Küche | Dienstag, 4. April 2006

Für eine Ratatouille gibt es mit Sicherheit ähnlich viele Rezeptvariationen wie für Kartoffelsalat – hier ist meine:
Zutaten für 2-3 Personen (als Hauptmahlzeit)
- 2 Zwiebeln
- 1 rote Paprika
- 1 mittelgroße Zucchini
- 1 Aubergine
- 8 Kirschtomaten
- 3 Lauchzwiebeln
- 1 Bund glatte Petersilie
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Bio-Gemüsebrühwürfel
- Saft einer Limette (Zitrone geht auch)
- 10 EL Olivenöl,
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Zwiebeln grob hacken, die Paprika in zentimetergroße Stücke schneiden, die Aubergine und die Zucchini würfeln.
Zunächst die Zwiebeln im heißen Olivenöl andünsten. Wenn sie weich werden, das Tomatenmark und die Paprika hinzu geben. Nach 5 Minuten Aubergine, Zucchini, Limettensaft und Bio-Brühwürfel (verzichten Sie auf Brühwürfel mit Glutamat o. ä. – gute Grundprodukte brauchen keine Geschmacksverstärker) dazu geben und verrühren.
10 Minuten zugedeckt schmoren lassen, dabei gelegentlich umrühren. Dann die halbierten Tomaten, die in Röllchen geschnittenen Lauchzwiebeln und die grob gehackte Petersilie unterheben und für weitere 5 Minuten schmoren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Baguette servieren.
Ratatouille kann man im Sommer auch lauwarm oder kalt essen, und selbstverständlich kann man auch ein paar Zehen Knoblauch oder zusätzliche Gemüsesorten hinzufügen. Sie sollten generell nur darauf achten, dass die Ratatouille nicht zu weich geschmort wird. Bon appétit!
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Küche | Montag, 27. März 2006
Am Samstag kamen Gäste. Es gab, weil ich sie nicht allzu sehr vernachlässigen wollte, indem ich nach der Vorspeise (warmes Brot mit einer Weiße Bohnen-Thunfischpaste) noch stundenlang in der Küche stand, ein gutbürgerliches Essen, das ohne große Aufsicht komplett im Ofen garen kann: Arista alla Fiorentina (Schweinebraten nach Florentiner Art), Ofenkartoffeln und gratinierten Rosenkohl.
Zutaten für 4 Personen
- 1 kg Schweinscarré ohne Knochen (Kotelettstück)
- 5 frische Rosmarinzweige
- 5 frische Salbeiblätter
- 4 Knoblauchzehen
- 1 TL Fenchelsamen
- abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
- Salz, Pfeffer, Olivenöl
- 1,5 kg festkochende Kartoffeln
- Rosenkohl siehe Originalrezept,
hier reichen allerdings auch 500 g
- 2 Schalotten
- 1 1 / 2 TL Zucker
- 1 EL Tomatenmark
- 1 / 2 Flasche Rotwein
- 1 Becher Sahne
- Salz, Pfeffer
- kalte Butter
Zubereitung
Die Nadeln eines Rosmarinzweigs, den Salbei und den Knoblauch fein hacken und mit der abgeriebenen Zitronenschale und dem Fenchel vermischen, am besten in einem Mörser. Das Schweinscarré mit einem spitzen Messer rundherum ca. 10 Mal zentimetertief einstechen und mit der Mischung füllen. Das Fleisch mit wenig Olivenöl einstreichen, salzen, pfeffern und mit Küchengarn wie einen Rollbraten verschnüren, damit es beim Braten die Form behält. Die restlichen Rosmarinzweige unter das Garn schieben und auf einem Rost bei 180 °C ca. zwei Stunden garen. Damit der Fleischsaft aufgefangen wird, ein Blech unter den Rost schieben.
