Küche | Montag, 6. Juni 2005

Den Tipp habe ich von einem Kumpel bekommen: Einmal im Monat gibt es im FrischeParadies (in Berlin: Morsestraße 2, Moabit) einen Cash & Carry Tag – man erhält dann auf alles 15% Rabatt.
Auf dem Bild: Mousse au Chocolat aus der Schweiz, spanischer Serranoschinken, Maismehl, Reis und Salsiccia Abriolana piccante aus Italien, irische Lammlachse, Maishähnchenbrustfilets, Meersalz, Rillettes de Canard und Rohmilchkäse aus Frankreich, frische Kräuter aus Deutschland; die Sardinen sind schon im Tiefkühler.
Und gerade fällt mir ein, dass ich die neuen Matjesdoppelfilets aus Holland vergessen habe …
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Küche | Samstag, 28. Mai 2005
Man koche ganz kleine junge Kartoffeln in der benötigten Menge ungeschält knapp gar und brate sie anschließend in Butter und mit Meersalz bestreut behutsam goldbraun.
Diese Kartoffeln sind hervorragende Begleiter zu Spargel, den es hier zur Zeit zweimal pro Woche gibt.
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Küche | Dienstag, 17. Mai 2005
Ludwig hat mich in einem Kommentar zum Eintrag „Atemnot bei Schraubverschluss?“, in dem ich mich (nicht zum ersten Mal) über den Wein muss atmen und braucht deshalb einen Naturkorkverschluss-Mythos mokiert habe, auf den A la Carte-Artikel Verschluss-Sache aufmerksam gemacht:
[...] Willi Sattler, der steirische Topwinzer: Da unternimmt man alles Menschenmögliche, um das Produkt vom Weingarten bis in die Flasche perfekt zu gestalten, und dann kommt so ein verschimmeltes Stück Baumrinde und macht die ganze Arbeit zunichte. Man muss es einmal ganz drastisch sagen: Die komplette Lebensmittelindustrie würde von der Lebensmittelinspektion zugesperrt werden, wenn dort Verpackungsmaterialien mit einem Schimmelbefallsgrad benützt werden würden, wie es beim Naturkork üblich ist.
Dieser wirklich lesenswerte Artikel, in dem sich verschiedene Winzer (also genau die, die es wissen müssen) zum Thema Naturkork, Plastik-, Glas- und Drehverschluss äußern, sei allen ans Herz gelegt, die sich schon mal über korkigen Wein geärgert haben.
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Küche | Montag, 16. Mai 2005
Weil ich letzte Woche nicht so richtig mitbekommen hatte, dass Pfingsten doch schon dieses Wochenende war, spielte der heutige Montag bei meinen Freitagseinkäufen keine Rolle. Aus dem, was Kühlschrank und Gemüsekorb noch so her gaben, entstanden heute mittag dann diese Cappelletti „nach Pfingstart“:

Zutaten für 3-4 Personen:

