Apple und Intel
Ich kann es zwar noch nicht ganz glauben, aber hier ist immerhin ein Beweis dafür, dass die Portierung des Mac OS auf Intel Prozessoren Ende der 90er tatsächlich schon mal begonnen hatte:

Dieser Splashscreen war bei der Mac OS X Beta im Programmpaket Preview versteckt.
Ähnliche Beiträge:
Mini-Redesign mit Helvetica Lecker einkaufen
Kommentare:
Bei den Kommentaren handelt es sich um fremde Inhalte, die sich „esse est percipi“ nicht zueigen macht. Verantwortlich für den Inhalt eines Kommentars ist der jeweilige Verfasser.
Raketentechnik wäre es nicht, den Prozessor zu wechseln… NextStep lief als ‘endgeile’ API (Cocoa, Foundation) bereits unter Windows NT. Dort konnte man per ‘Häkchen setzen’ auch ein Fat-Binary bauen – und gerüchteweise läuft der ganze interne Build-Prozess von Mac OS X bei Apple schon auf einer x86-Farm… Wie dem auch sei: Mir wäre es egal, was in meinem Mac OS X-Rechner tickert. Und das aktuelle Design des Pentium-M würde sich sicher gut in meinem PowerBook machen. Was ich nicht verstehe: Wieso sollte sich Apple von IBM abwenden? Weil die 3 GHz noch nicht bei Apple sind? Who cares? Weil IBM nicht genug Prozessoren liefert, um gegen Dells Stückzahlen anstinken zu können? Angesichts der Tatsache, daß Qualitätssicherung, Support und Logistik aus Cupertino schon jetzt an allen Ecken knarren, will ich das nicht glauben.
Ist unser Heiland Steve endgültig megalomanisch geworden? Wittert er wegen iPod & Co. Morgenluft in Sachen Weltherrschaft? Machen die Anleger Druck?
Technisch waere ein Prozessorwechsel sicher moeglich.
Aber auch sinnvoll?
Waere ich ein Mac User, der schon den Wechsel von 680xx auf PowerPC, oder die Schnittstellewechselei mitgemacht hat, wuerde ich mir komplett verarscht vorkommen.
Auch waere es fuer mich das endgueltige no fuer einen Mac – wer will denn bitte einmal pro Jahrzehnt einen kompletten Architekturwechsel mitmachen?
Das Vertrauen in eine solide, langlebiege Architektur von Grosskunden, Softwarefirmen und letztendlich Verbrauchern gewinnt man so jedenfalls nicht.
Jetzt ist es raus. Ab Mitte 2006 sollen die ersten Intel-Macs erscheinen. Alle Projekte wurden bis jetzt vollstndig parallel auch für Intel-Chips entwickelt. Intel-Macs sind aber nicht zu verwechseln mit Intel-PCs! Mac OS X soll nicht auf letzteren laufen! Abgesehen davon solllen sollen Power-PCs weiterhin gleichwertig unterstützt werden. Ab 2007 sollen alle neuen Macs Intel-Macs sein.
Ich habe den Wechsel von 68k Macs auf PowerMacs mitgemacht. Von Seiten der Hardware betrachtet war das nicht so aufwändig – einen neuen Rechner kauft man sich ohnehin alle paar Jahre. Was aber ins Geld ging, waren die Software-Updates. Allein Quark hat sich damals einen Diskettensatz mit der PPC-Rekompilierung des QuarkXPress 68k Codes mit 800 DM bezahlen lassen; pro Lizenz, versteht sich.
Kaufe ich mir in zwei Jahren einen neuen Rechner, muss ich dann wieder sämtliche Software zwangsupdaten.
Wenn ich ehrlich bin, schmeckt mir dieser Gedanke gar nicht …
Eben (leider) ist es bei Apple ja nicht NUR der Prozessor, der in unregelmäßigen Abständen regelmäßig wechselt, sondern quasi alles andere auch – Schnittstellen, Betriebssystem, Management ;)
Hat man in einem Mac noch eine SCSI Platte, CD-ROM + Brenner und Scanner kann man sich für den nächsten Rechner erstmal eine schöne SCSI-Karte dazu kaufen…
Oder diese „universal“- Maus/Tastaturstecker, in die nur Apple Mäuse/Tastaturen gingen…
Oder diese tollen 15-poligen Monitorstecker mit identischer Belegung aber um des Inkompatibilitätswillen zu standard-PC Monitoren auf 2 Statt 3 Reihen verteilt.
