Easiest Listening
Anfang der 1990er war Speicherplatz noch richtig teuer. Eine 1-GB-Festplatte kostete stolze 6000 DM. Deshalb war man sozusagen schon allein aus finanziellen Gründen gezwungen, häufiger mal einen Frühjahrsputz einzulegen (unter dem alten Mac OS gab es tatsächlich eine Software, die sich „Spring Cleaning“ nannte) und nicht mehr benötigte Dateien zu löschen oder auszulagern, um wieder Platz auf der kostbaren Platte zu schaffen.
In Zeiten von Terabyte-Platten für 90 Euro ist so etwas völlig überflüssig geworden. Einen Frühjahrsputz macht man heute nur noch, um in längst vergessenen Dateien zu stöbern, die sonst möglicherweise in den Untiefen der Magnetpartikel zu verschwinden drohen. Und so habe ich unlängst Elevator Cocktail wieder entdeckt, eine Komposition aus dem Jahr 2005, die sich durch hemmungslosesten Einsatz von Streichern unter Berücksichtigung sämtlicher gängigen Fahrstuhlmusik- bzw. Cocktaillounge-Stereotypien auszeichnet. Gut, mir persönlich gefällt’s auch heute noch.
© 2005 Michael Preidel. Direktlink
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..und zwar mit Recht. Mir kann es ja nicht easy genug sein. Der Komponist befreit seine Schätze, der Sammler greift wieder 'mal unverschämt zu.
Ach, würde ein Muzak-Archiv an mir vorbeifliegen, ich würde es abschießen und genüsslich verspeisen.
Ich bin beruhigt, dass wenigstens einer meiner Leser meinen Musikgeschmack teilt ;-)
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