Mini-Redesign mit Helvetica
Ich mochte die Lucida Grande in größeren Schriftgraden eigentlich nie so richtig, deshalb habe ich in der qxm-CSS-Datei gestern sämtliche h-Selektoren und -Klassen (also die Überschriften) mit der Schrift Arial Black versehen. Mit Safari sah das auch, naja, einigermaßen aus, aber Roman schickte mir dankenswerterweise ein paar Screenshots, die nicht nur diese Schrift unter Windows XP zeigten (bei meinen eigenen Websites bin ich immer zu faul, Virtual PC anzuwerfen), sondern auch sehr deutlich machten, dass sie da ziemlich scheußlich aussieht.
Also habe ich die Gelegenheit genutzt, um erstens ein paar typographische Inkonsistenzen zu beseitigen, zweitens sämtliche Headlines zu vergrößern und sie drittens auf die Helvetica umzustellen. Viertens ist jetzt auch der Artikeltext um einen Pixel größer gesetzt; die Standardgröße ist nun 13 Pixel. Wer will, kann natürlich auch weiterhin seine bevorzugte Größe im Schriftgrößen-Menü einstellen.
Dank der besseren Schriftdarstellung sieht das ganze auf einem Mac besser aus – bleibt zu hoffen, dass es mit Longhorn dann auch für Windows Benutzer endlich eine vernünftige Schriftglättung gibt.
Zum Thema Helvetica schrieb Hrant H. Papazian übrigens im März 1998 in der Typo-L Mailinglist u. a.:
Ubiquity and Merit are about as related as Quantity and Quality.
And if one considers transparency a virtue in a typeface, these days Helvetica is transparent the way flatulence in an elevator is: invisible but deadly.
Zugegeben: in den 80ern war die Helvetica omnipräsent, nicht zuletzt auch bedingt dadurch, dass sie zu den 13 fest eingebauten Schriften in Apples ersten LaserWritern gehörte.
Sie deswegen aber mit einer Flatulenz zu vergleichen, halte ich für ziemlich ignorant. Die Helvetica, und insbesondere die Helvetica Neue ist, mit etwas Weißraum umgeben, in größeren Schnitten als Headlineschrift geradezu ideal; sie ist, richtig eingesetzt, auf unaufdringliche Art ästhetisch. Ich nehme an, heutzutage hat auch Herr Papazian wieder ein entspannteres Verhältnis zu ihr.
Die Futura Condensed Extra Bold setze ich persönlich hingegen bis heute noch nicht wieder ein …
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Kommentare:
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Ich fand es vor der Renovierung schöner. Die Helvetica haut mir zu sehr aus dem Layout raus.
And now for something completely different. Das „Merken“ funktioniert nicht. Egal was ich damit anstelle—ich darf immer wieder alles eingeben. Getigerter Safari ohne irgendwelche Verbiegungen.
Ja. Passt auch nicht zur Georgia im Fließtext. Ansichtssache ;)
Ich fand’s auch vorher schöner. Die riesigen Helvetica-Headlines gliedern sich nicht harmonisch in den sonstigen Text ein, sondern ziehen ziemlich penetrant die Aufmerksamkeit auf sich.
Vorher fand ich die Lucida Grande viel schöner, nun reißt die Helvetica gigantische Löcher in ihre Website… ich hatte vorher bei mir auch mit der Helvetica ausprobiert, ich fand das Resultat ernüchternd. Ich denke, die Helvetica sieht nur gut auf dem Papier aus.
In meinem Blog da bin ich Kapitän … ;-)
Im Ernst: ich finde es jetzt viel übersichtlicher. In der Einzelansicht eines Eintrags sind die Bereiche (Eintrag, Trackbacks, Kommentare, Kommentar schreiben) eindeutiger voneinander getrennt und das Layout wirkt m. E. insgesamt freundlicher und luftiger. Gut, andere sehen gigantische Löcher ;-) – aber ich hoffe, dass die Umgewöhnungszeit nicht allzu lange dauert.