Die Kartoffeln
In der ersten Stunde den Braten zwei Mal wenden und mit dem aufgefangenen Bratensaft begießen. Für die zweite Stunde die geschrubbten und der Länge nach gevierteilten geviertelten Kartoffeln ungeschält auf das Blech legen und mit Meersalz bestreuen. Der darauf tropfende Bratensaft gibt den Kartoffeln einen unvergleichlichen Geschmack. Den Braten auch während der zweiten Stunde noch zwei Mal wenden.
Das Gemüse
Den Rosenkohl stellen Sie eine Viertelstunde vor Schluss neben den Braten, um ihn zu gratinieren. Alternativ können Sie natürlich auch verschiedene Gemüse Ihrer Wahl (z. B. Möhren, Fenchel, Zwiebeln und/oder Sellerie) kleingeschnitten zu den Kartoffeln auf das Blech geben – je nach Gemüse eine halbe bis Dreiviertelstunde vor Ablauf der zweistündigen Bratengarzeit.
Die Sauce
Da das Fleisch etwas trocken sein kann, empfiehlt sich die Zubereitung einer Sauce: den Zucker mit zwei sehr fein gehackten Schalotten und etwas Olivenöl angehen lassen. Wenn die Zwiebeln Farbe angenommen haben, einen EL Tomatenmark dazugeben und unter ständigem Rühren etwas anrösten. Das ganze mit einer halben Flasche Rotwein angießen und den Rotwein auf etwa ein Viertel reduzieren. Zum Schluss einen Becher Sahne dazu geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und ein paar Flocken kalte Butter zur Bindung einrühren.
War lecker jewesen!
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Küche | Montag, 13. März 2006
Wer schon mal auf den Kanaren war, kennt sie, die absolut unwiderstehlichen Mojos (ich lasse mir, wann immer es geht, frische mitbringen). Wer allerdings im Internet mal nach einem Rezept gesucht hat (wie ich gerade, um auch mal andere Rezepte kennen zu lernen) und sich auf seine Geschmacksknospen einigermaßen verlassen kann, wird sich häufig genug über die angebliche Zutat „Kümmel“ gewundert haben. Zu Recht, denn Kümmel hat in einer Mojo überhaupt nichts zu suchen – was diese ahnungslosen Rezeptübersetzer eigentlich meinten und was einer Mojo den typischen Geschmack gibt, ist Kreuzkümmel, auch Cumin genannt. Hat mit Kümmel so viel zu tun wie Petersilie mit Peter. Das zeigt übrigens u. a., dass die Betreiber sehr vieler Kochwebsites offensichtlich ihre eigenen Rezepte noch nie selbst zubereitet haben.
Hier ist ein Rezept für eine Mojo verde (grüne Mojo), die zumindest annähernd so gut schmeckt wie die, die ich auf Fuerteventura gegessen habe.
Zutaten 
- ca. 10 Zehen Knoblauch
- 4 EL Weißweinessig
- 1 TL Salz
- 1 EL Cumin (gemahlen)
- 1-2 Bund glatte Petersilie (im Winter sind die Bunde kleiner, da braucht man zwei)
- 150-200 ml gutes Olivenöl
Zubereitung
Die Knoblauchzehen schälen und mit dem Salz und dem Essig in einem Mixer oder mit einem Pürierstab zerkleinern. Erst die Petersilie, dann den Kreuzkümmel dazu geben, weiter pürieren und dabei mit Olivenöl angießen, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist.
Tipp: Falls der Knoblauch nicht frisch sein sollte, entfernen Sie unbedingt den grünen Keim, nachdem Sie Sie die Zehen halbiert haben, damit die Mojo nicht zu scharf wird.
Passt besonders gut zu den typischen kanarischen Kartoffeln (gewaschene, ungeschälte kleine Kartoffeln mit wenig Wasser und viel Meersalz kochen, bis das Wasser verdunstet ist und die Schale runzlig weiß aussieht) und natürlich zu Fisch, Gemüse und Fleischgerichten.