- 400 g frische Cappelletti
- 2 Putenschnitzel
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 große Tomaten
- 1 Knoblauchzehe
- Olivenöl, Aceto Balsamico
- Salz Pfeffer
Zubereitung:
Das Putenfleisch erst der Länge nach halbieren, dann quer dazu in schmale Streifen schneiden. Scharf anbraten und nicht sofort umrühren, damit die Pfanne nicht abkühlt und das Fleisch anfängt zu kochen.
Wasser für die Cappelletti aufsetzen.
Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten würfeln und mit den Frühlingszwiebeln zusammen in eine Schale geben.
Das Fleisch umrühren – es sollte jetzt von einer Seite knusprig sein –, den Herd ausschalten und den feingehackten Knoblauch mit in die Pfanne geben.
Die Cappelletti für zwei Minuten ins kochende Wasser werfen, währenddessen das Fleisch mit ca. 3 Esslöffeln Balsamico ablöschen und umrühren. Mit den abgegossenen Cappelletti unter die Tomaten und die Frühlingszwiebeln rühren, mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Olivenöl abschmecken und schnell servieren.
Küche | Freitag, 8. April 2005
Jedes mal, wenn ich in den vergangenen zwei Wochen eine Avocado kaufen wollte, habe ich stattdessen gleich vier genommen. In meinem bevorzugten Supermarkt gibt es nämlich israelische Avocados zur Zeit im Sonderangebot: vier Stück für 1,49 Euro. Heute mittag habe ich mit Nummer 15 und 16 wieder mal eine Guacamole zubereitet.
Zutaten für zwei Personen
- 2 reife Avocados
- 1 getrocknete Chilischote
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Tomate
- 1 Spritzer Limettensaft
- Salz, Pfeffer
Zubereitung
Die Chilischote mit dem Knoblauch zusammen in einem Mörser zerkleinern, den Limettensaft dazugeben und verrühren.
Die Avocados schälen (ob sie reif sind, erkennt man daran, dass sie bei leichtem Fingerdruck etwas nachgeben) und in einer passenden Schale mit einer Gabel zerdrücken. Bitte widerstehen Sie der Versuchung, mit einem Pürierstab zu arbeiten – eine glattgerührte Guacamole schmeckt einfach nicht so gut.
Die Tomate vierteln, entkernen, in kleine Stücke hacken und mit der Chili-Knoblauch-Paste zu den Avocados geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit Weißbrot oder Maischips servieren.
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Küche | Donnerstag, 24. Februar 2005
Lange hatte ich es vor, vergangene Woche habe ich es endlich mal geschafft: Mit Freunden zusammen habe ich Tampopo, einen meiner Lieblingsfilme, angeschaut, während wir dabei eine japanische Nudelsuppe – selbstverständlich nach dem Rezept aus dem Film zubereitet – geschlürft haben. (Update: Ich hatte, um das Rezept so originalgetreu wie möglich zu transkribieren, nicht nur die Vor- und Rückspultasten des Videorekorders, sondern auch die VHS-Kassette ordentlich strapaziert. Mittlerweile gibt’s Tampopo ja gottseidank auch auf DVD).
Lassen Sie sich nicht von der langen Zutatenliste abschrecken, dieses Rezept ist relativ unaufwändig nachzukochen.
Zutaten für 6 Personen
Für die Brühe:
- 1 kg dünne Rippe vom Schwein
- 1 Suppenhuhn
- 3 Stangen Lauch
- 1/2 Sellerieknolle
- 4 Möhren
- 2 EL Salz
Für die Suppenwürze:
- 1 EL Sesamöl
- 3 feingehackte Knoblauchzehen
- 3 zerbröselte getrocknete Chilischoten
- 4 EL Sojasauce
- 6 EL dunkle Misopaste
Für die Nudelsuppe:
- 500 g getrocknete chinesische Eier-Nudeln; wenn Sie welche bekommen können, nehmen Sie stattdessen frische Ramen-Nudeln.
- 1 Bund Frühlingszwiebeln
- 1 Dose chinesische Bambussprossen
- ein geröstetes Noriblatt (Algen)
- 18 Scheiben Schweinebraten (drei pro Person)
- dunkles Sesamöl
Zubereitung
Die Brühe
„Die Suppe ist das Leben in der Schale.“
Um Huhn und Schwein den starken Eigengeschmack zu nehmen, das Suppenhuhn und die Schweinerippchen für 1 Minute in kochendes Wasser geben, anschließend kalt abspülen.
Das Gemüse putzen, die Lauchstangen in der Länge halbieren, zusammen mit dem Fleisch in einen Topf mit vier Litern kaltem Wasser geben. Langsam zum Sieden bringen. Die Suppe sollte 4-5 Stunden ganz leise vor sich hin köcheln, sie darf auf keinen Fall brodeln. Anfangs mit einem Schaumlöffel den schmutzig-braunen Eiweißschaum abschöpfen. Nach der Kochzeit die Suppe durch ein Sieb geben und gegebenenfalls noch mal mit Salz abschmecken. Das Gemüse und die Schweinerippchen wirft man weg, das Hühnchenfleisch kann man z. B. für einen Salat verwenden.
Tipp: Wenn Sie von der Brühe einen Rest über behalten, reduzieren Sie ihn sehr stark und frieren ihn in einem Eiswürfelbehälter ein. So haben immer konzentrierte Brühe zur Hand.
Die Suppenwürze
Den Knoblauch und die Chilischoten im Sesamöl leicht anrösten. Die Sojasauce dazu geben, die Misopaste darin auflösen.
Die Nudelsuppe
Die Nudeln nach Packungsvorschrift kochen. Die Schweinebratenscheiben zum Anwärmen kurz in die Suppe geben. Die Frühlingszwiebeln in schräge Röllchen schneiden, die Bambussprossen abgießen und abspülen, das Noriblatt in schmale Streifen schneiden.

„Meister, fängt man beim Essen mit der Suppe an, oder fängt man besser mit den Nudeln an?“ „Wir beginnen zunächst einmal damit, dass wir mit den Spitzen der Stäbchen die Oberfläche der Nudelsuppe berühren, als wollten wir sie zärtlich streicheln.“ „Wozu macht man das?“ „Das ist eine Liebeserklärung an die Nudelsuppe.“ (Dialog und Screenshot aus dem Film Tampopo)
Man gibt nun zuerst etwas von der Suppenwürze in eine Schale, gießt mit der Brühe auf, gibt Nudeln dazu und richtet die restlichen Zutaten, wie auf dem Bild zu sehen (von oben im Uhrzeigersinn: Nori, Unbekannt Narutomaki (Danke, Mark), Schweinebraten, Bambussprossen, in der Mitte Frühlingszwiebeln), auf der Suppe an. Darüber kommt noch ein kleiner Spritzer dunkles Sesamöl.
Gegessen wird natürlich mit Stäbchen, zwischendurch trinkt man einen Schluck Suppe direkt aus der Schale. Schlürfen ist, da ohnehin kaum zu vermeiden, ausdrücklich erlaubt. Dazu trinkt man Reiswein, den man sich allerdings nie selbst nachfüllt, sondern immer vom Nachbarn einschenken lässt.
Watashi wa nihongo o hanashimasen.
Update 30.04.2007
Mittlerweile haben Arte und die Zeitschrift toshiya um Erlaubnis gebeten, dieses Nudelsuppenrezept veröffentlichen zu dürfen, und sogar die Botschaft von Japan verweist in dem Artikel „Nudelsuppen – ein Leibgericht der Japaner“ auf das Rezept.
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