@ Volker: An diesem Problem habe ich mindestens schon einen kompletten Tag gesessen. ich habe die Cookies mit setcookie() gesetzt, ich habe sie mit einem Set-Cookie Header und einer Vielzahl von unterschiedlichen (und unterschiedlich angeordneten) Argumenten gesetzt – ohne Erfolg, es blieben immer Session-Cookies, zumindest in meinem Safari.
Es gibt zwar im Weblog von Dave Hyatt in einem Kommentar einen Hinweis, dass Safari keine permanenten Cookies setzen könne, aber so ganz stimmt das nicht. Setze ich den Cookie mit Javascript (wie die Schriftgröße), klappt das mit dem Verfallsdatum von einem Jahr. Setze ich ihn mit PHP, klappt es mit Safari und Firefox bei manchen (z. B. bei Nick Blume, wenn ich richtig informiert bin), mit Camino bei allen. Ich habe absolut keine Ahnung, woran das liegen kann, die einzige Vermutung, die ich habe ist, das entweder bestimmte PHP-Versionen möglicherweise einen Bug haben oder aber manche Apache Konfigurationen da einen Strich durch die Rechnung machen. Bleibt die Frage, warum Camino mit PHP gesetzte permanente Cookies richtig erkennt.
Ich habe übrigens das Verfallsdatum in meiner Cookies.plist per Hand eingetragen, damit ich nicht bei meinen eigenen Kommentaren immer wieder die Daten eingeben muss.
Nachtrag: Ich habe die Cookies eben auch mal unter Windows geprüft: IE 6 erkennt sie auch nur als Session-Cookies, Mozilla hingegen speichert sie völlig korrekt als permanente Cookies, die in einem Jahr verfallen.
Ich wäre hoch erfreut, wenn da jemand ein wenig Licht ins Dunkel bringen könnte …
Wenn Javascript funktioniert, dann nimm doch einfach Javascript. ;-)
Mit dem Cookie funktioniert es einigermaßen wieder gut, keine Ahnung! Offensichtlich war Ihr PHP überfordert?
Gratulation zur Helvetica! Eine wunderbare Schrift; Ich darf täglich mit ihr arbeiten, da sie die CI-Schrift meiner Firma ist, allerdings nicht die neue Helvetica, sondern die „normale“ od. „alte“ ;-)
Zustimmung: Sie gibt sofort einen sehr seriösen touch, muss aber leider auch sagen, dass mir die Kombination Helvetica und Georgia auch nicht gefallen. Braucht wahrscheinlich etwas Eingewöhnungszeit.
Ich mag ja lieber Serifen in den Überschriften als im Fließtext (zumindest am Screen). Aber ist ja auch nicht mein Blog :)
Unter XP gibt es eigentlich die recht brauchbare ClearType™ „Subpixelkanteglättung“. Nur muss man die erstmal suchen, finden und aktivieren.
Und fragt man den Herrn Nielsen, sparrt man damit sogar noch bares Geld ! :D
@Dominic: Aber Vorsicht: ClearType ist nur für TFT-Monitore gedacht, was auch schon der Name „Subpixelglättung“ sagt, bei Röhrenmonitoren gibt es, soviel ich zu wissen glaube, nämlich keine Subpixel. Je nach Auflösung, Schärfe des Röhrenmonitors und größe der Schrift mag es Fällge geben, bei denen auch hier ClearType den Text besser lesbar macht, aber normalerweise ist davon auszugehen, dass ClearType bei Röhrenmonitoren eher Kopfschmerzen verursacht. Bei meinem Monitor sehen kleine Schriften bei aktiviertem ClearType so aus, als hätte der Monitor sehr starke Konvergenzfehler. A propos ClearType suchen und aktivieren: Empfehlenswert ist dazu das ClearType Tuner PowerToy, mit dem man die Darstellung auf seinen spezifischen TFT abstimmen kann (ähnlich wie bei Adobe Reader) – unterschiedliche TFTs können nämlich unterschiedlich angeordnete Subpixel haben…
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