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Küche | Donnerstag, 9. März 2006
Oder: Warum ich so gerne koche
Mit 15 hatte ich mir einen üblen Magen-Darm-Virus eingefangen. Unser Hausarzt verschrieb Kamillentee mit Zwieback und drei Wochen Bettruhe. Mein Appetit kehrte zwar schon nach drei Tagen zurück, Dr. Suermann (Gott hab ihn selig) indes blieb hart: drei Wochen lang keine feste Nahrung außer Zwieback und Banane. Es waren buchstäblich Tantalusqualen, die ich erlitt, wenn sich mittags der Duft von gebratenen Zwiebeln aus der Küche in mein Zimmer schlich, während ich an einem trockenen Zwieback knabbern musste.
Bald drehten sich meine Gedanken nur noch ums Essen. Damit ich mir besser ausmalen konnte, was ich nach meiner Genesung alles verspeisen würde, und um beizeiten schon mal kulinarische Sonderwünsche bei meiner Mutter anzumelden, holte ich mir ihr Dr. Oetker-Kochbuch und las es mehrmals von vorne bis hinten durch. Ich entdeckte wunderbare Dinge – von sautieren war da die Rede, von glasieren, anschwitzen, gratinieren, von Bouillons, Fonds und Liaisons, und des nachts begann ich bereits von der Zubereitung aufwändiger Mehrgängemenüs zu träumen.
Nach meiner gesundheitlichen Wiederherstellung trat ich in die Koch-AG unserer Schule ein. Mit Susanne und Lore bildete ich das Team „Koje Grün“ und lernte zusammen mit drei weiteren Teams bzw. Kojen (außer mir alles Mädchen) kochen. Frau Liebe brachte uns bei, wie man Weinschaumtunke (mit 7 EL Weißwein, wir nahmen heimlich 20), falschen Hasen oder Spaghetti mit Hackfleischsauce zubereitet. Kurze Zeit später wurde ich Vegetarier.
Die Köche des Alfelder Krankenhauses, in dem ich einige Jahre danach meinen Zivildienst ableistete, trieben mir diese Ernährungsweise mit ihrer Fantasielosigkeit ziemlich nachhaltig wieder aus – nach ihrer Vorstellung bestand eine vegetarische Mahlzeit nämlich aus gewürz- und lieblos aufgewärmtem Dosengemüse (es gab drei Sorten: Schwarzwurzeln, Möhren und Tomaten) mit Salzkartoffeln. Diese Mangeldiät hielt ich nur knapp drei Monate durch und so wurde ich, frei nach dem Motto „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“, wieder Omnivor.
Bis heute hege ich allerdings eine tiefe Abneigung gegen Zwieback und Kamillentee, und Bananen esse ich nur in Notfällen. Meine Liebe zu Kochbüchern ist indessen ungebrochen, und nur selten verlasse ich eine Buchhandlung ohne ein neues Kochbuch unter dem Arm.
Italiens Provinzen und ihre Küche
Zu den Ausnahmen, aus denen ich die Rezepte gelegentlich auch nachkoche (die meisten sind für mich lediglich Bilderbücher), gehört Alice Vollenweiders „Italiens Provinzen und ihre Küche“, eins meiner liebsten Kochbücher, in dem die Autorin eine kulinarische Entdeckungsreise durch Italien unternimmt. Dabei geht es nicht um die Darstellung foodgestylter Gerichte in malerischem Ambiente, wie heutzutage in leider viel zu vielen Kochbüchern, sondern um eine genaue Beschreibung der ursprünglichen Rezepte der ländlichen Küche Italiens. Die schon beim Lesen allesamt so lecker sind, dass man am liebsten gleich zum Einkaufen auf einen Markt gehen würde …
Höchstwertung: 
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Küche | Dienstag, 7. März 2006
Dass Japaner T-Shirts superschnell zusammenlegen können, ist ja bekannt. Hier verraten sie uns nun einen bahnbrechenden und zeitsparenden Kartoffelpelltrick.
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Küche | Freitag, 3. März 2006

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