Typografische Logos
Eine jener Designphrasen, die ich nicht mehr hören kann, ist die, dass ein Logo reduziert sein muss, weil es ja schließlich gleichermaßen auf einer LKW-Plane wie auf einem Fax gut aussehen müsse.
Abgesehen davon, dass Faxgeräte überholte Technik aus dem letzten Jahrhundert sind, sind die realen Anforderungen an ein Logo natürlich so verschieden wie die Klienten selbst – ein örtlicher Bioladen wird z. B. kaum jemals eine LKW-Plane bekleben lassen.
Eine Reihe wunderbarer Logos von Brian Miller (mit Bill Gardner), die alles andere als reduziert sind, kann man sich bei TypeTheory anschauen.
„Lone Ranger“ von Brian Miller (mit Bill Gardner)
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Kommentare:
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Na ja, Designphrasen hin oder her; Reduktion im Logo ist durchaus berechtigt und auch meist angebracht. Klar gibt es zig Logos, die weder gedruckt, gestempelt, geklebt oder was weiß ich nicht was damit alles gemacht wird. Aber auch ein örtlicher Bioladen muss ab und an das Logo – im besten Fall – farbig ausdrucken. Wird das ganze später noch kopiert – was vorkommen soll – ist der ganze Klimbim mit zehn Farben, Verläufen, Schatten, Schnickschnack oder sonstigen Web-2.0-Zeugs futsch. Es gibt auch heute im 21. Jahrhundert zig Situationen, wo aufwändige Logos nicht anständig wiedergegeben werden können und das wird auch noch eine Weile so bleiben.
Trotzdem gibt es durchaus Anwendungen wo man sinnigerweise auf Reduktion verzichten muss!
Da hats ein paar schöne Beispiele drunter ;–)
Reduktion ist in vielen, wenn nicht sogar den meisten Fällen angebracht, das ist richtig.
Aber warum soll man sich denn schon am Anfang eines Gestaltungsprozesses selbst beschneiden, indem man von vornherein auf nichts anderes als Reduktion bedacht ist? Dieses ganze Verläufe, Schatten, Schnickschnack oder sonstiges Web-2.0-Zeug meine ich damit gar nicht, das sind gestalterische Manierismen, die man nur einsetzt, wenn einem nichts anderes mehr einfällt. Aber im Formenalphabet eines Gestalters sollte es doch ein paar Dinge mehr geben als lediglich Rechtecke, gerade Linien und Kreise.
Und die sollte man unbedingt ausprobieren, reduzieren kann man, wenn es denn sein muss, später immer noch.
Im Grunde gebe ich Ihnen Recht. Allerdings fällt mir immer wieder bei Logos für Websites auf, dass Sie nicht für kleine Auflösung oder Skalierungen zu gebrauchen sind. Z.B. sind die Linien zu fein oder die Schriftmarke so mini/schick gehalten, dass nur noch ein Pixelmatsch zusehen ist.
Manchmal muss man mit einem Logo arbeiten, das in 400x100px noch lesbar ist, aber bei einer Breite von 150px keinen Sinn mehr macht.
Ich plädiere da eher für medienspezifische und Auflösungsspezifische Logoentwürfe bzw. Variationen.
Z.B. für kleine Auflösungen, schmale/vertikale Ausrichtungen etc.
Zumindest sollten da einige mal Gedanken bei der Definition der CD-Guidelines verschwenden.
Ich liebe die einfachen Logos von LOEWE, Apple, Armani, Bang & Olufsen, Signum (Hemden), Nike etc.
Alle Schnicki-Schnacki-Logos, denen man das Jahr der Entstehung (also die entsprechenden Trendphase) förmlich ansieht, sind zwar eine zeitlang „in“, danach aber ewig „out“.
Ich mag es bei Logos einfach und minimalistisch. Lieber modern als modisch!
Man kann sich als Werbeagentur bei allen Arbeiten austoben, was das Zeug hält (bzw. der Kunde akzeptiert), aber das Logo MUSS zeitlos und ewig einsetzbar sein.
Wie lange werden „DIESE“: http://www.logoorange.com/logo-design-08.php aufgedonnerten, wunderschönen Logos wohl Bestand haben? Für diverse Startups sicher eine schicke Lösung, wenn sie den Laden nach 3 bis 4 Jahren wieder dichtmachen, aber für seriöse Unternehmen absolut unbrauchbar.
P.S.: Es gibt Websites, auf denen die Logotrends der verschiedenen Jahre aufgelistet sind. Leider habe ich die Links nicht zur Hand. Vielleicht kann jemand helfen. Danke.
Ich liebe die einfachen Logos von LOEWE, Apple, Armani, Bang & Olufsen, Signum (Hemden), Nike etc.
Alle Schnicki-Schnacki-Logos, denen man das Jahr der Entstehung (also die entsprechenden Trendphase) förmlich ansieht, sind zwar eine zeitlang „in“, danach aber ewig „out“.
Ich mag es bei Logos einfach und minimalistisch. Lieber modern als modisch!
Man kann sich als Werbeagentur bei allen Arbeiten austoben, was das Zeug hält (bzw. der Kunde akzeptiert), aber das Logo MUSS zeitlos und ewig einsetzbar sein.
Wie lange werden DIESE aufgedonnerten, wunderschönen Logos wohl Bestand haben? Für diverse Startups sicher eine schicke Lösung, wenn sie den Laden nach 3 bis 4 Jahren wieder dichtmachen, aber für seriöse Unternehmen absolut unbrauchbar.
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