Küche | Montag, 28. August 2023
Seit 12 Jahren backen wir unser Weißbrot selbst. Es hat eine knusprige Kruste und eine luftige Krume, und ab und zu werden wir noch nach dem Rezept gefragt. Im Laufe der Jahre habe ich es ein wenig optimiert – hier die aktuelle Version:

500 g Mehl, 1 g Trockenhefe und 12 g Salz in einer großen Schüssel (am besten einer mit Deckel) mit einem Löffel vermischen. 380 g lauwarmes Wasser dazu geben und mit dem Löffel so lange verrühren, bis alle Zutaten vermischt sind und kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Der Teig wird nicht geknetet, er ist jetzt fertig und muss, die Schüssel mit einem Deckel (notfalls mit Plastikfolie) verschlossen, über Nacht bei Zimmertemperatur gehen. Stellt man die Schüssel warm, z. B. in die Sonne oder – Tipp: in den Backofen mit eingeschalteter Beleuchtung, reicht es, den Teig morgens anzusetzen, damit er nachmittags fertig ist.
Nach der Gehzeit stellt man einen gusseisernen Topf mit Deckel (der Topf ist der eigentliche Brotbackofen, in ihm verdunstet die für die Krustenbildung notwendige Feuchtigkeit langsamer als in einem großen Ofen) auf die mittlere Schiene in den Backofen und heizt ihn auf 225 °C Ober-/Unterhitze vor. Den Teig befördert man nun mithilfe einer Teigkarte aus dem Topf auf die Arbeitsfläche und zieht und faltet ihn dort mehrfach. Das ist wichtig, damit sich die Glutenstränge entwickeln, die dem Brot Struktur geben. Tipp: Befeuchtet man Hände und Teigkarte, klebt der Teig weniger.
Wenn Ofen und Topf nach ca. 15 Minuten aufgeheizt sind, den Teig ein letztes Mal ziehen und falten und in den heißen Topf geben, am einfachsten geht das mit zwei angefeuchteten Teigkarten.
Mit geschlossenem Deckel für 30 Minuten backen, danach weitere 15-17 Minuten ohne Deckel – fertig.
Tipp: Das verwendete Mehl hat einen sehr großen Anteil an Qualität und Geschmack des Brotes. Wir haben viele Biomehle ausprobiert – das Alnatura Weizenmehl Type 550 schmeckt uns mit Abstand am besten.
Küche | Mittwoch, 10. August 2022
Eine gute Freundin hatte 2010 die Idee, gutes und gesundes Essen für Kitas zu kochen – damals eine echte Marktlücke. 2011 gründete sie mit ihrem Mann in Kassel die Kinder-Küche, ein Catering-Unternehmen speziell für Kindergärten und Schulen. Anfangs kochten sie 75 Essen pro Tag, mittlerweile sind es 900 Essen (!), die täglich ausgeliefert werden.
Nach zunächst vielem Ausprobieren neuer Rezepte und immer wieder Rückmeldungen von Kindern und Erzieher:innen („leeeecker!“, aber auch: „hat heute nicht so gut geschmeckt …“) gibt es nun einen Grundstock von ca. 100 Gerichten, die (fast) allen Kindern schmecken. Mit der Zeit häuften sich dann die Anfragen von Eltern, warum ihre Kinder zuhause den Gurkensalat (die Fischfrikadellen, das Hühnerfrikassee …) nicht mögen, obwohl sie ihn in der Kita lieben – „Könnten Sie uns mal das Rezept verraten?“
Was liegt also näher, als das 7,8 millionste Kochbuch zu schreiben? ;) Nun, dieses ist Gottsdeidank ein wenig anders. Die 55 Rezepte stammen nämlich nicht aus einer Versuchsküche, sondern sind in der täglichen Praxis erprobt. Das Augenmerk liegt auf ausgewogenen, gesunden Zutaten, und dazu sind die Gerichte relativ unaufwändig nachzukochen.
Das Kochbuch „Rezepte aus der Kinder-Küche“ wird im späten Herbst 2022 erscheinen.

