Freeware, die die Welt nicht braucht
Ich habe nichts dagegen, wenn jemand seine Freeware mit einem Startscreen ausstattet, der einen bei jedem Programmstart auf eine amerikanische Partnerschaftsvermittlungs-Website locken will. Ich habe auch nichts dagegen, dass der Default-Button (also der, der bei Tastendruck auf Return ausgelöst wird) nicht der „Leave me alone“-Button ist. Schließlich kann jeder mit seiner Software machen, was er will.

Allerdings sollte sie dann auch, zumindest ansatzweise, funktionieren. AudioSlicer, erhältlich für Mac OS X 10.4.x, verspricht:
AudioSlicer is a Cocoa GUI application that finds all silences in an audio file and allows you to split it into several smaller audio files and to name/tag them properly. (…) The splitting is done without loss, there is no decoding and re-encoding of audio data taking place.
Nachdem man dann eine halbe Stunde mit AudioSlicer verbracht hat, fällt einem unwillkürlich der Ausdruck „Dichtung und Wahrheit“ ein – was AudioSlicer nämlich in Wahrheit macht, hört sich unter Umständen so an:
mp3-Datei, 457 KB, QuickTime erforderlich. Direktlink
Und neun von zehn gesplitteten Audiofiles fangen mit einem inakzeptablen, in der Originaldatei nicht vorhandenen Knacken an:
mp3-Datei, 221 KB, QuickTime erforderlich. Direktlink
Da AudioSlicer zudem zwar mit der seitenlangen GNU Public License kommt, aber ohne auch nur die minimalste Anleitung oder Hilfestellung – auch im Help-Forum wird äußerst zurückhaltend auf die ohnehin nur spärlichen Fragen eingegangen –, erhält AudioSlicer lediglich für die Programmidee eine von fünf Mützen. 
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Kommentare:
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Hmm… da hat wohl der Programmautor nicht bedacht, dass man Audio-Dateien bei einem Nulldurchgang splitten sollte. Was natürlich bei komprimierten Daten evtl. schwierig ist.
Für PCs gibt es das brauchbare mp3directcut … ich hätte noch einen alten zu verschenken ;-)
Christian, programmierst du nicht auch? Einen vernünftigen mp3-Splitter könnten sicherlich einige gut gebrauchen …
Martin, vielen Dank für dein Angebot, aber ich habe ein ähnliches vor zwei Jahren schon mal abgelehnt – mir reicht es, wenn ich mich zu Webkompatibilitäts-Testzwecken ab und zu mit VirtualPC herumschlagen muss ;-)
Mit Freeware tools ist es genau so wie mit den Homepages/Portfolios oder auch mit Weblogs.
Es gibt einfach viel zu viele. Und qualitativ, gibt es wenige, die wirklich überzeugen und sich ihren Namen wenigstens verdienen.
Vor knapp einem Jahr hörte ich viele Onlineuser über die große anzahl an sogennanten Portfolios klagen. Eigentlich ist sowas immer intressant und oft auch informativ. Allerdings, sobald es zu viele davon gibt, sind sie einfach nicht mehr schön.
Ebenso lief es mit den Weblogs. Es gibt einfach zu viele davon. Manche Leute bloggen sogar so nutzlose Themen, das meiner Meinung nach der Speicher schon fast zu schade ist ;)
Ich denke mit der Freeware geht es nun genau so los. Da „Opensource“ nun ein modischer Begriff ist, gibt es dadurch zwangsläufig immer mehr Freeware.
Obwohl es sich hier nicht um ein Opensource-Produkt handelt, sieht man hier ebenfalls einen Drang zu Wichtigtuerei (es werden Produkte auf den Markt geschmissen, um die Quantität aber nicht die Qualität des Unternehmens zu steigern.)
Was gescheite MP3 Splitter angeht, kann ich eigentlich nur empfehlen das von Hand zu tuen, da Produkte die dieser Funktion mächtig sind (diese auch richtig ausführen) für den normalverbraucher einfach zu teuer sind!
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