Der DAD (Deutscher Adressdienst bzw. Deutsches Internet Register) probiert’s immer noch
Oder: Manchmal bin ich ja ein Fuchs
Zum Beispiel, wenn ich bei irgendeiner Anmeldung, Abobestellung oder Informationsanforderung mal wieder ein paar Daten zu viel angeben soll. Ich wundere mich dann: Was wollen die Leute bei einer Online-Bestellung mit meinem Geburtsdatum? Oder mit meiner E-Mail-Adresse, wenn ich mir ein paar Info-Broschüren zuschicken lassen will? Oder – noch schlimmer (oder offensichtlicher – wie man’s nimmt) – mit meiner Telefonnummer, wenn ich ein unverbindliches Versicherungsangebot per E-Mail haben will?
Mein Geburtsdatum ist dann grundsätzlich der 24.1.84 („Hello, I’m Macintosh“), meine E-Mail-Adresse eine Einmal-Adresse von Sneakemail.com und meine Telefonnummer eine unbenutzte MSN.
Wenn ich dann am 24. Januar Geburtstagsglückwünsche bekomme, weiß ich, dass sie nicht von Herzen kommen, und bei E-Mails an die Einmaldresse ist klar, dass sie trotz gegenteiliger Versicherung dennoch für andere Zwecke verwendet wurde.
Was neu ist, und ich auch nur deshalb mitbekomme, weil meine Telefonanlage alle Anrufe protokolliert, sind zur Zeit massive Anrufversuche (selbstverständlich von unterdrückten Rufnummern) auf eine der erwähnten nicht genutzten MSN.
Ich kann deshalb nur immer wieder den Rat geben, grundsätzlich so wenig Daten wie möglich von sich preis zu geben, will man von dummdreisten Werbeofferten weitgehend verschont bleiben.
Das schützt einen allerdings nicht vor solchen Abzock-Versuchen wie dem des DAD (Deutscher Adressdienst), der gerade die x-te Welle eines mehr als zweifelhaften Angebots aussendet (diesmal sind offensichtlich die Schweiz und die Türkei an der Reihe), deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal eindringlich davor warnen, irgendein DAD- oder „Deutsches Internet Register“-Formular ungelesen zu unterzeichen.
Mehr zum DAD, was man nach einer Unterschrift tun kann und eine Kanzlei, die mehrere Geschädigte erfolgreich vertreten hat.
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Kommentare:
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Man sollte, auf die Frage solcher Menschen nach einer eMail-Adresse, immer sagen: spam@anarchiv.com, oder spam@qxm.de …, damit sie sich dessen auch bewußt sind ; )
Na, ich bezweilfe doch stark das spam@... irgendwas bewirkt. Letztlich landen die Adressen in riesigen Datenbanken und werden zwecks Marketing immer wieder vorgeholt. Sicher das ein oder andere Mal auch weiterverkauft.
Der Ansatz von Herrn Preidel gefällt mir da sehr gut (insbesondere auch das einheitliche Geburtsdatum, interessanter Vorschlag).
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