Küche | Montag, 25. Juli 2022
❌ Tülle unten gibt häufig Geklecker, besonders, wenn der Milchkarton voll ist
✅ Besser mit Tülle oben eingießen ;)
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Küche | Mittwoch, 22. September 2021
Seit 2013 veröffentliche ich meine Kochrezepte hauptsächlich auf Kitchn.de. Ab und zu kamen dort Anfragen, ob und wie man die Rezepte lokal speichern könne. Man kann das – seitdem ich die Rezepte auch nach dem recipe-schema veröffentliche – mit diversen iOS- bzw. iPadOS-Apps wie z. B. Paprika oder Recipe Keeper.
Richtig glücklich war ich persönlich aber mit allen diesen Apps nicht. Entweder sah das App-Design nach 1996 aus, oder es fehlte so etwas wichtiges wie die iCloud-Synchronisierung, oder die Usability war grottoid. Oder auch, im schlechtesten Fall, alles zusammen.
Aber seit kurzem gibt es Mela (ein Anagramm von „Meal“?) von Silvio Rizzi, der übrigens auch Reeder, meinen bevorzugten Feedreader programmiert hat. Und damit bin ich nun rundum glücklich.
Rezepte können supereinfach per integriertem Feed-Reader, integriertem Browser, oder per Scan und Texterkennung hinzugefügt werden.
Einzelne Rezepte können als Favorit markiert oder mit dem Kriterium „Will ich kochen“ versehen werden. Einkaufslisten werden automatisch generiert, und Mengenangaben können selbstverständlich skaliert werden.
Meiner Meinung nach die beste Rezeptverwaltung im App-Store

Integrierter Browser, aus dem man Rezepte – wenn sie im richtigen Format vorliegen – direkt speichern kann; rechts die Live-Vorschau, wie Mela das Rezept übernimmt.

Integrierter Feedreader, aus dem man ebenfalls Rezepte zu Mela hinzufügen kann.

Übersichtliche Rezeptansicht.

Der Kochmodus. Durch Tippen unten/oben gelangt man zum nächsten/vorherigen Schritt. Die automatische Bildschirmabschaltung ist dabei deaktiviert.
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Küche | Donnerstag, 24. Juni 2021
Fantastisch, mit welcher Hingabe da gearbeitet wird. Ich weiß nicht, ob ich je nach Korea komme, aber wenn, dann muss ich un-be-dingt diese Burger probieren!
Küche | Donnerstag, 20. Februar 2020
Erfreulicherweise nimmt in unserem Umfeld die Siebträger-Espressomaschinendichte zu. Es hat sich offensichtlich herumgesprochen, dass aus Vollautomaten schwerlich ein wohlschmeckender Espresso herauskommen kann. Hier für Neubesitzer die wichtigsten Fragen und Antworten:
Was ist ein „Puck“?
Der Puck ist das, was nach dem Kaffeebezug im Siebträger übrig bleibt. Idealerweise fällt er relativ trocken und kompakt in den Sudbehälter – wie ein Eishockey-Puck eben ;-)
Und was ist, wenn der Puck matschig ist?
Höchstwahrscheinlich war zu wenig Kaffee im Siebträger und/oder der Espresso war zu fein gemahlen.
Der Espresso schmeckt muffig …
Bei jedem Kaffeebezug setzen sich an der Dusche und im Siebträger fetthaltige Rückstände ab. Wenn man Maschine und Siebträger nicht regelmäßig reinigt und diese öligen Rückstände entfernt, fängt der Kaffee nach relativ kurzer Zeit an, muffig, manche sagen auch: ranzig zu schmecken.
Der Espresso bzw. die Crema ist manchmal sehr hell …
Wenn sie der Maschine genug Zeit zum Aufheizen geben (idealerweise 20 Minuten), bekommen Sie dunklen Espresso. Erklärung: Nach 5-10 Minuten ist zwar das Wasser im Kessel heiß genug, aber Brühgruppe und der Siebträger sind noch nicht ausreichend durcherhitzt. Die Brühtemperatur liegt beim Bezug dann noch unter 90 °C, was sich in der Farbe (und natürlich im Geschmack) zeigt.
Der Kaffee kommt oben aus dem Siebträger, obwohl er fest eingespannt ist …
Die Brühkopfdichtung muss regelmäßig mit einer Bürste gereinigt werden, damit sie, ähem, dicht hält.
Die Maschine rutscht beim Ein- und Ausspannen des Siebträgers hin und her – gibt’s da einen Trick?
War bei unserer Maschine auch so, obwohl sie immerhin 18 kg wiegt. Ich habe aus einem alten Fahrradschlauch Stücke ausgeschnitten und unter die Füße der Maschine gelegt, seitdem rutscht sie nicht mehr.
Update 03.10.2023:
Hier eine ausführliche Version: „Espresso-Siebträgermaschinen-FAQ“
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