Verschrottungsprämie
Was für ein ökologischer Irrsinn die Verschrottungsprämie für gerade mal neun Jahre alte Autos ist, kann man sehr schön an dieser Grafik sehen:

Datenquelle: ZDF-Umwelt
Was sagt uns das?
Erstens: Die gefährlichen Stickoxide werden zum allergrößten Teil erst bei der Verschrottung freigesetzt. Zweitens: Je länger ein Wagen in Betrieb ist, umso besser wird die Schadstoffbilanz. Und nicht nur die, denn bei der Produktion eines Neuwagens werden riesige Mengen an Ressourcen verbraucht.
Aber das mit der Umwelt können ja unsere Kinder dann regeln …
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Kommentare:
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Wo denkst du hin – Sinn der Verschrottungsprämie ist es ja natürlich nicht, die Umwelt zu schützen. Hauptsache, es werden wieder Autos gekauft! Aber das ist natürlich wieder mal nicht langfristig gedacht…
Bei der Verschrottungsprämie wird nur besonders gut sichtbar, in was für einem irren Gesellschaftskonstrukt wir leben, das Prinzip aber ist allgegenwärtig:
Es knarrt so lange nicht im Gebälk, wie jedes Jahr mehr produziert und konsumiert wird.
Lokaler Konsumverzicht scheint in dieser globalisierten Welt auch keine Lösung zu sein: Erst gerät die eigene Volkswrtschaft unter Druck und dann müssen chinesische Bauern staatlich subventionierte LCD-Dernseher „per Dekret“ kaufen.
Das klingt alles nicht sonderlich nachhaltig, aber solange der evolutionäre Vorteil von Nachhaltigkeit nicht bewiesen ist… :-)
Kapitalismus und Schonung von Resourcen gehen nunmal nicht zusammen. Und so wie es aussieht ist der Mensch auch nicht dazu gemacht sich alternative Strategien zu überlegen und dan relativ weiche Übergäge zu schaffen, sondern immer harte Umbrüche in Kauf zu nehmen. Wie auch immer wir sind nicht als erster gekommen und wir werden nicht als letzter gehen.
Vielen Dank für die Grafik, Michael – ich finde es so scheinheilig, dass in der aktuellen Schadstoff/Umweltdiskussion fast nie darauf eingegangen wird, dass eben nicht nur das Fahren eines Autos Ressourcen braucht, sondern auch die Produktion…
ja, leider eine einzige Farce die ganze Veranstaltung … mein aktuelles Auto ist Baujahr 93, verbraucht (Mittelklasse Limousine) erträgliche 8 ltr S/100 km, hat eine grüne Plakette, gerademal 155.000 km auf der Uhr und könnte gut und gerne noch 10 bis 20 Jahre seinen Dienst tun (was er höchstwahrscheinlich in Nordafrika eh tun wird :-o). Umwelttechnisch ist für mich damit alles im grünen Bereich. Aaaaber: werfe ich das Teil morgen weg, dann kriege eine neues Auto praktisch geschenkt! Spritersparnis, die (ebenso krude) Steuerreform und Absatznot der Händler finanzieren eine aktuellen MicroVan/Diesel. Blöd nur, das es nicht aus deutscher Produktion stammen wird und auch das Ziel einer (nationalen) Wirtschaftsförderung verfehlt wird :-o.
Hallo Michael,
bei der Beschriftung der mittleren Säule im Diagramm ist dir ein Fehler unterlaufen: richtig wäre SO2 (Schwefeldioxid).
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