Liebes Tagebuch (80)
Die Fuchsschwänze des Web 2.0
Früher gab es den Blink-Tag, später dann auch den zum Teil heute wenig Bewegung auf eine Website zu bringen und sich dadurch vom Rest abzuheben.
Heute gibt es jQuery und MooTools und wie sie nicht alle heißen, mit denen oft ähnlich furchtbare Dinge angestellt werden – das Motto lautet offenbar: Hauptsache, es fadet. Oder slidet. Erinnert mich immer an Opel-Autos mit einem Fuchsschwanz an der Antenne.
Rätselhaft
Was sich die Audi-Agentur dabei gedacht hat, im aktuellen Spot zwei Kumpels gegeneinander im Spritsparen antreten zu lassen, verstehe ich nicht so ganz. Ich meine, die sitzen jeder allein in ihrem A6 und fahren nebeneinander her, die selbe Strecke. Könnten die nicht noch viel mehr Sprit sparen, wenn der eine Kumpel den anderen mitnehmen würde und sie nur mit einem Auto fahren?
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Kommentare:
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Ist das nicht ein wenig polemisch, Herr Preidel?
In der Sache mit dem Opel geb ich Dir recht. Aber den die Möglichkeiten von JavaScript-Frameworks auf »sliden« und »faden« zu beschränken, ist doch etwas niveaulos.
Ich will nicht die Möglichkeiten der Frameworks beschränken – ich stelle nur fest, dass die meisten Hobbywebdesigner genau das auf ihren Websites/Blogs tun. Da fadets und slidets, dass es nur so eine Art hat. Und warum? Weil’s geht.
Mich persönlich nervt dieses Gezappel, weil es von der eigentlichen Information ablenkt, anstatt sie leichter zugänglich zu machen.
Am schlimmsten sind diese Lightbox-Varianten, bei denen der Bildbereich erst horizontal auseinanderslidet, dann vertikal, dann wird das Bild eingefadet, und zu guter Letzt wird noch der Bereich für die Bildunterschrift herausgeslidet. Wenn ich das sehe, schließe ich fluchtartig den Browsertab.
Aber auf vielen Websites wird eben die Form zum Inhalt, und die Information besteht dann nur noch aus Fuchsschwänzen …
Und ja, das ist ziemlich polemisch. ;-)
du hast vergessen das der rest hinter der lightbox noch abgedunkelt wird und bei mouseover next und prev buttons eingeblendet werden :D
bei den ersten malen war lightbox echt cool.. aber mitlerweile hab ich da auch son kotzgefühl wenn ich die sehe
Ich kann dir nur zustimmen.
Früher wurde geblinkt, heute wird alles „gelightboxt“.
Dabei ist das Design und Layout oft nebensächlich, wobei man sich damit auch heute immer noch am besten von der Masse abheben kann!
Dass die Urpsrungsform der Lightbox nicht da gelbe vom Ei ist, ist klar.
Aber was ist die Alternative, noch nervigere Popups? Kommt mal klar, Leute …
Lightboxen finde ich nach wie vor stylish und zweckmäßig. Die beste, einfachste und schönste Lösung! Ein Popup geht nämlich gar nicht!
JavaScript Spielereien als auch animierte GIFs sind zum Glück schon seit Jahren ausgestorben. Da ich nie auf Schüler-Websites herumsurfe, fallen mir diese Kuriositäten der 90er auch nicht auf.
Zu Audi:
Vielleicht trafen sich die beiden Typen auf ein Bierchen und fahren danach wieder nach Hause. Der Weg bis zur nächsten Autobahnauffahrt ist ident und danach trennen sich die Wege. Nur so ein Gedanke ;-)
Wer z. B. Mootools bedacht und konzeptionell Zielgerichtet einsetzt, fährt gut damit. Wer natürlich Effekte planlos einsetzt, dem ist dann auch nicht mehr zu Helfen, ich setze z. B. Lightboxen nur ohne die Slide und Fade Effekte ein, da diese zu lange brauchen bis das Bild dargestellt wird. Effizient ist unmittelbar. Lange Animationen werfen einen zurück da könnte man dann auch eine Flash Seite bauen.
lg
Joachim
In Kommentar 2 meinte ich natürlich nicht die Lightbox an sich, die setze ich hier ja selbst ein, Beispiel: Blick über die Glienicker Lake
Was ich meinte, ist diese Version der Lightbox: Lightbox 2. Furcht!bar! Dazu ist der Close-Button auch noch ohne Not unterhalb des Bilds, statt – wie seit Anbeginn der Betriebssysteme gelernt – oben.
Der links oben positionierte Close-Button bei Deiner Variante ist aber ebenso atypisch. Wenn schon oben, dann rechts.
Hier mal ein bisschen Computergeschichte für die jüngeren: Das Mac OS, das erste kommerzielle grafische Betriebssystem (mal abgesehen von Apples Lisa-GUI), hatte den Schließen-Knopf schon immer links oben. Windows, das ja bekanntlich zunächst nur eine schlechte Kopie des Mac OS’ war, hatte den Schließen-Knopf selbstverständlich ebenfalls links oben.
Auch die erste überhaupt benutzbare Version, Windows 3.1, hatte den Schließen-Knopf links oben. Microsoft platzierte ihn erstmals mit Windows 95 rechts oben. Da aber niemand die alten 3.1-User vergrätzen wollte, konnte man ein Fenster mit Doppelklick auf das Programmicon links oben weiterhin schließen. Das funktioniert übrigens auch heute noch.
in Apples Mac OS befindet sich der Schließen-Knopf seit 1984 links oben.
So viel zum Thema ein Schließen-Knopf links oben sei „atypisch“.
Das, was Du schreibst, wußte ich zum Großteil, da ich leider nicht mehr zu „den Jüngeren“ gehöre gg. Die Vergangenheit interessiert aber niemanden, denn wir leben im Hier und Heute, also in der Gegenwart.
Wir kennen aber die Marktanteile von M$ und Mac OS, daher bleibe ich bei der Bezeichnung „atypisch“.
91% der Menschheit schließt nunmal rechts oben ;-)
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