Oder diese RAM Module, mit gleicher Pin Zahl, gleicher Geschwindigkeit aber (vollkommen absichtlich) inkompatibel zu den PC Massenmarkt Riegeln.
Und mal im Ernst: Die Emulation von PPC Software kann man sich schenken. Das ist auch auf einem P4 3,6 GHz XE/HT nicht brauchbar. Und auch wenn: Rekompiliert bzw. auf einem Windows wird es trotzdem schneller laufen.
>Intel-Macs sind aber nicht zu verwechseln mit Intel-PCs!
Sind sie aber ab sofort.
Wenn die gesamte Hardware (nahezu) identisch ist, ist es nunmal ein verdammter PC. Und OSX ist dann sowas wie ein besseres kommerzielles Linux – jede Wette, so wird man es im MakroMarkt bald auf das Wesentliche reduzieren.
>Mac OS X soll nicht auf letzteren laufen!
Mit welchen miesen Tricks die das bloß wieder hinkriegen wollen.
Eine Frage der Zeit, bis das ein paar Leute zum Laufen gebracht haben. Siehe Linux/OSX auf der X-Box.
>Abgesehen davon solllen sollen Power-PCs weiterhin gleichwertig unterstützt werden.
Is’ klar, würde ich auch sagen :)
Nunja. Man kann sich aber auch freuen, denn Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft. Hoffentlich kommt Microsoft dann mal aus den Puschen.
Ich bin vor zehn Jahren so gerade vom Wechsel verschont geblieben, weil mein erster Mac schon einen Power-Prozessor hatte. Mittlerweile habe ich natürlich aufgrüstet, und in absehbarer Zeit wäre so oder so ein »Neuer« fällig gewesen, um mit der Entwicklung schritthalten zu können.
Am besten, man kauft also nicht den Rechner, sondern eine Art »Mobilitätsgarantie«: das Einzige, was man »besitzt«, wären dann die persönliche Konfiguration und die Daten.
@Dominic: Wenn die gesamte Hardware (nahezu) identisch ist …
Damals hat meines Erachtens der Prozessorwechsel ganz klar gezeigt, dass ein Mac mehr ist als nur der Prozessor.
Ich denke, der Wechsel ist eher ein psychologisches Problem: x86 smells like… stinky fish aka Windows. Das werden sicherlich spannende Jahre, die vom Rezipienten in erster Linie den Verzicht auf liebgewordene(Marketing-) Floskeln bedeuten: Früher hieß es, dass AltiVec das Non-Plus-Ultra ist; heute ist das eben SSE. Da intel ja mehr oder weniger die heutigen P4s aus der Roadmap gekickt hat und statt dessen auf eine Evolution von Pentium-M (Dothan und seine Enkel) setzt, kann ich mir als PowerBook-Benutzer durchaus goldene Zeiten vorstellen… Einzig der Umstand, dass ich mir in den nächsten zwei Jahren kein neues PowerBook kaufen kann, trübt die Freude etwas – wollen wir mal hoffen, dass die angekündigte Version 5.0 meiner Java-IDE (IntelliJ IDEA) noch einigermaßen mit meinen 1,25 GHz der ‘deprecated processor platform’ zurechtkommt. Schade ist es auch, um die vielen kleinen Softwarehelferlein und Spiele, die derzeit für beide Plattformen zu haben sind: Warum soll man die extra für ‘Mac OS X on intel’ ausliefern, wenn jeder das Zeug mit VPC in nahezu identischer geschwindigkeit ausführen kann? Das verletzt den Ästheten in mir dann doch. :-)
Kommentar schreiben:
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
Kommentare:
- Michael Preidel zu Pasta dell’Orto
- Stefan zu Pasta dell’Orto
- Michael Preidel zu CookieCrumble Testflight jetzt auch für macOS
- Götz zu CookieCrumble Testflight jetzt auch für macOS
- Michael Preidel zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
- Henning zu Harbor – Sicherer Hafen [Testflight]
Schlagwörter
