verfügung stehen. Ich will nicht von Lockangebot sprechen, aber für den normalen Preis von 210 Euro (hin und zurück) fahre ich jedenfalls nicht mit der Bahn. Mit dem Auto oder mit dem Flugzeug ist das nämlich deutlich günstiger.
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Kommentare:
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Passt irgendwie gerade dazu, diese Reutersmeldung ist eine Stunde alt! Die Klage wegen der Bahntickets läuft schon. Damit wäre es dann hoffentlich mit diesem Ansturm auf die Discounter vorbei, dass die Qualität nicht stimmt, ist natürlich das nächste Problem.
Frankfurt (Reuters) – Der Discounthändler Lidl ist in einem Rechtsstreit mit Verbraucherschützern über so genannte Lockvogelangebote unterlegen.
Lidl dürfe für Waren des täglichen Bedarfs – im vorliegenden Falls Computerbildschirme mit Funk-Tastatur – nicht in hervorgehobener Weise werben, wenn die Artikel nicht mindestens zwei Tage vorrätig seien, heißt es in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart (2 U7/05). Geklagt hatte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V.. Sie hatte moniert, dass Lidl in regionalen Zeitungen ganzseitig für den Computerbildschirm geworben hatte, der Artikel aber schon nach einer Stunde ausverkauft gewesen sei. „Es ging in dem Verfahren nicht um das Angebot an sich, sondern um die Art der Werbung“, erläuterte Reiner Münker von der Wettbewerbszentrale.
Das Gericht wies in seinem Urteil die Argumentation von Lidl zurück, der Verbraucher erwarte bei solchen Angeboten, dass die Waren sehr schnell ausverkauft seien. Auch der kleingedruckte Hinweis am unteren Rand der Anzeige „Bei diesem Artikel besteht die Möglichkeit, dass er trotz sorgfältiger Bevorratung kurzfristig ausverkauft ist“, vermeide eine Irreführung des Verbrauchers nicht, entschied das Gericht. Eine Berufung ist nicht möglich.
Gegen Lidl sind noch eine Reihe ähnlicher Klagen wegen Lockvogelangeboten anhängig, unter anderem wegen des Verkaufs von Bahntickets und Digitalkameras.
Rechnen wir mal. Potsdam-Karlsruhe sind 650 km, macht 1300 km hin und zurück. 210 Euro / 1300 km = 16 ct/km. Du kannst für 16 ct/km Auto fahren? Die normale Kalkulation sind 35 ct und die sind schon ziemlich knapp. Außerdem bekomme ich ein 25% Sparangebot als verfügbar angeboten. Das macht dann 162 Euro. Auf den km gerechnet also 12,5 ct.
Und das kannst Du deutlich günstiger? Wie?
Indem ich für solche Privatfahrten – ich bin Gestalter, kein Buchhalter, und das Auto habe ich sowieso ;-) – nur die Benzinkosten rechne. Da komme ich auf 140 Euro hin und zurück; okay, wenn ich schneller als 150 fahre, werden es vielleicht auch 180 Euro. Ein Flug kostet 160 Euro. Das finde ich beides deutlich günstiger. Im übrigen wurde mir bei allen Buchungsanfragen innerhalb der halben Stunde, in der ich mich damit beschäftigt habe, kein einziges Sparangebot unterbreitet, es blieb immer bei 210 Euro.
Noch günstiger?
Man nehme ‘nen TDI, sammel 2-3 Leute von der Mitfahrzentrale ein und am Ende bleiben sogar noch ein paar Euro übrig.
Es gibt Leute, die am Wochenende extra mit ‘nem 8-Stitzer nur die AB hoch und runter jagen, um mit den Mitfahrern Geld zu verdienen.
Michael, auch für Leute, die schlecht rechnen können, kostet das mehr als Benzinkosten. ;-) Und ich hab sofort das 162 Euro Angebot bekommen. Du hast einfach Pech.
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